Valtteri Bottas - GP Belgien 2020 Wilhelm
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 28. August 2020
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 28. August 2020
Lando Norris - McLaren - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 28. August 2020
Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 28. August 2020 47 Bilder

Trainingsanalyse GP Belgien 2020: Mercedes kämpft mit Schikane

Trainingsanalyse GP Belgien 2020 Mercedes kämpft mit der Schikane

Ein Red Bull vor einem Renault. Mercedes nur Dritter und Sechster. Spielt die Formel 1 in Spa verrückt? Oder hat sich Mercedes in den Longruns schon auf den erwarteten Regen eingeschossen? Die Antworten liefert unsere Trainingsanalyse.

Die größte Aufgabe für die zehn Formel-1-Teams in Spa ist die exakte Vorhersage des Wetters. Wenn die Prognose Recht behält, dann findet die Qualifikation mit ziemlicher Sicherheit auf trockener Piste bei starkem Wind und Temperaturen von 18 Grad statt. Also Bedingungen wie im Freitagstraining.

Für das Rennen sagen die Prognosen 40 Prozent Regenwahrscheinlichkeit für den Start und 85 Prozent für die Zeit nach 16 Uhr voraus. Bei noch kühleren 16 Grad. Auf was bitte sollte man sich da am Freitag vorbereiten? Ein Setup, das einem einen guten Startplatz aber Probleme im Rennen bringt? Oder eines, bei dem man im Regen auf der sicheren Seite ist?

Die Fahrzeugabstimmung ist in Spa schon bei konstant trockener Fahrbahn eine Gratwanderung. Ein bisschen mehr Abtrieb, und du gewinnst zwei Zehntel auf eine Runde, bist im Rennen aber auf den Geraden verwundbar. Oder doch lieber umgekehrt?

In diesem Dilemma haben sich die Teams am Freitag unterschiedlich vorbereitet. Red Bull, Renault und McLaren schielten dabei mehr Richtung Startaufstellung, Mercedes und Alfa Romeo mehr auf genug Anpressdruck für den erwarteten Regen. Ferrari steht komplett im Niemandsland. Weniger Abtrieb, mehr Abtrieb: Nichts funktionierte.

Mit diesen Voraussetzungen erklärt sich auch die überraschende Reihenfolge im zweiten Training. Max Verstappen entschied die Schlacht um die schnellste Runde vor Daniel Ricciardo, Lewis Hamilton, Alexander Albon, Sergio Perez und Valtteri Bottas für sich.

Eigentlich hatte man gedacht, die Jagd nach der Tagesbestzeit auf der Power-Strecke von Spa würde ein Fest für die Autos mit Mercedes-Motoren, speziell natürlich die hoch favorisierten Silberpfeile. Platz 3 und 6 verlangt nach einer Erklärung.

Die Abschnittszeiten zeigen ganz klar, dass Mercedes Abtrieb den Vorrang gab. Das erklärt, warum die Silberpfeile in Sektor 1 und 3 viel Zeit verloren, dafür im Mittelabschnitt überragend waren. Trotzdem klagten beide Fahrer über Untersteuern. Den größten Zeitverlust registriert Mercedes in der Schikane. Bis zu vier Zehntel!

Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 28. August 2020
Motorsport Images
Mercedes hat sich im Training schon ein wenig auf den drohenden Regen am Sonntag vorbereitet.

Red Bull hatte klar die bessere Balance gefunden. Der Heckflügel sah stark nach Modell "Monza" aus. Trotzdem verlor Max Verstappen weniger als eine halbe Sekunde auf Lewis Hamilton im Mittelsektor.

Der Holländer warnt davor, die Freitagszeiten falsch zu deuten: "Die Longrun-Zeiten sagen mehr aus als die absolute Bestzeit. Wir scheinen näher dran zu sein, aber ich erwarte die Mercedes in der Qualifikation trotzdem vorne, wenn sie mal die Power aufdrehen."Hamilton gab zu bedenken: "Die Renault und Racing Point sind näher dran als üblich. Wir müssen verstehen, warum das so ist."

Das zweite Training begann übrigens mit zehn Minuten Verspätung. In der Pause zwischen den beiden Sitzungen hatte es kurz geregnet und den Streckenabschnitt am Ende der Kemmel-Gerade eingeseift. Keiner wollte den Asphalttrockner spielen.

