Lando Norris - McLaren - Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - Testfahrten - Barcelona 2020 xpb
Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Red Bull - Teamfoto - GP Österreich 2019
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McLaren - Boxenstopp - GP England 2019 10 Bilder

F1-Budget-Fahrplan für die Zukunft

Abrüstung in drei Schritten

Die FIA will bis Ende der Woche über die künftige Budgetdeckelung abstimmen lassen. Offenbar soll den Teams ein Dreistufenplan zur Wahl gestellt werden. Von 175 auf 145, 140 und 135 Millionen Dollar. Zur Absegnung braucht der Weltverband eine einfache Mehrheit.

Die Fakten liegen auf dem Tisch. Daraus hat die FIA ein Konzept entwickelt, über das bis zum Ende dieser Woche abgestimmt werden soll. Es geht um die Änderungen der Budgetdeckelung. Im Zuge der Coronakrise sind viele Teams massiv unter Druck geraten. Neben Sofortmaßnahmen sind jetzt auch Konzepte für die Zukunft gefragt. Eine ist die Budgetdeckelung.

Sie muss runter von den im letzten Juni vereinbarten 175 Millionen Dollar plus Ausnahmen. Doch um wie viel? Ferrari und Mercedes konnten sich bei den Verhandlungen eine Reduzierung auf höchstens 145 Millionen Dollar vorstellen. Eine schnelle zweite Absenkung bereitet ihnen Bauchweh.

Die anderen Teams forderten einen Rückgang auf 100 Millionen Dollar. Ihr Sprachrohr ist McLaren-Chef Zak Brown. Das spricht Bände. McLaren gilt nicht unbedingt als Wackelkandidat. Wenn ein Team aus der Mitte so drastische Maßnahmen fordert, muss die Not im Feld schon groß sein. Das hat auch beim Weltverband Eindruck gemacht.

Red Bull scherte vor zwei Wochen aus dem Club der Topteams aus. Der WM-Dritte kann sich nun mit einer deutlichen Reduzierung des Kostendeckels anfreunden. Die Hardliner unter den Sparfüchsen atmen auf. Das könnte die nötigen Stimmen für ihr Anliegen bringen.

Zak Brown - McLaren - Mattia Binotto - Ferrari - Formel 1
Motorsport Images
Zak Brown (McLaren) und Mattia Binotto (Ferrari) vertreten im Streit um die Budgetobergrenze entgegengesetzte Meinungen.

Abschlag für Kundenteams soll kommen

Aus den vielen individuellen Interessen hat die FIA nach zwei Telefonkonferenzen im großen Rahmen und vielen Einzelgesprächen versucht, einen goldenen Kompromiss zu finden, mit dem alle leben können. Der soll noch diese Woche zur Abstimmung vorgelegt werden. Wenn mindestens sechs Teams dafür sind, wird er Gesetz.

Nach unseren Informationen will der Weltverband einen Dreistufenplan zur Wahl stellen. 2021 soll auf 145 Millionen Dollar reduziert werden, 2022 auf 140 Millionen und dann von 2023 bis 2025 auf 135 Millionen Dollar.

Kundenteams müssen wohl einen Abschlag hinnehmen. Ihnen wird je nach Menge der bei Mitbewerbern eingekauften Teilen ein nominaler Entwicklungswert abgezogen. Das kann bei der maximalen Ausschöpfung der vom Reglement gestatteten Komponenten bis zu 20 Millionen Dollar ausmachen. Davon wären Haas und Alpha Tauri in voller Höhe, Racing Point zu einem Teil betroffen.

Laut Racing Point schöpft man beim Einkauf nur ein Drittel der Möglichkeiten aus. Trotz dieses Abschlags zahlt sich die neue Regelung für Kundenteams aus. Auch mit 125 Millionen Dollar Budgetdeckel wäre man in der Lage, fast genauso viel Geld in die Aerodynamik zu investieren wie die großen Teams. Und das entscheidet über Rundenzeit.

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