Erster Mercedes-Sieg in Hockenheim

Andere Heimsiege nur Marketing

Nico Rosberg - GP Deutschland 2014 Foto: xpb 79 Bilder

In einer erfolgreichen Saison hat Mercedes auch das Heimrennen in Hockenheim gewonnen. Nach der Zieldurchfahrt gab Teamchef Toto Wolff zu, dass dieser Heimsieg besonders wichtig war. Nico Rosberg ließ seinen Gefühlen ebenfalls freien Lauf.

Für Nico Rosberg könnte es momentan kaum besser laufen. Erst die Hochzeit in Monaco, dann der WM-Sieg der deutschen Fußballer, dann die Vertragsverlängerung bei Mercedes und schließlich der Heimsieg in Hockenheim. Und Teamkollege Lewis Hamilton wird am Ende nur Dritter. Keiner konnte den WM-Tabellenführer im Motodrom gefährden: "Das ist ein Traum, der wahr geworden ist. Mit einem Silberpfeil in Hockenheim zu gewinnen – diese Kombination ist fantastisch und etwas ganz Besonderes", strahlte Rosberg.

Ein Dank ging anschließend an die Fans. "Das ist sehr emotional, auch durch die Unterstützung der Zuschauer. Ich habe vor dem Start noch bei der Laola-Welle mitgemacht. Auch nach dem Rennen hat man die Begeisterung gesehen. Ich hoffe, dass die Fans die WM-Stimmung noch weiter fühlen können durch meinen Sieg." Unter den Fans war auch ein besonderer Gast. Lukas Podolski gab sich die Ehre. "Das war besonders cool. Wir haben mit der ganzen Familie immer beim Fußball mitgefiebert. Schön, dass er jetzt bei meinem Sieg in der Garage gejubelt hat."

Hockenheim das wichtigste Heimrennen

Rosberg konnte es sich in Hockenheim leisten, früh das Tempo rauszunehmen. Vom Zweitplatzierten Bottas musste er nichts befürchten. Trotzdem fühlte sich der Sieger nie ganz sicher: "Schwierig war es zum Beispiel mit den Reifen. Im zweiten Stint war ich am Limit. Da waren die Reifen am Ende hin. Auch das Bremsvertrauen war nicht ideal. Da werden wir weiter dran arbeiten." Auch der Getriebedefekt von Silverstone spukte noch im Hinterkopf herum. "Ich hatte ein paar Aussetzer, die etwas komisch waren. Da habe ich schon dran gedacht."

Auch bei Rosbergs Teamchef war der Jubel groß. Toto Wolff gab zu, dass der Hockeneim-Sieg für Mercedes besonders wichtig war. "Der Heimspiel-Sieg Nummer 1 ist mit riesigem Vorsprung Hockenheim. Dieser Sieg hat sich am schönsten angefühlt. Das ist der Heimsieg, der zählt. Alles andere ist Marketing." Mercedes feiert bekanntlich mehrere Heimspiele – zum Beispiel in Malaysia bei Hauptsponsor Petronas oder in England, wo die Fabrik des Rennteams steht.

Doch Hockenheim steht offenbar über den anderen Rennen: "Wir waren zuhause, nahe von Stuttgart. Wir haben alle Freunde des Hauses und alle Kollege hier gehabt. Wir haben viele der vermeintlichen kleinen Heimsiege erzielt, aber der Druck war schon groß, dass wir in Hockenheim eine gute Leistung abliefern müssen. Das haben wir gemacht und deshalb fühlt es sich ganz besonders gut an."

"Rosberg ein ganz Großer"

Ein besonderes Lob gab es natürlich für Sieger Rosberg: "Er ist in den ersten 3 Runden weggefahren und hat dann nur noch den Abstand gemanagt. Er hat das Auto clever über die Runden getragen." Dank der souveränen Leistungen muss sich Rosberg in diesem Jahr vor niemandem verstecken: "Immer wenn gesagt wird, er hat das Momentum verloren, kommt er wieder zurück. Er zählt mittlerweile zu den ganz Großen für mich", lobt Wolff.

Lewis Hamilton hätte dagegen beinahe sein Waterloo in Hockenheim erlebt. Die Kollision mit Button kostete wohl Platz 2. "Bei Lewis ist immer Glory und Drama. Die Aktion mit Jenson hätte richtig ins Auge gehen können. Da kann er glücklich sein, dass er mit einem kleinen Schaden bis zum Ende gekommen ist. Ohne das Problem wäre das Auto aber deutlich schneller gewesen. Da hat er richtig Abtrieb verloren."

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