F1-Entwicklung

Auslaufmodell 2008

Foto: Toyota F1 13 Bilder

Die aktuelle Formel 1-Saison ist noch nicht einmal bei der Halbzeit angekommen, da verlagern einige Teams ihren Fokus bereits auf 2009.

Honda-Teamchef Ross Brawn kündigte bereits vor einigen Wochen an, den Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit auf das Auto des kommenden Jahres zu setzen. Probleme beim Fahrwerk und daraus resultierende Defizite beim mechanischen Grip wurden zurückgestellt. Die Piloten müssen die Saison also weitgehend mit dem aktuellen Material zu Ende fahren.

Neue Chance 2009

Die Vielzahl der Reglementsänderungen - vom Hybrid-Antrieb bis zur Aero-Revolution - sorgen dafür, dass den Ingenieuren in nächster Zukunft nicht langweilig wird. "Für einen Rennstall wie Honda ist so ein Einschnitt, bei dem alle bei Null beginnen müssen, eine goldene Chance", sagt Brawn.

Auch bei Renault will man nicht mehr allzu lange warten, bis die Arbeit am Auslaufmodell des Jahres 2008 eingestellt wird. Nach den nächsten zwei Rennen will man entscheiden, ob man bis zum Saisonende noch einmal angreifen will, oder ob die Saison abgeschrieben wird. "Nach dem Silverstone Grand Prix müssen wir darüber reden. Früher oder später muss eine Entscheidung fallen", sagte der Ex-Weltmeister gegenüber der BBC.

Leichte Budget-Unterschiede

Vor allem der Hybrid-Antrieb stellt die Teams für die kommende Saison vor neue Herausforderungen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede bei der Herangehensweise. Während Williams momentan nur sechs Ingenieure für das Projekt abstellt und mit Investitionen von zwei Millionen Euro kalkuliert, plant McLaren-Chef Ron Dennis 55 Millionen für die Entwicklung eines Kinetic Energy Recovery Systems (KERS) ein.

Dazu Frank Williams: "Wozu in Gottes Namen braucht er so viel Geld?" In diesen Zusammenhang passt auch die Aussage von Norbert Haug. Auf die Frage nach der Verlagerung von aktuellen Ressourcen für die Entwicklung 2009, sagte der Mercedes-Sportchef: "Bei uns wird nichts verlagert. Wir geben 100 Prozent für die aktuelle Saison und 100 Prozent für die kommende."

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