Lewis Hamilton - Mercedes - GP Belgien 2019 - Spa-Francorchamps Motorsport Images
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Freitag - 30.08.2019
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Freitag - 30.08.2019
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Freitag - 30.08.2019
Ferrari - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Freitag - 30.08.2019 93 Bilder

GP Belgien 2019 - Ergebnis 3. Training

Ferrari vorn, Unfall von Hamilton

Charles Leclerc hat in Belgien alles im Griff. Der Monegasse sicherte sich vor Teamkollege Sebastian Vettel die nächste Trainingsbestzeit. Lewis Hamilton verunfallte und muss um seine Teilnahme an der Qualifikation zittern.

Die Schlagzeilen im dritten Freien Training gehörten Lewis Hamilton. Der WM-Führende leistete sich nach einer halben Stunde auf seiner fünften Runde einen seiner seltenen Fahrfehler und zerstörte damit seinen Mercedes W10. Der Unfall passierte in Kurve 12. Das ist die Rechtkurve nach der ultraschnellen Pouhon – genannt Les Fagnes.

Hamilton bremste dort seinen Mercedes mit der linken Fahrzeugseite auf dem Randstein ab. Daraufhin brach das Auto mit der Startnummer 44 aus. Der Rettungsversuch scheiterte. Der Mercedes schlingerte durch die asphaltierte Auslaufzone und landete vorwärts im Reifenstapel.

Der Fahrzeugvorderbau ist schrott, der Unfallpilot wohlauf. Hamilton kletterte eigenständig aus seinem Auto, musste nicht ins Medical Center und berichtete direkt an seine Ingenieure. Die Mercedes-Mechaniker können die Mittagspause abschreiben. Jetzt beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Bis zur Qualifikation bleiben nur zwei Stunden, um den Silberpfeil wiederherzurichten. „Ich bin optimistisch, dass wir es schaffen“, sagt Teamchef Toto Wolff. „Das einzige Fragezeichen steht hinter dem Chassis. Wir prüfen, ob es beschädigt ist.“

Leclerc überlegen

Die Rennleitung unterbrach das Training nach Hamiltons Abflug für etwa eine Viertelstunde. Erst in den letzten 12 Minuten durfte das restliche Feld wieder rausfahren. Ferrari bestätigte seine starke Form auf eine Runde. Charles Leclerc verfehlte zwar seine Freitagszeit, sicherte sich aber dennoch die Spitzenposition. Der Monegasse war im ersten und dritten Sektor eine Macht. Nur den zweiten Streckenabschnitt, indem die meisten Kurven liegen, musste der 21-Jährige an Valtteri Bottas im Mercedes abtreten.

Sebastian Vettel büßte viereinhalb Zehntelsekunden auf den Teamkollegen ein. Dem Heppenheimer glückte keine fehlerfreie Runde in den letzten Trainingsminuten. Ein Verbremser in La Source kostete wertvolle Rundenzeit. Im Qualifying dürfte es auf einen Zweikampf der beiden Ferrari-Fahrer hinauslaufen. Leclerc ist der Favorit.

Mercedes beklagt den Unfall seines Starpiloten, verzeichnet aber auch Fortschritte. Bottas arbeitete sich bis auf eine halbe Sekunde an Spitzenreiter Leclerc heran. Das Weltmeister-Team hofft auf das Rennen. In den Longruns am Freitag war man schneller als Ferrari, das mit einem stärkeren Reifenabbau zu kämpfen hatte.

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Freitag - 30.8.2019
xpb
Sebastian Vettel muss sich in Spa strecken, um dem Teamkollegen zu folgen.

Verstappen klagt über Red Bull

Red Bull war in der letzten Übungseinheit vor der Qualifikation nicht einmal die dritte Kraft. Max Verstappen beschwerte sich über das Fahrverhalten seines RB15. „Es ist so leicht, das kurveninnere Rad zum Blockieren zu bringen“, fluchte der Niederländer. Der zweifache Saisonsieger belegte die fünfte Position. Der Rückstand auf die Spitze betrug über 1,1 Sekunden.

