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Ergebnis Barcelona F1-Test 2018 (Tag 8)

Räikkönen mit Bestzeit zum Abschluss

Kimi Räikkönen - Ferrari - F1-Test - Barcelona - Tag 8 - 9. März 2018 Foto: sutton-images.com 120 Bilder

Ferrari beendet die Testfahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya mit einer weiteren Bestmarke. Trotzdem reist Mercedes als Favorit nach Melbourne. Weil Lewis Hamilton die deutlich schnellere Rennsimulation abspulte als Kimi Räikkönen.

09.03.2018 Andreas Haupt

Die Wintertestfahrten sind vorbei. Acht Testtage sehen viermal Ferrari, zweimal Red Bull und je einmal Mercedes und McLaren an der Spitze der Zeitenliste. Ferrari räumte allein in der zweiten Testwoche drei Bestzeiten ab. Kimi Räikkönen umrundete den Circuit de Catalunya-Barcelona im großen Testfinale in 1:17.221 Minuten. Dennoch verfestigte sich der Eindruck, dass Ferrari weiter nur dritte Kraft ist hinter Mercedes und Red Bull.

Ferrari mit Quali-Runs

Die Programme ähnelten denen des Vortages. Die zehn Teams konzentrierten sich auf Erprobungen der Aerodynamik, Qualifikations-Runs und Rennsimulationen. Mercedes, Force India, Red Bull und Renault schraubten für die ersten Runden große Messgitter an die Autos, um den Luftstrom zu bestimmen. McLaren beschmierte den MCL33 mit reichlich grüner FloViz-Farbe.

Ferrari gehörte zu den Rennställen, die abtankten, die drei weichsten Mischungen aufzogen und schnelle Runden auf den Asphalt zauberten. Nur Mercedes und Red Bull verzichteten. Am späten Vormittag erzielte Räikkönen die Bestzeit. Mit zwei absolut schnellsten Sektorzeiten. Nur im Mittelabschnitt war der Finne in einem Run zuvor schon mal schneller gewesen. Hätte Räikkönen alle drei persönlich besten Abschnittszeiten in eine Runde gepackt, wäre er auf eine Rundenzeit von 1:17.096 Minuten gekommen. So schrammte der Weltmeister von 2007 aber um 39 Tausendstel an der Wochenbestzeit vorbei, die Teamkollege Sebastian Vettel am Vortag aufgestellt hatte.

Keine schnellen Zeiten von Mercedes

Mercedes verteilte die Last auf vier Schultern. Am Vormittag spulte Lewis Hamilton 97 Runden ab. Inklusive einer Rennsimulation, portioniert in drei Stints. Jeweils auf der Medium-Mischung. Der Weltmeister war langsamer als Teamkollege Valtteri Bottas am Vortag. Allerdings lagen die Asphalttemperaturen um bis zu 17 Grad höher. Vergleiche lassen sich besser mit Räikkönen ziehen, der eine Grand-Prix-Distanz am Nachmittag bestritt. Mit der Reifenfolge Supersoft-Medium-Medium-Hypersoft-Hypersoft. Es verfestigte sich das Bild: Ferrari hinkt Mercedes hinterher. Räikkönen schaffte insgesamt 157 Runden.

Bottas steuerte den W09 über 484 Kilometer (104 Runden) im zweiten Teil der Session. In seiner schnellsten Rundenzeit lag er über 1,6 Sekunden hinter Räikkönen. Jedoch bestückte Mercedes sein Auto mit den deutlich härteren Medium-Gummis. Auf eine echte Zeitenjagd verzichtete das Weltmeister-Team. Titelverteidiger Hamilton reihte sich auf Supersofts sogar nur auf dem elften Platz ein.

