Max Verstappen - Red Bull - GP Frankreich 2021 - Paul Ricard xpb
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021 47 Bilder

GP Frankreich 2021 - Training 3: Verstappen vorn

GP Frankreich 2021 - Ergebnis Training 3 Verstappen hängt alle ab

GP Frankreich

Am Freitag trennten Red Bull und Mercedes nur acht Tausendstel. Im dritten Training wuchs der Abstand auf über sieben Zehntelsekunden. Max Verstappen deklassierte die Konkurrenz. Ferrari übernahm die Vorherrschaft in einem dicht gedrängten Mittelfeld.

Red Bulls Ingenieure klangen nach dem Trainingsfreitag pessimistisch. Mercedes habe das leicht schnellere Auto – sowohl auf einer Runde wie auch im Longrun. Trotz der Bestzeit, die Max Verstappen um die Winzigkeit von acht Tausendsteln gegenüber Valtteri Bottas errang. Die dunkelblauen Autos büßten gegenüber dem Hauptrivalen etwas Zeit in den mittelschnellen Kurven und auf den Geraden ein. Die Ingenieure entschieden sich, beide Autos am Samstag mit den Baku-Heckflügeln zu bestücken, also der Variante für weniger Anpressdruck.

Sergio Perez wurde davon nicht beflügelt. Nach dem Sieg vor zwei Wochen muss der Mexikaner in Paul Ricard bislang viel Prügel einstecken. Auch im dritten Training war der Teamkollege klar schneller. Dieses Mal distanzierte Verstappen den 31-Jährigen um über neun Zehntelsekunden. Wenigstens kletterte Perez im Klassement vom zwölften auf den vierten Rang.

Valtteri Bottas - Mercedes - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Motorsport Images
Valtteri Bottas bleibt in Frankreich der schnellere der beiden Mercedes-Fahrer.

Mercedes muss nachbessern

Die Rundenzeiten purzelten gegenüber dem Freitag, weil die Streckentemperatur um rund zehn Grad sank. Eine dünne Wolkendecke hatte sich vor die Sonne geschoben. Das Auto mit der Startnummer 33 war nicht zu halten. Verstappen dominierte im Mittelabschnitt mit der zweigeteilten Mistral-Gerade und war trotz des kleinen Heckflügels auch im kurvenreichen Schlussteil der schnellste Fahrer. Die Uhr stoppte nach 1:31.300 Minuten. Damit unterbot er seine Bestmarke vom Freitag auf den weichen Reifen um 1,5 Sekunden.

Mercedes verpasste den Anschluss. Valtteri Bottas büßte auf den 5,842 Kilometern in Summe 0,747 Sekunden ein. Der WM-Sechste aus Finnland ist an diesem Wochenende bislang der schnellere Fahrer im Rennstall des Weltmeisters. Bottas platzierte sich in allen Trainings vor dem Teamkollegen.

Lewis Hamilton geriet sogar in die Fänge des Mittelfeldes. Der Sieger der Frankreich-Ausgaben von 2018 und 2019 verlor zwei Zehntel auf den Teamkollegen und 0,966 Sekunden auf Verstappen. Damit erreichte er nur die fünfte Position. Zu einem Monocoque-Tausch über Nacht kam es übrigens nicht. Hamilton sitzt weiter im Chassis 04, das er nach Baku an Bottas abtrat. Ein üblicher Wechsel, heißt es dazu von Mercedes.

Besser machte es Carlos Sainz im Ferrari. Die Scuderia verdrängte Alpine von der Spitze des Mittelfelds. Seine persönlich schnellste Runde führte den Spanier auf den dritten Rang. Kleiner Schönheitsfleck: Sainz profitierte von einem Windschatten auf der Mistral-Gerade, der wegen des Gegenwinds besonders effektiv war. Den Vergleich mit dem schnellsten McLaren, gelenkt von Lando Norris auf die sechste Position, entschied er um eineinhalb Zehntelsekunden für sich.

Ferrari-Speerspitze Charles Leclerc verfehlte die obere Tabellenhälfte. Dafür gibt es einen Grund. Ein kleiner Wackler zwischen Kurve 13 und 14 kostete wertvolle Rundenzeit. In der Qualifikation ist mit dem Monegassen aber auf jeden Fall zu rechnen. Leclerc beherrscht die Kunst, im entscheidenden Moment alles aus dem Auto zu holen.

Fernando Alonso - Alpine - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
Motorsport Images
Alpine landete im dritten Training hinter Ferrari und McLaren.