Am Ende beklagten sich trotzdem viele, dass man in Spa aus den Longruns weniger herauslesen könne als anderswo, weil man wegen der Streckenlänge weniger Runden als sonst in eine Rennsimulation packen kann. Was normalerweise ein Affront gegen die Zuschauer ist, war an diesem Freitag egal. Spa findet wie die sechs Rennen davor ohne Publikum statt.

Sechs Dinge, die Sie wissen müssen...

Ist Verstappen beim Heimrennen ein Siegkandidat?

Bestzeiten von Red Bull am Freitag sind selten. Deshalb ist die Bestzeit von Max Verstappen durchaus eine Meldung wert. Der Holländer drehte die schnellste Runde des Tages 0,048 Sekunden vor Daniel Ricciardo und 0,096 Sekunden vor Lewis Hamilton. Das ist nicht viel, aber für eine Power-Strecke trotzdem bemerkenswert.

Eine mögliche Erklärung ist, dass Mercedes noch mit gedrosselter Leistung fuhr. Mercedes hatte am Freitag in beiden Autos neue Motoren, Turbolader und eine neue MGU-H. Die Erfahrung lehrt uns, dass der Titelverteidiger seine neuen Antriebseinheiten am ersten Einsatztag immer besonders vorsichtig einfährt.

Verstappen hat außerdem beobachtet, dass die Autos seiner Gegner noch nicht optimal ausbalanciert waren. Er selbst war dagegen mit seinem Dienstfahrzeug hoch zufrieden: "Das Auto hat sich wirklich gut angefühlt. Ich erwarte die Mercedes am Samstag aber stärker. Das sieht man auch an ihren Longruns."

Tatsächlich verlor Verstappen im Soft-Dauerlauf rund zwei Zehntel auf Hamilton. 1.49,114 Minuten über vier Runden stehen gegen 1.49,346 Minuten über sieben Runden von Verstappen. Der Medium-Longrun war nicht vergleichbar. Bottas fuhr ihn am Anfang, Verstappen am Schluss. Deshalb ist der Bottas-Mittelwert von 1.48,972 Minuten deutlich höher einzustufen als die 1.49,053 Minuten von Verstappen.

Alexander Albon feierte ein kleines Jubiläum. Exakt seit einem Jahr fährt der Thailänder jetzt für Red Bull. Das hat den positiven Effekt, dass Albon erstmals auf eine Strecke traf, die er aus der Cockpitperspektive eines Red Bull bereits kennt. "Das hat mir sehr geholfen. Ich weiß, wie sich das Auto hier anfühlen muss, und ich habe eine Referenz zu dem, was wir letztes Jahr auf dieser Strecke gemacht haben. Das Auto machte für mich einen deutlich besseren Eindruck als zuletzt."

Max Verstappen - GP Belgien 2020
xpb
Im Qualifying wird sich Verstappen gegen Mercedes schwer tun, wenn die Silberpfeile noch einmal den Party-Modus aktivieren.

Hat Mercedes nur geblufft ?

Bluffen ist das falsche Wort. Mercedes fuhr ein anderes Programm als sein Hauptgegner, und der erste Trainingstag lief aus Sicht des WM-Spitzenreiters auch nicht rund. Das ging schon mit einem Reifenschaden für Bottas im ersten Training los.

In der zweiten Sitzung klagten beide Fahrer über Untersteuern. Dabei wechselten Hamilton und Bottas am Nachmittag auf einen größeren Flügel für mehr Abtrieb. Und der verfälscht ein bisschen das Bild auf eine Runde. Dass etwas anders ist als sonst, merkt man schon am geschrumpften Abstand von Mercedes zum Mittelfeld. Einige Gründe dafür liegen auf der Hand. Andere nicht.

Das größte Rätsel ist die Schikane. Hamilton lag in seiner schnellsten Runde vor Kurve 18/19 drei Zehntel unter der Bestzeit von Verstappen. Dann verlor er vier Zehntel in der Rechts/Links-Kombination. Der leichte Verbremser von Hamilton in dieser Passage war zu klein, um diese riesige Differenz zu erklären. Vor allem, weil sich das Problem in der Schikane in den Longruns wiederholte. Red Bull ist dort trotz weniger Abtrieb konstant schneller als Mercedes.

Die Sektorzeiten verraten, das Mercedes ziemlich sicher am Sonntag mit Regen rechnet. Ausgerechnet im Power-Sektor zwischen Start und Ziel und Ende Kemmel-Gerade landeten Hamilton und Bottas nur auf den Plätzen 13 und 19.