Verstappens Neu-Teamkollege Alexander Albon wurde Letzter. Es ist bislang nicht bekannt, ob es an seinem Auto ein Problem gab. Oder ob sich Albon ausschließlich der Rennvorbereitung mit vollen Tanks widmete. Der Thailänder startet nach einem Motortausch sowieso aus dem Hinterfeld.

Renaults Teamchef Cyril Abiteboul hatte es angekündigt. „Wir glauben, dass wir hier das viertschnellste Auto haben können.“ Daniel Ricciardo glückte eine starke Runde, die ihn sogar vorbei an seinem Ex-Teamkollegen auf den vierten Platz führte. Renault hat den neuen Motor wieder ausgebaut. Genauso wie McLaren bei Carlos Sainz. Die Autos werden ab dem Samstag von der alten Motor-Spezifikation befeuert. Startplatzstrafen gibt es trotzdem.

Sergio Perez führte das Mittelfeld zwar nicht mehr an, zeigte allerdings abermals, dass mit ihm zu rechnen ist. Der Mexikaner, der seinen Vertrag bei Racing Point bis 2022 verlängert hat, brauste auf den sechsten Rang. Perez wechselte nach dem Schaden am neuen Mercedes-Motor zurück auf eine alte Version. Das kostet etwas Rundenzeit. Teamkollege Lance Stroll erlebte ein schwieriges Training und wurde 16.

Sonnenschein in Spa-Francorchamps

Hinter Hamilton sortierte sich Alfa Romeo ein. Kimi Räikkönen war nur minimal schneller als Antonio Giovinazzi. Den oberen Teil des Klassements komplettierte Pierre Gasly im Toro Rosso. Nico Hülkenberg scheint das Problem mit dem Setup noch nicht gefunden zu haben. Er wurde 12. HaasF1 kratzte im dritten Training immerhin an den Top 10. Das trifft auf McLaren nicht zu. Das Team strauchelt vor allem in den mittelschnellen Kurven. Die neue Vorderradaufhängung wanderte zurück in die Transportkiste. Auch von den neuen Aero-Teilen blieb nicht alles am Auto.

Was gibt es sonst? Toro Rosso wechselte im Auto von Daniil Kvyat das Getriebe. Red Bull und Mercedes experimentierten im Training mit FloViz-Farbe. Red Bull deckte Verstappens Heckflügel auf der Rückseite links ein. Mercedes den Diffusor am Auto von Valtteri Bottas. Das Wetter meint es gut mit den Fans. Die Lufttemperatur beträgt 28 Grad.

GP Belgien 2019 - Ergebnis Training 3

Fahrer Auto Zeit/Rückstand Runden
1. Charles Leclerc Ferrari 1:44.206 Min. 9
2. Sebastian Vettel Ferrari + 0.451 Sek. 12
3. Valtteri Bottas Mercedes + 0.497 11
4. Daniel Ricciardo Renault + 0.768 10
5. Max Verstappen Red Bull + 1.106 11
6. Sergio Perez Racing Point + 1.315 12
7. Lewis Hamilton Mercedes + 1.360 4
8. Kimi Räikkönen Alfa Romeo + 1.453 13
9. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo + 1.482 13
10. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.546 15
11. Romain Grosjean Haas + 1.600 15
12. Nico Hülkenberg Renault + 1.649 11
13. Kevin Magnussen Haas + 1.798 15
14. Carlos Sainz McLaren + 1.811 14
15. Lando Norris McLaren + 2.064 13
16. Lance Stroll Racing Point + 2.173 11
17. Daniil Kvyat Toro Rosso + 2.436 13
18. George Russell Williams + 3.652 14
19. Robert Kubica Williams + 4.144 14
20. Alexander Albon Red Bull + 6.475 14
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