Vettel weiter zurück

Diese Qualität zeichnete früher auch Daniel Ricciardo aus, der sie seit dem Wechsel zu McLaren aber noch nicht abrufen kann. Der Rennstall aus Woking brach über Nacht die Regeln für die Sperrstunde, um einen Getriebesensor im Auto des Australiers zu wechseln. Das defekte Teil war beim turnusgemäßen Tausch der Kraftübertragung nach sechs Rennen aufgefallen.

Ricciardo kommt mit der gewöhnlichen Rennstrecke deutlich besser zurecht als mit den Startkursen zuletzt. Der Teamkollege war trotzdem wieder ein paar Zehntel schneller. Der Mann aus Perth beendete das dritte Training auf dem zehnten Rang.

Alpine rutschte im Vergleich zum Vortag um ein paar Plätze zurück. Das hatte der französische Werksrennstall aber auch erwartet. Dennoch landeten beide Autos erneut in den Top 10. Den Einzug ins Q3 hat Alpine fest im Visier. Fernando Alonso fuhr einen Tick schneller als der Garagennachbar. Der Ex-Weltmeister belegte die siebte Position, Esteban Ocon reihte sich an achter Stelle ein.

Alpha Tauri kann im dicht gedrängten Mittelfeld nur mit Pierre Gasly mithalten. Der Franzose feiert Heimspiel und darf sich als Neunter der dritten Übungseinheit Chancen auf die Top 10 der Startaufstellung ausrechnen. Aston Martin muss sich dagegen noch strecken. Die Balance-Probleme des Vortages scheinen nicht ganz ausgeräumt. Sebastian Vettel belegte den 14. Platz – hinter Teamkollege Lance Stroll.

Der zweite Deutsche im Feld hat nur einen Gegner. Mick Schumacher schlug Nikita Mazepin, der früh in der Session einen Dreher verdauen musste, am Ende des Feldes um eine halbe Sekunde. Williams blieb für die Haas-Autos außer Reichweite.

GP Frankreich 2021 - Ergebnis Training 3

Fahrer Team Zeit Rückstand Runden
1. Max Verstappen Red Bull 1:31.300   11
2. Valtteri Bottas Mercedes 1:32.047 +0.747s 14
3. Carlos Sainz Ferrari 1:32.195 +0.895s 17
4. Sergio Perez Red Bull 1:32.238 +0.938s 15
5. Lewis Hamilton Mercedes 1:32.266 +0.966s 15
6. Lando Norris McLaren 1:32.336 +1.036s 14
7. Fernando Alonso Alpine 1:32.624 +1.324s 15
8. Esteban Ocon Alpine 1:32.681 +1.381s 16
9. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:32.707 +1.407s 16
10. Daniel Ricciardo McLaren 1:32.759 +1.459s 14
11. Charles Leclerc Ferrari 1:32.820 +1.520s 15
12. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:33.017 +1.717s 17
13. Lance Stroll Aston Martin 1:33.051 +1.751s 15
14. Sebastian Vettel Aston Martin 1:33.200 +1.900s 18
15. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:33.328 +2.028s 16
16. George Russell Williams 1:33.364 +2.064s 16
17. Yuki Tsunoda Alpha Tauri 1:33.424 +2.124s 17
18. Nicholas Latifi Williams 1:33.584 +2.284s 16
19. Mick Schumacher Haas 1:34.143 +2.843s 14
20. Nikita Mazepin Haas 1:34.642 +3.342s 13
Fahrer Team Zeit Rückstand Runden
1. Max Verstappen Red Bull 1:31.300   11
2. Valtteri Bottas Mercedes 1:32.047 +0.747s 14
3. Carlos Sainz Ferrari 1:32.195 +0.895s 17
4. Sergio Perez Red Bull 1:32.238 +0.938s 15
5. Lewis Hamilton Mercedes 1:32.266 +0.966s 15
6. Lando Norris McLaren 1:32.336 +1.036s 14
7. Fernando Alonso Alpine 1:32.624 +1.324s 15
8. Esteban Ocon Alpine 1:32.681 +1.381s 16
9. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:32.707 +1.407s 16
10. Daniel Ricciardo McLaren 1:32.759 +1.459s 14
11. Charles Leclerc Ferrari 1:32.820 +1.520s 15
12. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:33.017 +1.717s 17
13. Lance Stroll Aston Martin 1:33.051 +1.751s 15
14. Sebastian Vettel Aston Martin 1:33.200 +1.900s 18
15. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:33.328 +2.028s 16
16. George Russell Williams 1:33.364 +2.064s 16
17. Yuki Tsunoda Alpha Tauri 1:33.424 +2.124s 17
18. Nicholas Latifi Williams 1:33.584 +2.284s 16
19. Mick Schumacher Haas 1:34.143 +2.843s 14
20. Nikita Mazepin Haas 1:34.642 +3.342s 13
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