Nicht viel besser die Zwischenzeiten in Sektor 3. Bottas war Zwölfter, Hamilton kam nur auf Platz 15. Dafür fahren die Mercedes-Piloten in Sektor 2 alles in Grund und Boden. Hamilton gewinnt 0,416 Sekunden auf Verstappen, 0,656 Sekunden auf Sergio Perez und 0,779 Sekunden auf Daniel Ricciardo. Hier der Überblick:

GP Belgien 2020: Sektor-Analyse

Team Sektor 1 Sektor 2 Sektor 3
Red Bull 30,862 s (P7) 44,143 s (P3) 28,677 s (P4)
Mercedes 31,068 s (P13) 43,786 s (P1) 28,897 s (P12)
Racing Point 30,723 s (P3) 44,442 s (P5) 28,565 s (P2)
Renault 30,391 s (P1) 44,565 s (P6) 28,562 s (P1)
McLaren 30,821 s (P5) 44,693 s (P8) 28,654 s (P3)

Racing Point oder McLaren: Wer ist besser?

McLaren und Racing Point trennten auf eine Runde nur 31 Tausendstelsekunden. Auch in den Rennsimulationen liegt nicht viel Zeit zwischen den beiden Gegnern im Kampf um Platz 3 in der Konstrukteurs-WM. Lando Norris war im Soft-Longrun im Schnitt ein Zehntel schneller als Sergio Perez. Dafür nahm Perez auf den Medium-Gummis den McLaren im Mittel vier Zehntel pro Runde ab.

"Die Racing Point sehen leicht schneller aus als wir", urteilt Carlos Sainz. Der Spanier war trotzdem zufrieden: "Ich war zwei Mal in den Top Ten. Da darf man sich nicht beklagen." Teamkollege Norris teilte die Meinung: "Unser Auto fühlt sich auf eine Runde und in den Longruns gut an. Ich habe sowohl in schnellen als auch in den langsamen Kurven Vertrauen in das Auto. Mit so wenig Abtrieb am Auto verlieren wir hauptsächlich in den langsamen Ecken. An die Racing Point können wir noch rankommen. Die Renault sind im Moment noch etwas zu weit weg für uns. Dafür fällt diesmal Ferrari aus unserer Gruppe raus."

Ist Ferrari wirklich so schlecht?

Sebastian Vettel hat es schon vor dem Startschuss zum Training gewusst: "Das wird kein einfaches Wochenende für uns. Es fehlt Power und Speed auf den Geraden. Da können wir auch mit dem Setup nicht viel richten." Die beiden Trainingssitzungen bestätigten die düsteren Aussichten des dreifachen Spa-Siegers. Am Morgen Platz 14 und 15, am Nachmittag die Ränge 15 und 17. Das war Williams-Niveau.

Sogar Kimi Räikkönen drehte schnellere Runden. Deutlich schneller. Der Alfa Romeo-Pilot nahm Charles Leclerc in der zweiten Sitzung eine halbe Sekunde ab. Ferraris Probleme waren sichtbar. Vettel stand in seiner schnellsten Runde zwei Mal quer. Immer mal wieder verbremste er sich in La Source. Um das Power-Manko auszugleichen, musste Ferrari mit dem Abtrieb an das untere Limit.

Leclerc ging versuchshalber sogar noch eine Stufe tiefer, kehrte aber wieder zurück zu dem, was die Simulation empfohlen hatte. "Wir haben mit dem Setup nicht viele Optionen", erklärt Vettel. "Wir haben ein Paket für Spa und Monza, wobei Monza vom Abtrieb her noch mal ein Schritt weniger sein wird. Wenn wir in Spa mit dem Abtrieb noch weiter runtergehen, werden die Rundenzeiten wieder langsamer. Mehr Abtrieb können wir uns auch nicht erlauben, weil wir dann auf den Geraden zu langsam sind." Leclerc ergänzte: "Die Balance passte überhaupt nicht. Wir haben viel experimentiert, sogar ganz riskante Setups. Aber nichts hat geholfen."

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 28. August 2020
Wilhelm
Ferrari verliert jede Menge Zeit im Mittelsektor.

Hier zum Beweis der Sektor-Vergleich: Mit 328,0 km/h und 325,3 km/h liegen Leclerc und Vettel im Top-Speed in den Top Ten. Doch das Opfer dafür ist groß. Im Sektor 2 verlieren die Ferrari-Piloten sage und schreibe 1,8 Sekunden auf Lewis Hamilton und 1,3 Sekunden auf Max Verstappen. In der Passage sind nur noch die beiden Haas-Piloten und Nicholas Latifi langsamer. Vettel hofft: "Wir haben heute viel probiert und hoffentlich auch etwas gelernt für Morgen. So wie es aussieht, geht am Samstag das Probieren weiter."

