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Mercedes - F1-Test - Barcelona - 2020
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Ferrari - F1-Test - Barcelona - 2020
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Neustart-Termine nach Corona-Pause

Wann gibt es wieder Action?

Viele Rennserien planen bereits den Neustart nach der Corona-Pause. Von Formel 1 bis DTM – wir sagen Ihnen, wann und wo es mit der Motorsport-Action wieder losgeht.

Rund zwei Monate drehte sich in der Rennsportwelt kein Rad. Doch nach der Corona-Pause beginnt nun in vielen Ländern langsam wieder das normale Leben. Die Fußball-Bundesliga hat den Betrieb bereits wieder aufgenommen. Die erste große Rennserie, die den Neustart gewagt hat, ist die NASCAR-Meisterschaft in den USA. In den nächsten Wochen geht es Schlag auf Schlag. In der Übersicht verraten wir Ihnen, wann die einzelnen Serien wieder an den Start gehen.

Formel 1:

Der Termin für den Neustart steht fest: Am 5. Juli meldet sich die Königsklasse mit dem Großen Preis von Österreich zurück – sofern die Regierung das vorgelegte Gesundheitskonzept abnickt. Und weil es so schön ist, soll es in Spielberg am 12. Juli gleich noch Rennen Nummer zwei als Nachschlag hinterhergeben. Eigentlich sollte es dann Ende Juli mit zwei Rennen in Silverstone weitergehen. Doch weil die britischen Behörden offenbar keine Ausnahme bei den Quarantäne-Regeln machen wollen, sieht es aktuell so aus, als dürfe sich Hockenheim Hoffnung machen, als Ersatz einzuspringen.

Formel 2 / Formel 3:

Noch gibt es keine offizielle Bestätigung, aber nach aktuellen Planungen sollen die Formel-1-Rahmenrennen zumindest bei den frühen Grand-Prix-Wochenenden in Europa ebenfalls mit an den Start gehen. Damit würden die Formel 2 und die Formel 3 ebenfalls in Spielberg ihre ersten Runden des Jahres drehen. Und wie erwähnt kann sich Mick Schumacher berechtigte Hoffnungen machen, dass es schon kurz danach ein Heimspiel im Motodrom gibt.

Formel E - Berlin - 2019
Formel E
Die Formel E ist mehr als andere Serien von der Corona-Krise betroffen.

Formel E:

Während viele andere Serien schon fixe Comeback-Termine genannt haben, ist ein Ende der Corona-Pause in der Formel E noch nicht abzusehen. Dass die Rennen auf Stadtkursen mitten in großen Metropolen ausgetragen werden, verstößt vielerorts gegen die Hygiene-Regelungen. Teams und Fahrer lassen sich kaum von der Öffentlichkeit isolieren. Aktuell wird sogar diskutiert, ob man nicht ein paar Rennen auf permanenten Strecken austragen soll. Wenn das nicht funktioniert, droht das vorzeitige Saisonende. Eigentlich sollte das Formel-E-Jahr Ende Juli in London abgeschlossen werden.

WRC:

Die Rallye-Szene kämpft ebenfalls mit dem Problem, dass die Piloten auf öffentlichen Straßen unterwegs sind und die Einhaltung von Hygiene-Richtlinien nur schwer zu praktizieren ist. Schon jetzt ist klar, dass es mit der WRC deutlich später wieder losgeht als in anderen Serien. Der frühestmögliche Termin ist aktuell die Rallye Finnland am zweiten August-Wochenende. Noch ist nicht sicher, dass die Behörden die Veranstaltung genehmigen. Wegen des großen Aufwands bei der Planung und dem Abstecken der Pisten hoffen die Veranstalter auf eine frühzeitige Entscheidung.

DTM - Audi - 2019
DTM
Bei Testfahrten auf dem Nürburgring übt die DTM die Durchführung der neuen Hygiene-Maßnahmen.

DTM:

Mit einem komplett umgebauten Kalender sahen sich die DTM-Organisatoren schon auf der sicheren Seite. Doch wegen des Verbots von Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August fällt der geplante Neustart am 10. bis 12. Juli auf dem Norisring wohl aus. Hier bietet sich die gleiche Stadtkurs-Problematik wie in der Formel E. Stattdessen soll die Saison nun mit Geisterrennen auf permanenten Rennstrecken beginnen. Ein genauer Kalender soll in Kürze veröffentlicht werden. Um das besondere Procedere an der Strecke zu üben, wird es vom 8. bis 11. Juni schon einmal erste Testfahrten auf dem Nürburgring geben.

WEC:

In der Langstrecken-WM soll der Rennbetrieb am 15. August mit dem 6h-Rennen in Spa-Francorchamps wieder aufgenommen werden. Der Saisonhöhepunkt, die 24h Stunden von Le Mans, stehen am 19./20. September auf dem Fahrplan. Noch wurde nicht offiziell bestätigt, dass der Klassiker zum Geisterrennen wird. Bei den aktuellen Bedingungen bleibt den Veranstaltern aber wohl keine andere Wahl.

Nürburgring Langstrecken-Serie:

Auf der Nordschleife soll es am 27. Juni mit dem ersten NLS-Rennen des Jahres losgehen. Normalerweise teilen sich mehrere Teams eine Garage in der Boxengasse. Das geht in Corona-Zeiten natürlich nicht. Stattdessen wird jedem Team ein separater Bereich im 58.000 Quadratmeter großen Fahrerlager zugewiesen, in dem Arbeiten an den Rennfahrzeugen vorgenommen werden können. Um das Risiko von Ansteckungen zu reduzieren, soll zudem die Anzahl der Teammitglieder an der Strecke begrenzt werden. Das traditionsreiche 24h-Rennen am Nürburgring wurde übrigens auf den 26./27. September verschoben.

Nascar - Darlington - 2020
NASCAR
In der US-amerikanischen NASCAR-Serie geht es schon wieder weiter mit der Renn-Action.

IndyCar:

In Amerika ist man zwar noch nicht weiter als in Europa, was den Verlauf der Pandemie angeht, aber offenbar ist der Wille größer, möglichst schnell wieder zum normalen Leben zurückzukehren. Die IndyCar-Serie hat sich fest vorgenommen, schon am 6. Juni ihr Comeback auf dem Texas Motor Speedway zu feiern. Da es sich um eine Oval-Strecke handelt, lassen sich die Hygiene-Maßnahmen hier leichter einhalten. Der Rennzirkus ist gut von der Öffentlichkeit abgeschottet.

NASCAR:

In der NASCAR-Serie ist man sogar schon einen Schritt weiter als bei den IndyCars. Hier wurde am Sonntag, den 17. Mai, das erste Rennen nach der Pause auf der Oval-Strecke in Darlington durchgeführt. Die Autos wurden ohne eine einzige Trainingsrunde direkt ins Rennen geschickt. Die Startreihenfolge wurde ausgelost. Am Mittwoch (20. Mai) folgte direkt Rennen Nummer zwei. Die US-Meisterschaft schlägt beim Neustart ein hohes Tempo vor. In der Woche nach den beiden Rennen in Darlington (South Carolina) geht es direkt mit zwei Rennen in Charlotte (North Carolina) weiter.

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