Charles Leclerc - Ferrari - GP Spanien 2020 - Barcelona Motorsport Images
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Spanien 2020 - Barcelona
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - Qualifying - Samstag - 15. August 2020
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 14. August 2020
Red Bull - Mercedes - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - Qualifying - Samstag - 15. August 2020 16 Bilder

Formcheck GP Spanien 2020: Ineffizienter Abtrieb killt Ferrari

Formcheck GP Spanien 2020 Ineffizienter Abtrieb killt Ferrari

Mercedes hat sich für die Niederlage von Silverstone revanchiert und ist wieder Platzhirsch im Revier. Ferrari verliert seinen dritten Platz an Racing Point und McLaren. Rennstrecken, die effizienten Abtrieb verlangen, sind Gift für den Ferrari.

So ist das meistens seit 2014. Mercedes kassiert eine Niederlage und schlägt danach umso grausamer zurück. Der GP Spanien war wieder voll in der Hand der Silberpfeile. Sieben Zehntel Vorsprung im Training, 24 Sekunden im Rennen. Macht einen Vorteil von 0,15 Sekunden pro Kilometer. Trotz Hitze, trotz schneller Kurven. Die härtesten Gummimischungen von Pirelli und zivilere Reifendrücke haben sicher geholfen, doch Mercedes hat auch die Fehler von Silverstone abgestellt. Die Autos wurden gnadenlos auf maximalen Anpressdruck getrimmt und perfekt ausbalanciert.

Am Ende fuhr Mercedes nicht nur schnellere Rundenzeiten als Red Bull, sondern schonte auch noch seine Reifen besser. Red Bull wurde ziemlich unsanft daran erinnert, dass die Silberpfeile nur dann zu schlagen sind, wenn fünf Unglücke auf einmal eintreffen. Und das war in Barcelona nicht der Fall. Da war Abtrieb kein Reifenkiller, sondern die beste Lebensversicherung. Red Bull macht seinen RB16 zwar von Rennen zu Rennen fahrbarer, doch dem Paket des Herausforderers fehlt es schlicht an Speed. Und den Rückstand holt man nicht über Nacht auf.

Carlos Sainz - McLaren - Sergio Perez - Racing Point - GP Spanien 2020 - Barcelona
Wilhelm
McLaren und Racing Point rücken in unserem Formcheck auf.

McLaren schlägt Renault

Im Verfolgerfeld lässt sich das Resultat viel weniger vorhersagen wie an der Spitze. Das Bild ändert sich von Strecke zu Strecke, manchmal sogar von Tag zu Tag. Diesmal war Racing Point der King. Keine große Überraschung, wenn das Vorbild des Autos schon so stark ist. Ferrari dagegen rutschte auf den fünften Platz ab. Eine Strecke, die wie der Circuit de Catalunya effizienten Abtrieb verlangt, ist gut für Racing Point und schlecht für Ferrari. Ähnliches lässt sich auch zu McLaren und Renault sagen. McLaren zog an Ferrari vorbei, Renault fiel ans Ende der Schlange zurück.

Die gelbschwarzen Autos steckten sogar von Alpha Tauri Prügel ein. Sie liegen nur deshalb vor Red Bulls B-Team, weil der Gesamteindruck der ersten sechs Rennen noch ein bisschen mehr für Renault spricht. Zwischen Haas, Alfa Romeo und Williams findet dagegen ein Rennen im Rennen statt. Am Freitag sah es noch so aus, als könnte Haas auf seiner Paradestrecke den Absprung ins Mittelfeld schaffen. Doch ab Samstag passte nicht mehr viel für das US-Team. Alfa Romeo lag mit einem Auto an der Spitze in dieser Gruppe. Mit Blick auf das Gesamtbild hat der Haas VF-20 mehr Potenzial als sein Rivale aus der Schweiz. Williams erlebte in Barcelona einen kleinen Rückschlag.

Power Ranking GP Spanien

Hier ist unser Power Ranking im Schnellüberblick. Den detaillierten Formcheck aller zehn Teams finden Sie wie immer in der Galerie.

  1. Mercedes (1)
  2. Red Bull (2)
  3. Racing Point (4)
  4. McLaren (6)
  5. Ferrari (3)
  6. Renault (5)
  7. Alpha Tauri (7)
  8. Alfa Romeo (9)
  9. Haas (8)
  10. Williams (10)*

* in Klammer Position nach GP Silverstone 2.

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