Charles Leclerc - GP Österreich 2019 Motorsport Images

GP Österreich 2019 - Ergebnis Qualifying

Lerclerc auf Pole, Strafe für Hamilton

Mercedes ist doch schlagbar. Charles Leclerc hat sich die Pole Position zum GP Österreich gesichert. Der Monegasse steht vor Lewis Hamilton in der ersten Reihe. Sebastian Vettel wurde von der Ferrari-Technik ausgebremst.

Nach der Klatsche von Le Castellet hätte wohl keiner erwartet, dass Ferrari nur sieben Tage danach direkt zurückschlagen kann. Doch an diesem Qualifying-Samstag (29.6.2019) fuhr Charles Leclerc auf dem Red Bull-Ring in seiner eigenen Liga. Im entscheidenden Moment in der dritten K.O.-Runde brannte der Scuderia-Neuling in 1:03.003 Minuten einen neuen Rundenrekord in den Asphalt von Spielberg – das konnte keiner unterbieten.

„Wir haben das Setup nach dem zweiten Training noch einmal umgebaut. Das hat sich ausgezahlt. Es war mir heute eine Freude dieses Auto zu fahren“, strahlte der Youngster nach der zweiten Pole Position seiner noch kurzen Karriere. Im Gegensatz zu seinen Medium-bereiften Verfolgern steht der Ferrari am Start jedoch auf den weichen Reifen. Für Leclerc ist das kein Nachteil: „Das haben wir nach den Runs im Training entschieden. Wir denken, dass es die richtige Taktik ist.“

Charles Leclerc - GP Österreich 2019
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Drei Fahrer von drei verschiedenen Teams auf den ersten drei Plätzen - da sage noch jemand, die Formel 1 sei langweilig.

Hamilton kassiert Startplatzstrafe

Lewis Hamilton blieb mit zweieinhalb Zehnteln Rückstand auf der kurzen Strecke in Spielberg ohne Chance. Der Weltmeister hatte die ganze Session über Probleme mit der Pace. Erst mit einem starken letzten Run setzte er doch noch die zweitschnellste Zeit: „Gratulation an Charles, er war schon das ganze Wochenende stark unterwegs. Ferrari killt uns hier auf den Geraden. Ich habe die ganze Zeit versucht einen Windschatten zu bekommen. Das ist mir jedoch erst im letzten Run gelungen. Beim Beginn der Runde hingen mir auch noch einige Autos im Heck. Da habe ich kurz etwas Panik bekommen.“

Hamilton durfte seinen zweiten Startplatz aber nicht behalten. Im ersten Abschnitt stand der Brite dem Alfa Romeo von Kimi Räikkönen in Kurve 3 im Weg. Die Stewards leiteten eine Untersuchung ein und entschieden sich schließlich für eine Rückversetzung um drei Plätze. Hamilton zeigte sich einsichtig: „Diese Strafe habe ich verdient. Das war mein Fehler. Es war aber natürlich keine Absicht.“

So geht Max Verstappen im Red Bull von Startplatz zwei ins Rennen. Auf der Power-Strecke in Spielberg war das zuvor nicht unbedingt erwartet worden. „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Das ist ein tolles Ergebnis. Das Auto funktioniert hier wirklich gut, vor allem in den Kurven. Ich kann das Rennen morgen kaum erwarten. Ich will den Fans unbedingt ein gutes Resultat liefern.“ Auch Valtteri Bottas profitierte von der Hamilton-Strafe. Der Finne rückte von Platz vier auf drei nach vorne.

Lewis Hamilton - GP Österreich 2019
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Lewis Hamilton konnte sich im letzten Schuss auf Rang zwei schieben.

Vettel muss im Q3 zuschauen

Während Leclerc im Q3 um die Start-Positionen ganz vorne kämpfen konnte, musste Sebastian Vettel hilflos zuschauen. Ein Problem mit einem Luftdruckschlauch im Antrieb zwang den Heppenheimer im Q3 vorzeitig zur Aufgabe. „Das ist natürlich bitter. Da kann man aber nichts machen. Ich habe versucht konzentriert zu bleiben, aber leider hat es am Ende nicht mehr gereicht einen Versuch zu starten“, klagte der Pechvogel.