Selbst wenn der Regen wie angekündigt kommt, wird er Ferrari nicht erlösen. Dann muss wieder mehr Abtrieb aufs Auto, und das wird auf den Geraden massiv Zeit kosten. Zu schlechter Motorleistung kommt auch noch ein ineffizientes Auto.

Und im Regen wird Ferrari ein altes Problem einholen. "Da hatten wir in den vergangenen Jahren oft Mühe, die Reifen schnell genug auf Temperatur zu bringen. Wir müssen immer mehrere Runden fahren, bis der Reifen da ist", erinnert sich Vettel.

Ihm selbst fehlen 0,243 Sekunden auf den Teamkollegen. Am Morgen verlor Vettel seine Zeit auf Leclerc noch im Mittelsektor. "Es ist immer der gleiche, mittelschnelle Kurventyp, mit dem ich auf Kriegsfuß stehe. Ich kann einfach nicht genug Speed in die Kurven mit reinnehmen", berichtete der Deutsche. Am Nachmittag hatte er offenbar für dieses Problem eine Antwort gefunden. Da büßte Vettel seine gesamte Zeit im letzten Sektor ein. Das Silverstone-Rätsel ist immer noch nicht ganz verstanden. "Da gibt es immer noch etwas, das nicht zusammenpasst."

Zweiter Platz und frühes Ende: Was kann Renault?

Wieder einmal konnte Renault im Freitagstraining glänzen. Daniel Ricciardo überraschte mit der zweitschnellsten Rundenzeit. Esteban Ocon hatte den schnellsten Longrun (siehe Tabelle) auf den weichen Reifen, wenn man Valtteri Bottas mal rausrechnet. Der Finne fuhr seinen Soft-Dauerlauf am Ende des Trainings mit weniger Benzin an Bord. Da konnte auch ein Hydraulikdefekt in Ricciardos Auto die gute Laune im Team nicht trüben.

Doch Renault ist vorsichtig geworden. Bei den letzten beiden Grands Prix ging die Reise nach einem starken Freitag ab Samstag immer rückwärts. Die Top-Speeds und die Sektorzeiten verraten, dass die Renault auf wenig Abtrieb getrimmt waren. Ocon war auf der Kemmel-Gerade mit 330,2 km/h Zweitschnellster und führte die Rangliste im ersten Sektor mit 30,391 Sekunden klar an.

Ricciardo fuhr mit 28,562 Sekunden Bestzeit im dritten Abschnitt und war trotzdem noch Sechstschnellster im Mittelsektor. Das spricht für ein solides Setup. Carlos Sainz glaubt, dass Renault auch am Samstag und Sonntag für eine Überraschung sorgen kann: "Die waren letztes Jahr in Spa und Monza schon stark. Schnelle Strecken scheinen dem Auto zu liegen."

Daniel Ricciardo - GP Belgien 2020
xpb
Ricciardos Renault blieb mit einem Hydraulik-Problem stehen.

Warum standen die beiden Haas so lange in der Box?

Die Haas-Piloten hatten fast einen freien Tag. Die erste Trainingssitzung fiel komplett aus. In der zweiten ging Kevin Magnussen erst 31 Minuten vor Schluss auf die Strecke. Romain Grosjean musste drei Minuten länger warten. Der Grund für die Enthaltsamkeit waren zwei Motorwechsel. Es war eine Meisterleistung der Haas-Mechaniker in viereinhalb Stunden beide Aggregate zu tauschen.

Normalerweise werden bei einem Triebwerkstausch beide Fahrer-Crews zusammengespannt, und die brauchen dann knapp über zwei Stunden. Diesmal hatte jede Mechaniker-Truppe ihr eigenes Problem. Beide Fahrer des US-Rennstalls bogen nach ihren Installationsrunden im ersten Training wieder in die Garage ab. Bei beiden Autos wurden unterschiedliche Defekte im Antrieb festgestellt.

Magnussen stoppte ein klassischer Schaden der Verbrennungsmaschine. Bei Grosjean ging irgendetwas zwischen Turbolader und MGU-H zu Bruch. Ferrari ist trotz enttäuschender Motorleistung nicht kugelsicher. Sebastian Vettel hatte am Freitag des zweiten Silverstone-Rennens einen kapitalen Motorschaden.

