Ergebnis Jerez-Test 2014 (Tag 4)

Red Bull-Konkurrenz macht weiter Fortschritte

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - Jerez - Test - 31. Januar 2014 Foto: Baldauf / SB-Medien 139 Bilder

Am letzten Tag der Testwoche von Jerez konnten gleich 3 Autos mehr als 100 Runden absolvieren. Red Bull und Toro Rosso gehörten nicht dazu. Die Schwesterteams mussten wegen technischer Probleme früher als geplant die Koffer packen.

Die Testwoche von Jerez ist am Dienstag etwas schleppend in Gang gekommen. Zum großen Finale am Freitag (31.1.2014) sah das schon deutlich besser aus. Alle 11 Autos waren im Einsatz. Insgesamt wurden 688 Runden gedreht - und das trotz einer feuchten Strecke am Vormittag. Die Formel 1-Generation 2014 kommt langsam in Schwung.

Rosberg fährt komplette Rennsimulation

3 Teams konnten sogar die 100-Runden-Marke knacken. Die Kilometerkrone ging wie schon am Vortag an Mercedes. Am Vormittag startete Nico Rosberg als erster Pilot überhaupt eine Rennsimulation. Der Silberpfeil-Pilot fuhr 72 seiner insgesamt 91 Runden an einem Stück – unterbrochen nur von 3 kurzen Abstechern an die Box. Am Nachmittag legte Lewis Hamilton noch einmal 41 Runden drauf. Damit fuhr Mercedes insgesamt 2 Grand Prix-Distanzen.

Auch Fernando Alonso kam in den dreistelligen Rundenbereich (115) und konnte seinen spanischen Fans damit eine gute Show bieten. Das rote Auto lief ohne größere Probleme. Allerdings war auf der linken Seite der Motorhaube eine neue Kühlöffnung zu erkennen. Darunter führte ein Schlauch in die Tiefen der neuen Antriebseinheit. Das deutet darauf hin, dass auch die Ingenieure der Scuderia mit Hitzeproblemen zu kämpfen haben.

Magnussen beendet Testwoche mit Crash

Auch Kevin Magnussen übertraf die 100-Runden-Marke. Allerdings lief es für den Rookie nicht ganz reibungslos. Der Däne sorgte gleich für 2 Unterbrechungen - die letzte davon 15 Minuten vor dem Abpfiff mit einem heftigen Crash in die Bande. Ähnlich wie Adrian Sutil am Vortag bog der Däne auf gerader Strecke links in die Reifenstapel ein. Die Frontpartie des McLaren wurde dabei komplett abgerissen. Der Pilot blieb aber unverletzt.

Sutil selbst kam ebenfalls nicht ohne Ausrutscher über die Runden. Am Nachmittag rutschte der neue Sauber-Pilot kurz ins Kies und verursachte damit die erste Unterbrechung. Im Gegensatz zum dritten Testtag blieb das Auto aber unbeschädigt und Sutil konnte später noch einmal weiterfahren. Am Ende standen 69 Runden auf der Schweizer Uhr.

Marussia mit mehr Runden als Red Bull

Von solchen Werten kann Red Bull dagegen nur träumen. Für das Weltmeisterteam ging die Technik-Seuche am Freitag (31.1.2014) in die 4. Runde. Daniel Ricciardo fuhr nur 7 Runden, dann gaben die Ingenieure auf. Überhitzung und ein mechanisches Problem wurden als Gründe für die frühe Abreise angegeben. Insgesamt schaffte der erfolgsverwöhnte Rennstall in der ganzen Woche nur 21 Umläufe – selbst Marussia schaffte mit den 25 Runden von Jules Bianchi am Freitag mehr.

Red Bulls Schwesterteam Toro Rosso scheint mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Auch Daniil Kvyat konnte nur 9 Runden in der Früh drehen, bevor das Testprogramm abgebrochen wurde.

Massa fährt Tagesbestzeit

Deutlich besser läuft es für Williams. Felipe Massa fuhr am Nachmittag auf fast trockener Strecke die schnellste Runde des Tages – allerdings 5 Sekunden langsamer als Magnussen bei seiner Wochenbestzeit am Vortag. Die Zeitentabelle ist deshalb auch nicht besonders aussagekräftig. Nur der Vollständigkeit halber: Alonso landete mit einer Sekunde Rückstand auf Rang 2. Force India-Testfahrer Daniel Juncadella kam bei seinem ersten Auftritt im VJM07 immerhin auf Rang 3. Mit 81 Runden konnte das Team von Nico Hülkenberg zufrieden sein.

Bis zu den nächsten Testfahrten haben die Teams mehr als zwei Wochen Zeit. Am 19. Februar geht es im warmen Bahrain weiter. Bis dahin haben die Ingenieure in den Fabriken noch alle Hände voll zu tun um die Zuverlässigkeit der Autos zu verbessern. Bis dahin empfehlen wir noch einmal den Blick in unserer Fotogalerie mit den Bildern des Testfinales von Jerez.

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