Die Formel 1-Chancen des DTM-Champions

Was kostet ein Platz für Pascal Wehrlein?

Pascal Wehrlein - Mercedes - F1 - 2014 Foto: Mercedes 36 Bilder

Pascal Wehrlein könnte im nächsten Jahr der vierte Deutsche Fahrer in der Formel 1 sein. Der DTM-Champion hofft auf ein Cockpit bei Manor. Doch da kommt es auf den Preis an. Im Moment ist die geforderte Summe noch zu hoch.

In der Saison 2010 fuhren 7 Deutsche in der Formel 1. Das war Rekord. Diese Jahr sind mit Sebastian Vettel, Nico Rosberg und Nico Hülkenberg gerade einmal noch 3 Vertreter der Autonation am Start. 2016 könnten es wieder 4 sein. Pascal Wehrlein macht sich Hoffnungen, bei Manor unterzukommen. Umso mehr, seit Mercedes einen Motorenvertrag mit dem kleinsten Rennstall im Feld abgeschlossen hat.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff machte jedoch klar, dass es unter Umständen eine Frage der Mitgift sein könnte, ob der neue DTM-Champion bei Manor unterkommt. Mercedes will nicht jede Summe bezahlen, die aufgerufen wird.

Gerüchteweise ist zu hören, dass die Schmerzgrenze bei 3 Millionen Dollar liegt. Manor soll aber 10 Millionen gefordert haben. Die Saison 2016 kommt dem Rennstall aus Banbury teurer als dieses Jahr. Mercedes-Motoren und das Williams-Heck haben ihren Preis.

Werden Mercedes-Motoren mit Wehrlein verrechnet?

Wenn es bei dem Kostenfahrplan von Mercedes bleibt, sollte Manor die Versorgung mit Motoren in der kommenden Saison 15 Millionen Euro kosten. Bis jetzt ist die Truppe von John Booth und Graeme Lowdon allen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen.

Ende Oktober soll aber noch eine größere Vorauszahlung fällig sein. Experten sehen darin eine Möglichkeit, Wehrlein vielleicht doch ins Cockpit zu drücken. Für den Fall, dass Manor nicht pünktlich bezahlen kann.

Auf Mercedes könnte noch ein anderes Problem zukommen. Wenn Renault seine Kaufoption nicht wahrnimmt, muss Lotus zurück zu Mercedes. Sollte Lotus alle Rechnungen begleichen, kann sich Mercedes nur schwer aus dem Vertrag winden. Dann muss Brixworth Motoren für 10 Autos bauen.

Drittes Auto einzige Chance für Wehrlein?

Im Rahmen des DTM-Finales wurde das Thema Formel 1-Aufstieg von Wehrlein ebenfalls heiß diskutiert. Wolff brachte noch eine andere Variante ins Spiel: "Wir werden ein paar Gespräche führen. Es hängt auch vom Reglement ab, ob es vielleicht 3 Autos gibt. Dann könnte er den anderen Piloten mal richtig einheizen."

Wehrlein muss also darauf hoffen, dass die beiden Red Bull-Teams aufgeben und eine Aufstockung der Top-Teams um ein zusätzliches Auto beschlossen wird. Dann könnte Wehrlein vielleicht sogar direkt in den Werks-Silberpfeil einsteigen. Zu viel wollte Wolff allerdings nicht versprechen: "Die Chancen für einen Aufstieg liegen momentan bei 50 Prozent."

In unserer Galerie haben wir einige Höhepunkte aus der kurzen aber erfolgreichen Karriere von Pascal Wehrlein zusammengestellt.

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