Daniel Ricciardo - GP Eifel - Nürburgring 2020 xpb
Valtteri Bottas - Mercedes - GP Eifel 2020 - Nürburgring
Max Verstappen - Red Bull - GP Eifel 2020 - Nürburgring
Alexander Albon - Red Bull - GP Eifel 2020 - Nürburgring
Daniel Ricciardo - Renault - GP Eifel 2020 - Nürburgring 16 Bilder

F1 Power-Ranking GP Eifel

Renault verteidigt dritten Platz

Nach elf Rennen kommt langsam Ordnung in die Formel 1. Auch in das Mittelfeld, in dem es lange Schwankungen gab. Jetzt hat sich Renault vom Speed her auf dem dritten Podestplatz festgesetzt. Racing Point und McLaren müssen nachlegen.

Red Bull kommt Mercedes in kleinen Schritten näher. Der Herausforderer schiebt fast jedes Rennen Entwicklungsstufen hinterher. Mercedes hat die Saison abgehakt. Da läuft der Windkanal schon exklusiv für 2021. Der Titelverteidiger zehrt von seinem Vorsprung, der diesmal im Rennen wieder größer ausfiel als im Qualifying. Auf eine Runde fehlten Max Verstappen keine drei Zehntel auf die Pole Position.

Dahinter bleibt es spannend. Nur noch sechs Punkte trennen Racing Point, McLaren und Renault im Kampf um den dritten Platz. Renault liegt in der Konstrukteurs-WM zwar noch am Ende dieses Trios, doch die Formkurve zeigt bei dem französischen Nationalrennstall weiter bergauf.

Der Renault R.S.20 war in den letzten fünf Rennen im Schnitt das beste Auto im Mittelfeld. Wenn er nur etwas zuverlässiger wäre. Schon wieder kam nur ein Auto ins Ziel. Esteban Ocon fiel zum dritten Mal mit einem Defekt aus. Das ist zu viel, wenn man Dritter werden will.

Auch McLaren brachte nur ein Auto ins Ziel. Da lag die Schuld bei Renault, was dem Motorenpartner ein bisschen peinlich ist, weil so der Verdacht entstehen könnte, man bremse den Mitkonkurrenten absichtlich aus.

Bei Racing Point sind eher die Fahrer das Problem. Sergio Perez fiel zwei Rennen wegen Corona aus, Lance Stroll am Nürburgring wegen einer Darmgrippe. Zum Glück hat das Team mit Nico Hülkenberg einen Ausputzer, der Punkte einfährt. Trotzdem stören die Fahrerwechsel den Ablauf. Bei optimaler Vorbereitung würde Hülkenberg sicher noch mehr Punkte einfahren.

Charles Leclerc - Nürburgring - Eifel Grand Prix - 2020
xpb
Bei Ferrari geht es nur in kleinen Schritten vorwärts.

Ferraris mühsamer Weg aus der Krise

Auch im Verfolgerfeld treffen drei Teams mit unterschiedlichen Strategien aufeinander. Racing Point hat die Entwicklung am aktuellen Auto Anfang September eingestellt. Renault verbessert nur noch im Detail. McLaren taucht jedes Rennen mit neuen Teilen auf. In Russland die neue Nase und der Frontflügel, am Nürburgring die Leitbleche und der Unterboden vor den Seitenkästen.

Racing Point-Technikchef Andrew Green glaubt, dass dieser Dreikampf darüber entschieden wird, wer am häufigsten das optimale Setup für die jeweilige Strecke findet und wer die besten Fahrer hat. "Da hat Renault mit Ricciardo einen Trumpf in der Hand."

Alpha Tauri robbte sich im Duell um Platz sechs wieder um zwei Punkte an Ferrari heran. Trotzdem stufen wir Ferrari in unserem Power Ranking höher ein. Die jüngsten Upgrades zeigen langsam Wirkung. Charles Leclerc qualifizierte sich für die zweite Startreihe.

Ferrari ist aber mit der Fahrzeugabstimmung nicht sattelfest. Wie in Mugello erkaufte man sich den guten Startplatz mit einem Setup, das zu hart mit den Reifen umsprang. Leclerc bezahlte im Rennen. Alpha Tauri machte es umgekehrt. Doch vom reinen Speed her hat Ferrari aufgeholt. Sie müssen nur noch einen Weg finden, das Auto am Samstag und Sonntag schnell zu machen.

Power Ranking GP Eifel

Hier ist unser Power Ranking im Schnellüberblick. Den detaillierten Formcheck aller zehn Teams finden Sie wie immer in der Galerie.

  1. Mercedes (1)
  2. Red Bull (2)
  3. Renault (3)
  4. Racing Point (4)
  5. McLaren (5)
  6. Ferrari (7)
  7. Alpha Tauri (6)
  8. Haas (8)
  9. Alfa Romeo (9)
  10. Williams (10)

*in Klammern Position nach dem Sotschi-Rennen

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