Mercedes - F1-Team - 2018 Mercedes

Finanzrahmen für 2021 steht fest

F1-Budgetdeckel bei 175 Mio. Dollar

Die Formel 1 hat für 2021 einen großen Neuanfang geplant. Am Ende wird es aber nur eine Mini-Reform. Bei der Diskussion um den Budget-Deckel haben sich die großen Teams durchgesetzt. Er wird zwischen 2021 und 2025 bei 175 Millionen US-Dollar liegen.

Die Teams können endlich planen. Das Reglement für 2021 liegt auf dem Tisch. Die FIA hat ihr Regelwerk für die Technik, den Sport und die Finanzen auf insgesamt 240 Seiten an die Teams geschickt.

Der Finanzplan kam erst am Dienstag dieser Woche mit separater Post. Er war von den Teams mit großer Spannung erwartet worden. Weil in dem Papier steht, mit wie viel Geld die Teams ab 2021 auskommen müssen. Die Diskussionen darüber hatten sich über 14 Monate erstreckt.

In ihren kühnsten Plänen hatten FIA und das Formel-1-Management von einem Budgetdeckel von 130 Millionen Dollar geträumt. Die Teams sollten sich in zwei Stufen darauf hin sparen.

Doch am Ende haben sich die großen Teams durchgesetzt. Sie wollten sich von ihren Privilegien nicht trennen. Jetzt steht der Budgetdeckel bei 175 Millionen Dollar. Er gilt von 2021 bis 2025. Ab dem dritten Jahr kommt ein Inflationszuschlag dazu.

Wolff, Binotto & Horner - GP Monaco 2019
Wilhelm
Die Top-Teams haben sich durchgesetzt. Die Ausgaben-Reduzierung fällt moderat aus.

Aus 175 werden schnell 250 Millionen Dollar

Nicht zum Budget zählen die Fahrergehälter, die Motor-Kosten, die Reisespesen und das Marketing. „Wenn wir das dazu zählen, sind wir schnell wieder bei 250 Millionen“, klagt der Chef eines kleineren Teams. Ein anderer wirft ein: „Die Top-Teams werden sich von 200 bis 300 Leuten trennen müssen. Das ist schon ein Einschnitt für sie.“

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hält die Grenze für machbar, möglicherweise sogar ohne Personalabbau. „Wir könnten einen Teil unserer Leute für externe Projekte einspannen. Zum Beispiel unseren Windkanal, den wir bereits an Kunden vermieten. Dieses Geschäft ließe sich ausbauen.“

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul ist enttäuscht: „Das ist kein echter Neubeginn. Der Plan war, dass alle Teams profitabel sein sollen. Die Rechnung geht für die Privatteams nicht auf.“ Ein kleines Team kann in Zukunft vielleicht 100 Millionen Dollar aus dem Liberty-Topf erwarten. Es müsste dann Sponsoren für 150 Millionen finden, um Gewinne zu erwirtschaften. „Das werden viele nicht schaffen“, fürchtet Abiteboul. Renault zählt als Werksteam nicht dazu. „Wir liegen alle Ausnahmen mit eingerechnet rund 30 Millionen unter der Grenze und können sogar aufstocken.“

Cyril Abiteboul - Formel 1 - 2019
Motorsport Images
Renault-Teamchef Cyril Abiteboul ist enttäuscht. Obwohl das französische Werksteam über das viertgrößte Budget verfügt, kann das Team sogar noch mehr ausgeben. Dabei wollte man eigentlich sparen.

Drastische Strafen für Betrüger

Überwacht werden die Budgets von Wirtschaftsprüfern, die sich die Teams selbst aussuchen können. Die FIA muss die vorgeschlagenen Firmen allerdings genehmigen. Zugelassen werden nur Unternehmen mit einem gewissen Bekanntheitsgrad.

Schon in diesem Jahr wird geübt. In den nächsten Monaten werden die Buchprüfer eine Bestandsaufnahme über den aktuellen Stand an die FIA liefern. Die will dann prüfen, in wie weit diese Daten die tatsächlichen Ausgaben wiederspiegeln und ob sie ausreichen, das Budget lückenlos zu ermitteln.

Wer betrügt, riskiert viel. Die Strafen staffeln sich je nach Schwere des Vergehens. Der Teamchef kann dabei seine Lizenz verlieren. Er dürfte dann nicht mehr in einer von der FIA organisierten Serie arbeiten. Dem Team werden WM-Punkte und damit Geld gestrichen. Die Strafe soll nicht rückwirkend, sondern in der laufenden Saison angewandt werden. So will man verhindern, dass alte WM-Stände umgeschrieben werden müssen.

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Audi - F1 2021 - Concept - Sean Bull Design
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