Während Magnussen erst sein zweites Motor-Kit eingebaut bekam, wird es für Grosjean langsam eng. Der Franzose ist mit Turbolader und MGU-H bereits bei der dritten Einheit angelangt. Bei nur 17 Rennen in dieser Saison sind drei Motoren das Maximum.

Teamchef Guenther Steiner sah in einem Tag mit insgesamt nur 24 Runden nur eine positive Nachricht: "Ein dickes Lob an unsere Jungs. Ihnen haben wir zu verdanken, dass Romain und Kevin wenigstens noch ein bisschen Zeit fanden, eine Balance für die Autos zu finden."

GP Belgien 2020 - Longrun-Tabelle

Fahrer Ø Rundenzeit Runden Reifentyp Stint
Bottas 1.48,855 min 6 soft 2
Hamilton 1.49,114 min 4 soft 1
Ocon 1.49,058 min 5 soft 1
Verstappen 1.49,346 min 7 soft 1
Ricciardo 1.49,460 min 3 soft 1
Norris 1.49,505 min 4 soft 1
Perez 1.49,621 min 5 soft 1
Stroll 1.49,885 min 8 soft 1
Sainz 1.50,322 min 4 soft 1
Albon 1.50,371 min 6 soft 1
Kvyat 1.50,844 min 6 soft 1
Gasly 1.50,983 min 8 soft 1
Giovinazzi 1.51,254 min 7 soft 1
Vettel 1.51,279 min 6 soft 1
Magnussen 1.51,492 min 6 soft 1
Latifi 1.51,603 min 8 soft 1
Russell 1.51,631 min 6 soft 1
         
Stroll 1.48,950 min 6 medium 2
Bottas 1.48,972 min 4 medium 1
Verstappen 1.49,,053 min 6 medium 2
Albon 1.49,332 min 6 medium 2
Perez 1.49,346 min 6 medium 2
Sainz 1.49,755 min 4 medium 2
Ocon 1.49,801 min 6 medium 2
Grosjean 1.50,389 min 5 medium 1
Russell 1.50,629 min 5 medium 2
Giovinazzi 1.50,739 min 6 medium 2
Leclerc 1.50,849 min 4 medium 1
         
Hamilton 1.48,871 min 6 hart 2
Norris 1.49,851 min 4 hart 2
Gasly 1.49,990 min 6 hart 2
Kvyat 1.50,100 min 6 hart 2
Latifi 1.50,849 min 6 hart 2
Räikkönen 1.51,256 min 6 hart 1
Fahrer Ø Rundenzeit Runden Reifentyp Stint
Bottas 1.48,855 min 6 soft 2
Hamilton 1.49,114 min 4 soft 1
Ocon 1.49,058 min 5 soft 1
Verstappen 1.49,346 min 7 soft 1
Ricciardo 1.49,460 min 3 soft 1
Norris 1.49,505 min 4 soft 1
Perez 1.49,621 min 5 soft 1
Stroll 1.49,885 min 8 soft 1
Sainz 1.50,322 min 4 soft 1
Albon 1.50,371 min 6 soft 1
Kvyat 1.50,844 min 6 soft 1
Gasly 1.50,983 min 8 soft 1
Giovinazzi 1.51,254 min 7 soft 1
Vettel 1.51,279 min 6 soft 1
Magnussen 1.51,492 min 6 soft 1
Latifi 1.51,603 min 8 soft 1
Russell 1.51,631 min 6 soft 1
         
Stroll 1.48,950 min 6 medium 2
Bottas 1.48,972 min 4 medium 1
Verstappen 1.49,,053 min 6 medium 2
Albon 1.49,332 min 6 medium 2
Perez 1.49,346 min 6 medium 2
Sainz 1.49,755 min 4 medium 2
Ocon 1.49,801 min 6 medium 2
Grosjean 1.50,389 min 5 medium 1
Russell 1.50,629 min 5 medium 2
Giovinazzi 1.50,739 min 6 medium 2
Leclerc 1.50,849 min 4 medium 1
         
Hamilton 1.48,871 min 6 hart 2
Norris 1.49,851 min 4 hart 2
Gasly 1.49,990 min 6 hart 2
Kvyat 1.50,100 min 6 hart 2
Latifi 1.50,849 min 6 hart 2
Räikkönen 1.51,256 min 6 hart 1
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