Gerne hätte Vettel seinen Teamkollegen im Kampf gegen die Silberpfeile unterstützt: „Das Auto hat sich heute wirklich sehr gut angefühlt. Und während der einzelnen Qualifying-Abschnitte ist es immer besser gelaufen. Deshalb wäre ich am Ende gerne noch einmal rausgefahren. Immerhin ist Charles ohne Probleme durchgekommen und hat die Mercedes weggewischt.“

Vettel wird aber auf jeden Fall noch einen Platz nach vorne auf Rang 9 gespült. Kevin Magnussen, der sensationell die fünftschnellste Zeit im Qualifying gefahren war, muss wegen einer Getriebestrafe noch fünf Plätze zurück. Davon profitiert auch Lando Norris, der damit als bester Mittelfeldpilot von Rang fünf losfahren darf.

Direkt dahinter stehen die beiden Alfa Romeo von Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi. Pierre Gasly konnte die Pace von Verstappen nicht mitgehen. Der Franzose ließ im Q3 nur den gestrandeten Sebastian Vettel hinter sich.

Kevin Magnussen - GP Österreich 2019
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Kevin Magnussen haute im Q3 eine Hammer-Runde raus, die ihn bis auf Platz 5 brachte. Leider kassiert der Däne noch eine Getriebe-Strafe.

Strafen für Hülkenberg, Albon und Sainz

Für Nico Hülkenberg war sogar schon im Q2 Schluss. Der Rheinländer verpasste den Einzug in die Top Ten um nur fünf Hundertstel. Hülkenberg wurde wie sein Teamkollege Daniel Ricciardo von Magnussen ausgebremst, der in Kurve 4 kurz neben die Strecke ins Kies gerutscht war. Hülkenberg fuhr zwar die zwölftschnellste Zeit, muss aber wegen einer Motorstrafe noch fünf Plätze zurück. Davon profitiert auch Ricciardo, der das teaminterne Quali-Duell auf Position 14 eigentlich verloren hatte.

In der allerletzten Starteihe stehen Alexander Albon im Toro Rosso und Carlos Sainz im McLaren. Beide haben komplett neue Motorenpakete einbauen lassen und werden deshalb nach ganz hinten zurückgestuft. Das hilft den beiden Williams, die damit in die vorletzte Reihe nach vorne rutschen.

GP Österreich 2019: Ergebnis Qualifying

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
Charles Leclerc Ferrari 1:04.138 1:03.378 1:03.003
Lewis Hamilton Mercedes 1:03.818 1:03.803 1:03.262
Max Verstappen Red Bull 1:03.807 1:03.835 1:03.439
Valtteri Bottas Mercedes 1:04.084 1:03.863 1:03.537
Kevin Magnussen Haas 1:04.778 1:04.466 1:04.072
Lando Norris McLaren 1:04.361 1:04.211 1:04.099
Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:04.615 1:04.056 1:04.166
Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:04.450 1:04.194 1:04.179
Pierre Gasly Red Bull 1:04.412 1:03.988 1:04.199
Sebastian Vettel Ferrari 1:04.340 1:03.667  
Romain Grosjean Haas 1:04.552 1:04.490  
Nico Hülkenberg Renault 1:04.733 1:04.516  
Alexander Albon Toro Rosso 1:04.708 1:04.665  
Daniel Ricciardo Renault 1:04.647 1:04.790  
Carlos Sainz McLaren 1:04.453 1:13.601  
Sergio Perez Racing Point 1:04.789    
Lance Stroll Racing Point 1:04.832    
Daniil Kvyat Toro Rosso 1:05.324    
George Russell Williams 1:05.904    
Robert Kubica Williams 1:06.206    
Fahrer Team Q1 Q2 Q3
Charles Leclerc Ferrari 1:04.138 1:03.378 1:03.003
Lewis Hamilton Mercedes 1:03.818 1:03.803 1:03.262
Max Verstappen Red Bull 1:03.807 1:03.835 1:03.439
Valtteri Bottas Mercedes 1:04.084 1:03.863 1:03.537
Kevin Magnussen Haas 1:04.778 1:04.466 1:04.072
Lando Norris McLaren 1:04.361 1:04.211 1:04.099
Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:04.615 1:04.056 1:04.166
Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:04.450 1:04.194 1:04.179
Pierre Gasly Red Bull 1:04.412 1:03.988 1:04.199
Sebastian Vettel Ferrari 1:04.340 1:03.667  
Romain Grosjean Haas 1:04.552 1:04.490  
Nico Hülkenberg Renault 1:04.733 1:04.516  
Alexander Albon Toro Rosso 1:04.708 1:04.665  
Daniel Ricciardo Renault 1:04.647 1:04.790  
Carlos Sainz McLaren 1:04.453 1:13.601  
Sergio Perez Racing Point 1:04.789    
Lance Stroll Racing Point 1:04.832    
Daniil Kvyat Toro Rosso 1:05.324    
George Russell Williams 1:05.904    
Robert Kubica Williams 1:06.206    
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