GP Aserbaidschan bleibt im F1-Kalender

Vertrag bis 2020 wird erfüllt

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2018 Foto: Wilhelm 72 Bilder

Der Geschäftsführer des GP Aserbaidschan, Arif Rahimov, dementiert Gerüchte, dass das Rennen aus dem Kalender fliegt. Man habe mit dem F1-Management einen Vertrag bis 2020. Er kann nur im beiderseitigen Einverständnis gekündigt werden.

Nach dem GP Aserbaidschan waren Gerüchte aufgetaucht, dass die dritte Ausgabe des Grand Prix in Baku auch gleichzeitig die letzte gewesen sein könnte. Arif Rahimov, Geschäftsführer des Baku Grand Prix, räumte mit den Spekulationen auf: „Wir haben einen Vertrag bis einschließlich 2020. Der kann nur im beiderseitigen Einverständnis gekündigt werden. Wir haben nicht die Absicht, dies zu tun. Und von Liberty erkenne ich keine Anzeichen, dass sie unseren Grand Prix nicht mehr wollen.“

30 Prozent mehr Zuschauer

Die Zweifel an der Zukunft des GP Aserbaidschan waren aufgekommen, nachdem Liberty Media-Präsident Greg Maffei vor der Saison einige abfällige Bemerkungen über das Rennen am Kaspischen Meer gemacht hatte. Rahimov dementiert: „Ich glaube, Liberty war sehr zufrieden mit unserem Rennen.“ Der Rennchef erwartet noch im nächsten Monat den ersten Entwurf des 2019er Kalenders. „Da werden wir draufstehen, und dann werden auch die Gerüchte verstummen.“

Impressionen - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2018 Foto: sutton-images.com
Der Kurs in Baku ist das schnellste Stadtrennen der Welt.

Ein Kritikpunkt an dem Stadtrennen war der dürftige Zuschauerzuspruch. Rahimov widerspricht: „Wir haben jedes Jahr mehr Zuschauer. Die Steigerungsrate liegt bei 30 Prozent. In diesem Jahr kamen an drei Tagen 90.000 Besucher.“

Der Mann aus Baku gibt aber zu, dass man in seiner Tribünenkapazität eingeschränkt ist. Was seinen Grund hat: „Wir wollen die Zuschauer rund um das Formel 1-Dorf platzieren, damit die Leute dort Fanartikel kaufen und an Autogrammstunden teilnehmen können. Wenn wir weit entfernt eine Tribüne aufbauen, sind die Zuschauer dort festgenagelt.“

GP Aserbaidschan wieder im Sommer?

Laut Rahimov kamen in diesem Jahr 7.000 Besucher aus dem Ausland nach Baku. Zusammen mit den 2.500 Menschen des Formel 1-Zirkus waren alle Hotels ausgebucht. „Wir bringen nicht mehr Menschen in die Stadt und mussten schon andere Übernachtungsmöglichkeiten wie Air BnB nutzen.“

Eine Bitte hat Rahimov noch. Er wünscht sich ein anderes Datum für den Grand Prix: „Wir würden lieber wieder vom April in den Juni oder Juli zurück.“ Vielleicht ergibt sich ja 2019 eine Gelegenheit, denkt Rahimov laut nach. Wenn Deutschland seinen Grand Prix verliert, wäre im Sommer eine Lücke im Kalender.

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