McLaren: erst Turbo kaputt, dann Alonso-Aufregung

McLaren steckt weiter im Technikschlamassel. Nach gut einer Stunde löste Fernando Alonso die erste Rotphase des letztes Testtages aus. Der Spanier parkte seinen McLaren auf einem Versorgungsweg von Kurve sieben. Es war der sechste Defekt am achten Testtag. Diesmal traf McLaren keine Schuld. In der achten Runde streikte der Turbolader. Der fällige Motorenwechsel hielt Alonso für 4:22 Stunden in der Garage. 20 Minuten vor Testende drehte der Weltmeister von 2005 und 2006 auf. In einem Qualifikationsversuch lenkte er sein Papaya-gelbes Auto in 1:17.784 Minuten um die Bahn. Schneller waren insgesamt nur Vettel und Räikkönen bei den Wintertests. In den Schlussminuten sorgte Alonso für Aufregung, nachdem er eine Runde unter 1:17 Minuten beendet hatte. Doch die Zeitnehmer strichen sie, weil er die letzte Schikane abgekürzt hatte.

Fernando Alonso - McLaren - Barcelona - F1-Test 2018 Neuer McLaren zu kompliziert Turbo-Schaden bremst Alonso

Auch bei Renault schlich sich die Defekthexe ein. Nach vier Proberunden legte eine fehlerhafte Getriebesoftware den R.S.18 von Carlos Sainz lahm. Die Mechaniker mussten die Kraftübertragung austauschen. Erst zwei Stunden vor Testende tauchte Sainz wieder auf. Eigentlich hätte Nico Hülkenberg im zweiten Teil fahren sollen. Doch die Franzosen entschieden sich gegen einen Tausch im Cockpit. Weil ein Wechsel weitere Zeit verschlungen hätte. Sainz belegte auf den Hypersofts den dritten Rang. Mit einem Rückstand von 0,871 Sekunden. Renault testete erneut seinen neuen Frontflügel. Dazu steckten die Mechaniker neue Bargeboards an. Auch die Hinterradaufhängung und die hinteren Bremstrommel wurden überarbeitet.

Leclerc verunfallt im Sauber

Red Bull hat nach Ansicht der Experten das zweitschnellste Auto im Feld. Hinter Mercedes und vor Ferrari. Daniel Ricciardo beschränkte sich zum Großteil auf kürzere Ausfahrten auf verschiedenen Reifenmischungen. Die beste Runde brachte ihm den vierten Platz ein. Auf den Supersofts verlor der Australier 1,106 Minuten auf die Spitze. Knapp dahinter folgte Romain Grosjean im HaasF1 VF-18. Das US-Auto zeigte sich erneut in guter Verfassung.

Das Mittelfeld ist dicht gedrängt. Toro Rosso-Honda verlebte einen weiteren problemlosen Tag mit 156 Runden und dem siebten Rang von Brendon Hartley. Force India muss sich strecken, Williams deutlich zulegen. Sergey Sirotkin und Lance Stroll kamen nicht über die Hinterbänklerplätze hinaus. Charles Leclerc rodelte im Sauber C37 zum dritten Mal bei den Tests ins Aus. Durch seinen Abflug in Kurve 12 beschädigte der Formel 2-Meister von 2017 den Heckflügel und die hintere Crashstruktur. Sauber wechselte zur Sicherheit das Getriebe. Alles in allem kostete der Crash fast fünf Stunden Testzeit.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die Highlights vom großen Testfinale auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.

Ergebnis F1-Testfahrten Barcelona 2018 (Tag 8)

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Kimi RäikkönenFerrari1:17.221 Minuten157
2. Fernando AlonsoMcLaren+ 0.583 Sek.93
3. Carlos SainzRenault+ 0.87145
4.. Daniel RicciardoRed Bull+ 1.10692
5. Romain GrosjeanHaasF1+ 1.191181
6. Valtteri BottasMercedes+ 1.604104
7. Brendon HartleyToro Rosso+ 1.728156
8. Esteban OconForce India+ 1.746163
9. Charles LeclercSauber+ 1.89775
10. Sergey SirotkinWilliams+ 1.988105
11. Lewis HamiltonMercedes+ 2.24397
12. Lance StrollWilliams+ 2.73327
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@"Rotzröddeldiböck"

Jetzt pack Deinen dumpfen Rassismus wieder ein und geh nach Hause, sowas braucht hier niemand.

Proesterchen 13. März 2018, 14:18 Uhr
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