F1 Aerodynamik 2010 xpb
F1 Aerodynamik 2010
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F1 Aerodynamik 2010
F1 Aerodynamik 2010 30 Bilder

Formel 1-Aerodynamik 2010

Die Tricks der Formel 1-Designer

Welche Geheimnisse birgt die Motorhaube bei McLaren? Warum setzt Ferrari auf einen Tripledecker-Diffusor? Und warum hat Sauber ein Loch im Heckflügel? In unserer Aerodynamik-Analyse zeigen wir die interessantesten Tricks der F1-Designer.

Sebastian Vettel hat die Formel 1-Autos der Generation 2010 am Rande der Testfahrten als "Kunstwerke" bezeichnet. Und wenn man sich einmal die Ideen der Designer aus der Nähe anschaut, ist es nur schwer zu einer anderen Einschätzung zu kommen. Die kreativen Köpfe in den Teams haben in den vergangenen Monaten wieder einmal ganze Arbeit geleistet und sind wieder einmal auf viele interessante Detail-Lösungen gekommen.

"Als ich vor ein paar Monaten in den Windkanal kam, habe ich dort Dinge gesehen, die ich vorher noch nie bei einem Formel 1-Auto beobachtet habe. Ich glaube, unsere Jungs waren sehr kreativ", berichtet McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh vom aufwändigen Entwicklungsprozess. Die Arbeit scheint sich gelohnt zu haben: Kaum ein Auto hat sich vom einen zum anderen Jahr so stark verändert, wie der Dienstwagen von Lewis Hamilton und Jenson Button.

Luftfluss durch die McLaren-Haube

Dabei hat der McLaren noch lange nicht alle Aerodynamik-Geheimnisse preisgegeben. Vor allem die Motorhaube mit der langen Finne an der Airbox gibt Raum für Spekulationen aller Art. Was genau unter der Karbonhülle passiert ist noch nicht ganz klar. Sicher ist nur, dass die Luft, die durch das Loch über dem Helm des Piloten einströmt, nicht komplett Richtung Motor abzweigt. Aus der Nähe betrachtet werden mehrere Kanäle sichtbar, die teilweise Luft in Richtung Heck transportieren.

Technikexperten im Fahrerlager zerbrechen sich gleichermaßen den Kopf über den Sinn der außergewöhnlichen Luftführung wie die Formel 1-Fans in den einschlägigen Internetforen. Manche vermuten, dass die Luft direkt in den Heckflügel geleitet und durch winzige Löcher wieder austritt. Damit könnte in der Theorie die Strömung am Flügel verbessert werden. Andere glauben wiederum, dass seitliche Schlitze am silbernen Segel die Luft freilassen und diese den unteren Flügel gezielt anströmt.

Wie funktioniert das Aero-Konzept?

Was genau dadurch bezweckt wird, ist noch nicht geklärt. Sauber-Technikchef Willy Rampf kann sich "eine gezielt provozierte Querströmung" vorstellen, um den regulären Luftfluss zu stören. Ziel dabei soll es sein, einen Strömungsabriss bei Top-Speed zu provozieren, durch den der Abtrieb sinkt. Es wird sogar spekuliert, dass sich unter der Haube Klappen oder Ventile befinden, die sich erst ab bestimmten Geschwindigkeiten öffnen.

"Ist das, was McLaren da macht legal?", fragt selbst Red Bull Teamchef Christian Horner nach einem ersten Blick auf den neuen MP4-25. Andere glauben, dass die Luft durch die Motorhaube so perfekt Richtung Heckflügel kanalisiert wird, dass sich dessen Effizienz verbessert. Man könnte dann flachere Flügel (weniger Luftwiderstand) bei gleichem Abtrieb fahren.

Sauber und Renault: Neue Ideen im Heckflügeldesign

Auch die Konkurrenz hat in Sachen Heckflügel einige interessante Lösungen zu bieten. Bei Renault wird der Flügel an einer einzigen massiven Strebe gehalten, die in ein einzigartiges Wellenprofil übergeht. Ob die außergewöhnliche Form Vorteile gegenüber der konventionellen Variante bringt, wird man daran sehen, ob die Konkurrenz das Design übernimmt.

Auch die Sauber-Designer waren kreativ und haben eine eigene Lösung weiterentwickelt, die schon im Vorjahr getestet wurde. Durch einen Schlitz im Hauptblatt wird die Strömung so geschickt durch den Flügel gepresst, dass die expandierende Luft wie bei einem Diffusor hinter dem Flügelblatt nach oben abgesaugt wird und dadurch zusätzlichen Abtrieb produziert.

Was sich die Designer noch alles an Tricks ausgedacht haben, zeigen wir Ihnen in unserer großen Fotoshow zum Thema Formel 1-Aerodynamik 2010.

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