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Mick Schumacher - GP Belgien 2017
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Esteban Ocon - GP Belgien 2017
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Beinahe-Katastrophe in Spa

Ocon-Flügel fliegt fast über den Zaun

Das Highspeed-Rennen von Spa verlief weitgehend unfallfrei. Und doch hatte die Formel 1 beim GP Belgien viel Glück. Die Kollisionen der Force India-Fahrer hätten böse ins Auge gehen können.

In Spa hält man immer die Luft an. Weil die Strecke so schnell ist. Weil die Kurven so spektakulär sind. Lewis Hamilton stellte im Training mit einem Schnitt von 245,8 km/h einen neuen Rekord für Spa auf. Ein Unfall in Spa ist immer ein halber Flugzeugabsturz. Kevin Magnussen hat es 2016 in Eau Rouge vorexerziert. Der Formel 2-Pilot Nobuharu Matsushita lieferte dieses Jahr eine Kopie davon ab.

Der GP Belgien dagegen verließ weitgehend unfallfrei. Und doch musste der Schutzengel am Sonntag in Spa Überstunden schieben. Die Kollisionen der beiden Force India-Fahrer hätten auch ins Auge gehen können, selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so aussah.

Esteban Ocon hatte nicht ganz unrecht, als er nach dem Rennen twitterte: „Wir hatten ein gutes Rennen, bis Perez zwei Mal versucht hat, mich zu killen. Wir haben uns heute bei mehr als 300 km/h unnötig in Lebensgefahr gebracht.“

Alte Boxenmauer hindert Ocon am Fliegen

Ocon bezieht sich dabei vor allem auf die erste Szene, gleich nach dem Start auf der Anfahrt zu Eau Rouge. Da versuchte sich der Franzose zwischen seinem Teamkollegen und der Boxenmauer durchzuquetschen. Bei Betrachtung der Bordkamera stockt einem der Atem.

Ocon fährt bei rund 280 km/h mit seinem linken Vorderrad gegen den rechten Vorderreifen von Sergio Perez. Der Force India beginnt links vorne bereits leicht abzuheben, als Ocons rechtes Vorderrad die alte Boxenmauer trifft. Was seinen Force India wieder erdet.

Force India-Flügel geht fliegen

Bei der zweiten Karambolage der Force India-Streithähne war fast noch mehr Glück im Spiel. Wieder gerät Ocon in das Sandwich zwischen Perez und der Boxenmauer. Diesmal geht der linke Frontflügel beim Kontakt mit dem rechten Hinterrad des Teamkollegen zu Bruch. Das Teil segelte in nahezu einem Stück in hohem Bogen nach links und wäre um ein Haar über den 3 Meter hohen Schutzzaun geflogen, der die Tribüne von der Fahrbahn trennt. Der Flügel prallte am oberen Rand ab und fiel auf die Strecke zurück. Man will sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn er ins Publikum geflogen wäre.

Einige Fahrer kritisierten den Einsatz des Safety-Cars, unter anderem auch Lewis Hamilton. Der Sieger meinte eine VSC-Phase hätte es auch getan, weil der Flügel schnell von Streckenposten geborgen wurde. Die FIA-Offiziellen widersprachen. „Perez hat über die gesamte Strecke Karbontrümmer verteilt. Auf einer schnellen Strecke wie Spa können wir nicht das geringste Risiko für einen Reifenschaden eingehen.“

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