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Ericsson immer besser

"Sah Hülkenberg erst als ich draufsaß"

Marcus Ericssons Grand Prix von Russland war nach zwei Kurven zu Ende. Der Schwede landete auf Nico Hülkenbergs Force India. Ericsson rechnete sich für das Rennen gute Chancen aus. Er war mit der gleichen Taktik wie Felipe Massa unterwegs und lag bereits vor dem Brasilianer.

Felipe Nasr jubelte nach dem Rennen. Der Brasilianer räumte mit Platz 6 richtig Punkte ab. Teamkollege Marcus Ericsson machte ein mürrisches Gesicht. Dieser GP Russland hätte auch sein Rennen sein können. Doch er war schon nach einem Kilometer unverschuldet zu Ende. Ericsson krachte in den kreiselnden Force India von Nico Hülkenberg.

Der Unfall aus seiner Sicht: "Der Start war sehr gut, dafür dass ich auf den härteren Reifen losgefahren bin. Beim Einlenken in die zweite Kurve war ich schon vor Massa und Maldonado, knapp hinter meinem Teamkollegen. Als ich aus der Kurve rauskam, ist Felipe nach links ausgewichen, ich nach rechts. Und plötzlich stand da ein Auto vor mir. Ich sah den Force India erst, als ich schon auf ihm draufsaß. Der Force India hat sich immer noch bewegt. Leider in meine Richtung. Ich wollte noch weiter nach rechts lenken, war aber schon zu nah an ihm dran. Keine Chance, ihm auszuweichen. Wir hatten uns ineinander verhakt. Der Schaden an meinem Auto war zu groß um weiterzufahren."

Gut auf der Bremse, besser in schnellen Kurven

Für Ericsson war es eine verpasste Chance. Nasr hatte gezeigt, dass der Sauber an diesem Tag den Speed hatte, mit Red Bull, Lotus und Toro Rosso mitzuhalten. Auch der Reifenverschleiß war besser als erwartet. Ericsson war wegen seines schlechten Startplatzes mit einer alternativen Strategie in das Rennen gestartet. Zuerst harte Reifen, dann weiche. Beim Anbremsen der ersten Kurve lag er schon hinter Nasr und vor Massa.

Das steigerte nur noch den Frust. "Das Auto war gut. Felipe hat es gezeigt. Außerdem hatte ich die gleiche Strategie wie Massa, der auch auf den harten Reifen gestartet ist. Und der hatte ein sehr gutes Rennen. Es ist frustrierend, wenn alles schon in der ersten Kurve vorbei ist. Speziell in einem Rennen, in dem so viele ausfallen."

Ericsson hat sich im Verlauf der Saison stark verbessert. Zunächst sah er gegen seinen Teamkollegen kein Land. Doch der Schwede ist seit dem GP Kanada ein ebenbürtiger Konkurrent für den höher eingeschätzten Nasr geworden. Teammanager Beat Zehnder lobt: "Marcus hat hart an sich gearbeitet. Er ist extrem gut auf der Bremse. Sein Schwachpunkt waren zunächst die schnellen Kurven, was man irgendwie verstehen muss, weil er letztes Jahr mit dem Caterham ein Auto mit viel zu wenig Abtrieb hatte. Die schnellen Kurven kann er jetzt aber auch gut." Ericsson ergänzt: "Ich habe mich vor allem mental verbessert, weil ich mich nur noch auf mich fokussiere und nicht mehr so viel auf die andere Seite der Garage schaue."

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