Lewis Hamilton & Valtteri Bottas - GP Kanada 2017 Wilhelm
Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 10. Juni 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 10. Juni 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 10. Juni 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 10. Juni 2017 64 Bilder

Erster Doppelsieg der Saison

So schaffte Mercedes die Wende

Nach der Pleite von Monaco hat Mercedes in Montreal mit dem ersten Doppelsieg der Saison zurückgeschlagen. Teamchef Toto Wolff erklärte anschließend, mit welchem Aufwand die Niederlage analysiert wurde.

Die Saison 2017 steckt voller Überraschungen. Nach dem Monaco-Wochenende hatten einige Experten Mercedes schon abgeschrieben. Doch nur 14 Tage später schlug das Weltmeisterteam zurück. Beim GP Kanada holten Lewis Hamilton nicht nur den ersten Doppelsieg für die Silberpfeile sondern auch die Führung im Konstrukteurspokal zurück. Das Werksteam aus Brackley führt nun mit 8 Zählern vor Ferrari.

Hamilton wusste, bei wem er sich bedanken musste: „Die Jungs haben so viel Arbeit reingesteckt, um das Ruder rumzureißen. Es war eine harte Arbeit herauszufinden, warum unsere Simulationen nicht immer perfekt gestimmt haben. Warum sich das Auto auf der Strecke so anders verhält, als im Windkanal. Wir haben es Ferrari heute richtig gezeigt.“

Mercedes-Task-Force arbeitet rund um die Uhr

Was Mercedes genau verändert hat, wollten die Verantwortlichen natürlich nicht verraten. Aber auch Teamchef Toto Wolff betonte den massiven Aufwand, der nach Monaco betrieben wurde: „Wir mussten verstehen, was dort im Training und im Qualifying schief lief. Eine Gruppe von Ingenieuren hat sich zusammengesetzt, um die Situation in Ruhe zu analysieren.“

Unter der Führung von 6 bis 8 Technikern wurden alle Abteilungen in Brackley involviert. Besonders beeindruckte Wolff die Arbeitseinstellung seiner Leute: „Es war zu jeder Tag- und Nachtzeit Licht im Büro. Sie haben zehn Tage 24 Stunden lang durchgearbeitet. Keiner aus dieser Gruppe hat am Wochenende frei gemacht. Es gibt keine einfachen Lösungen in diesem Sport. Man muss sich durch die Daten wühlen und die richtigen Schlüsse ziehen.“

Probleme noch nicht vollständig gelöst

Wolff dementierte, dass sich die Probleme nur auf das Thema Aufhängungen beschränkte: „Es ist ein komplexes Puzzle, das Auswirkungen auf das Verhalten des Autos hat. Wir haben keinen Stein auf dem anderen gelassen. Wir haben die Aerodynamik untersucht, die mechanische Balance des Autos, die Arbeit mit dem Setup, das Verhalten der Reifen und auch die Art, wie die Piloten das Auto gefahren sind.“

Mit Erleichterung sah der Mercedes-Boss, dass die Maßnahmen in Montreal vom Erfolg gekrönt wurden. Dass die Silberpfeil-Welt nun wieder komplett rosig ist, wollte Wolff aber auch nicht bestätigen: „Monaco sah ziemlich schlimm aus, wir sind aber nicht in Depressionen verfallen. Montreal war toll, aber ich würde nie sagen, dass damit alle Probleme gelöst sind. Aber wir haben es sicher viel besser verstanden.“

Die Auswirkungen waren auch für die Fahrer in Montreal spürbar: „Wir sind hier mit vielen Ideen angekommen. Das war echt gutes Teamwork“, erklärte Hamilton. „Wir sind vom ersten Training an mit dem Setup Schritt für Schritt immer in die richtige Richtung gegangen und haben uns bei der Abstimmung keinen Fehler erlaubt.“

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Mercedes hat wieder Boden unter den Füßen.

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