Formel 1 Concept für 2021

Erste Bilder der nächsten F1-Generation

Formel 1 - Concept 2021 Foto: FOM 20 Bilder

Formel 1-Sportdirektor Ross Brawn hat die neue Formel 1-Generation für 2021 vorgestellt. Die neuen Autos sollen schöner ausschauen und besseren Rennsport erlauben. Wir zeigen Ihnen die ersten Bilder des virtuellen Concept-Cars.

Eigentlich sollten die Bilder geheim bleiben. Doch dann passierte dem Formel 1-Management ein Lapsus. Als Sportdirektor Ross Brawn das Konzept des Formel 1-Autos für 2021 einer Gruppe von Schülern mit Berufswunsch Ingenieur vorstellte, da waren die Smartphones schnell gezückt. Im Handumdrehen gelangten die Bilder im Netz. Brawn verriet mit einem Lächeln: „Wir haben ähnliche Bilder auch schon den Teams und den Fahrern präsentiert. Das Echo war überwiegend positiv.“

Ein Team von 10 Ingenieuren begann vor 12 Monaten mit den Konzeptstudien, die bis Ende 2019 in ein Reglement gegossen werden sollen. Mit an Bord war auch ein Ingenieur, der sich ausschließlich um die Optik des Autos kümmerte. In Absprache mit Aerodynamikern und Fahrzeugingenieuren entstand ein Konzept eines Autos, das nicht nur gut aussehen soll, sondern mit dem man auch spannende Rennen fahren kann. Inzwischen ist die Gruppe bei der dritten Studie angelangt. Die erste war noch recht brav, die zweite mit den ab 2021 vorgeschriebenen 18 Zoll-Rädern etwas extremer und die dritte sieht fast ein bisschen aus wie ein Sportwagen mit offenen Rädern.

F1-Autos für 2021 werden kürzer

Formel 1 Concept 2021 Foto: FOM
Durch den kürzeren Radstand und die größeren Räder ändern sich die Proportionen.

Die Nase hat die Anmutung eines Pfeils, was das Heck mit seinen abgeschrägten Flügelendplatten und dem integrierten Flügel noch unterstreicht. Der Frontflügel in drei Etagen hat eine Deltaform. Die Räder sollen an der Rückseite mit einer Art Kotflügel versehen werden, die Felgen werden mit Radkappen verkleidet. Beides soll die negative Abstrahlung nach hinten minimieren. Der Halo ist besser um das Cockpit herum integriert. Die Autos soll kürzer werden. „Wir werden einen maximalen Radstand vorschreiben“, verrät Brawn. Der Unterboden soll nicht mehr komplett flach sein sondern ein leichtes Flügelprofil vorweisen. Auf Schürzen wie in den 80er Jahren wird verzichtet. Auf diese Weise will man den Ansaugeffekt über den Boden vergrößern und die Abhängigkeit von den Flügeln reduzieren.

Brawn nennt zwei Ziele, die mit den neuen Autos erreicht werden sollen: „Die Ästhetik ist uns wichtig. Wir wollen Autos, die sich junge Menschen als Poster an die Wand hängen. Der zweite wichtige Punkt ist, dass die Fahrer mit diesen Autos wieder gegeneinander fahren können. Im Moment verliert das nachfolgende Fahrzeug 50 Prozent Grip, wenn es bis auf zwei, drei Wagenlängen aufschließt. Bei unserem Konzept werden wir diesen Verlust auf 20 Prozent reduzieren. Das ist keine Schätzung sondern ein Wert, den wir bei unseren Versuchen gemessen haben.“ Laut Brawn wird das gleich drei Probleme auf einmal lösen. Wenn das nachfolgende Auto noch 80 Prozent des Abtriebs nutzen kann, leiden die Reifen weniger und der Fahrer ist nicht mit einer so großen Balanceverschiebung konfrontiert.

Extra Windkanalzeit für Projekt 2021

Neu ist, dass bei der Arbeit am Formel 1-Auto der Zukunft alle Parteien beteiligt sind. „Wir stellen der FIA unsere Werkzeuge und unsere Leute zur Verfügung. Alle zehn Teams helfen uns mit ihren Erfahrungen. Die FIA hat ihnen extra Windkanalzeit und Computerkapazität speziell für dieses Projekt gewährt“, erklärt Brawn. Das markiert die neue Philosophie der Drahtzieher der Formel 1: „Wir wollen nicht mehr auf Probleme reagieren, sondern sie gemeinsam lösen, bevor sie auftreten.“

Darüberhinaus nimmt man sich die Freiheit, jederzeit Korrekturen anzubringen, wenn die Teams auf der Suche nach Rundenzeit mit Lösungen kommen, die nicht im Sinne das Erfinders sind. „Ich kann nicht versprechen, dass die Autos vom ersten Tag an so schön aussehen, wie wir uns das hier jetzt ausgedacht haben. Wir nehmen uns aber die Freiheit heraus, das Konzept schnell anzupassen, wenn etwas aus dem Ruder läuft“, erklärt Brawn.

Besonders stolz ist der Engländer darauf, dass man sich die Studien nicht nur im stillen Kämmerlein ausgedacht hat. „Wir kommunizieren viel mehr als früher mit den Fans. Da sind auch viele Wünsche unserer Anhänger mit eingeflossen. Bei uns ist der Fan König.“ In der Galerie zeigen wir Ihnen die Entwürfe. Was halten Sie davon? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare.

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Deshalb wurden nach jahrelangen Fan-Protesten endlich die Grid-Girls abgeschafft und die Start-Zeiten so nach hinten verlegt, dass der Sonntagsausflug mit der Familie für den "Fan" kaum mehr möglich ist.

zehbär 18. September 2018, 09:23 Uhr
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