Erster 2017er Test vor Hockenheim

Ferrari hat Testauto als Erster fertig

Ferrari - breite Reifen - GP Monaco 2016 Foto: sutton-images.com 31 Bilder

Pirelli drückt auf die Tube. Der italienische Reifenhersteller will noch vor der Sommerpause zum ersten Mal mit den breiten Reifen auf den Spezial-Autos mit 2017er Abtrieb testen. Im Moment sieht es so aus, als könnte Ferrari vor dem GP Deutschland mit einem Testauto bereit stehen.

Die Zukunft beginnt vor dem GP Deutschland. Pirelli will unbedingt vor der Sommerpause zum ersten Mal die breiten Reifen auf den Spezial-Testautos mit 2017er Abtrieb ausprobieren. Weil zwischen dem GP Deutschland und dem GP Belgien 2 Wochen lang die Fabriken geschlossen werden. Testfahrten sind in der Zeit verboten.

Pirelli hat für die fragliche Zeit auf Verdacht bereits mehrere Rennstrecken angemietet, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Paul Ricard ist zur Sommerzeit besonders stark ausgelastet. Ein Test vor der Pause ist deshalb so wichtig, weil Pirelli dann genug Zeit bleibt, auf Probleme zu reagieren. Im Gegensatz zu den Teams darf in den Mailänder Technikbüros weiter gearbeitet werden.

Erster Pirelli-Test könnte in Fiorano stattfinden

Ferrari, Mercedes und Red Bull haben sich bereit erklärt, Mulettos für die Reifentestfahrten zu bauen. Um den prognostizierten Abtriebszuwachs von 25 Prozent zu erreichen, dürfen die Teams die 2015er Autos nach einem genauen Regelsatz der FIA (--> siehe Story) modifizieren. Ferrari ist mit dem Umbau am weitesten fortgeschritten.

Damit bietet sich zwischen den Rennen in Budapest und Hockenheim ein Test auf den hauseigenen Strecken von Fiorano oder Mugello an. Pirelli pocht auf mindestens 2 Tage, um genug zu lernen. Der Reifenhersteller und die FIA verlangen, dass dabei die Stammpiloten zum Einsatz kommen. Das garantiert das beste Feedback.

Red Bull will sein Testauto Anfang August fertig haben. Die Truppe aus Milton Keynes bevorzugt Paul Ricard als Testgelände. Mercedes hofft bis Ende August einen umgebauten AMG W06 auf die Räder zu stellen. Hier kommen Silverstone und Barcelona als Versuchsstrecken in Frage. Beide sind wegen der hohen Fliehkräfte in den Kurven besonders aussagekräftig.

Pirelli betritt mit den Reifen Neuland. Vorne steigt die Breite von 24,5 auf 30,5 Zentimeter, hinten von 32,5 auf 40,5 Zentimeter. Das bedeutet rund 25 Prozent mehr Auflagefläche. Auch der Durchmesser wird größer. Die Slicks bekommen die Dimensionen der aktuellen Regenreifen. Also 670 statt 660 Millimeter.

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