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Sebastian Vettel - GP USA 2007
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Wer fährt wo 2018?

„Italiener wissen mehr als ich“

Italienische Medien hatten diese Woche berichtet, dass Sebastian Vettel bereits einen Vorvertrag bei Mercedes unterschrieb. Vettel weiß davon nichts. Fernando Alonso warnt McLaren, dass er sich 2018 neu orientieren könnte.

Das hat Ferrari von seinem Maulkorb. Wenn es keine Geschichten gibt, werden Geschichten konstruiert. Ein italienisches Blatt berichtete vergangene Woche, dass Sebastian Vettel für 2018 bereits einen Vorvertrag mit Mercedes abgeschlossen hat. In England wurde weiter Öl ins Feuer gegossen. Vettel verstehe sich nicht mit Ferrari-Präsident Sergio Marchionne, mutmaßte der Untergrund und gab damit gleich auch die Erklärung für den Flirt zwischen Vettel und Mercedes.

Vettel zeigte sich überrascht: „Da wissen die Italiener mehr als ich. Wir haben im Team vereinbart, dass wir uns voll auf diese Weltmeisterschaft konzentrieren, bevor wir an die Zukunft denken.“ Vettel erfüllt sich mit Ferrari gerade seinen Kindheitstraum. Der vierfache Weltmeister ging 2015 zu Ferrari, weil er dort die Geschichte von Michael Schumacher fortschreiben wollte. Im dritten Jahr ist nun endlich der Moment gekommen, in dem es möglich scheint, das große Ziel zu erreichen. Da wäre ein heißer Vertragspoker eher kontraproduktiv. Dazu ist später auch noch Zeit, wenn beide Parteien besser abschätzen können, wo die Reise hingeht.

Auch Vettels Ex-Kollege Daniel Ricciardo kann sich einen Platztausch nicht vorstellen. „Seb hat die ersten vier Rennen als Erster oder als Zweiter beendet. Da willst du doch nicht weg. Auch wenn er in der komfortablen Lage ist, dass sein Vertrag ausläuft. Wir wissen, wie wichtig für Seb die Umgebung und die Stimmung im Team ist. Wenn bei ihm alles passt, dann ist er extra schnell. Das ist bei ihm offenbar gerade der Fall. So wie zu der Zeit, als er mit Red Bull vier Mal Weltmeister geworden ist.“

Formel 1 hat für Alonso Priorität

Fernando Alonso hatte schon vor Saison den Zeitpunkt festgelegt, wann er über seine Zukunft entscheiden will. „Ich werde in der Sommerpause darüber nachdenken und danach meine Entscheidung treffen.“ Auf die Frage, ob auch eine Rückkehr zu Ferrari möglich wäre, weicht Alonso aus. Der Spanier sagt nur: „Ich bin für alles offen.“ Sebastian Vettel sitzt neben Alonso und antwortet auf die Frage zu Alonso als möglichem Teamkollegen: „Ich unterschreibe nur meine eigenen Verträge, nicht die meiner Teamkollegen.“

Dann setzt Alonso wieder seine Giftpfeile: „Die neuen Autos gefallen mir. Die Formel 1 ist wieder zurück. Deshalb liegt meine Priorität für 2018 auch auf der Formel 1. Ich will im nächsten Jahr wieder Rennen und die Weltmeisterschaft gewinnen können. Mein Vertrag mit McLaren läuft aus. Ich bin happy mit dem Team, aber wir gewinnen nicht. Wenn ich im September irgendeine Chance sehe, dass sich das 2018 ändern könnte, dann bin ich gerne bereit zu bleiben.“ Das ist ein klarer Auftrag an McLaren-Honda. Man könnte ihn so übersetzen: Bringt Auto und Motor in Ordnung, oder ich bin weg.

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