Valtteri Bottas - GP Spanien 2019 Wilhelm
Romain Grosjean - Haas - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2019
Lance Stroll - Racing Point - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2019
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2019
Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2019 64 Bilder

GP Spanien 2019 - Ergebnis Qualifikation

Pole-Hattrick für Bottas

Valtteri Bottas wird langsam eine echte Gefahr für Lewis Hamilton. In Barcelona raste der Finne nun schon zum dritten Mal in Folge auf Pole Position. Sebastian Vettel musste sich hinter den beiden Mercedes anstellen.

Dieser Valtteri Bottas ist dieses Jahr immer für eine Überraschung gut. Nach seinem Dreher im dritten Training, durch den der Mercedes-Pilot eine halbe Stunde Übungszeit verpasste, hatte wohl kaum noch jemand darauf gesetzt, dass er das Silberpfeil-Duell im Qualifying für sich entscheiden würde. Doch am Ende setzte sich Bottas wie schon in Baku gegen Lewis Hamilton durch – und zwar deutlich.

In 1:15.406 Minuten brannte der WM-Spitzenreiter einen neuen Rundenrekord in den Asphalt. Da konnte niemand folgen. Hamilton fehlten in seinem ersten Versuch 0,634 Sekunden, nachdem er einen Fehler in Kurve 8 eingebaut hatte. Im zweiten Anlauf versuchte es der Brite dann mit der Brechstange, was aber auch nicht schneller war.

„Valtteri hat wirklich eine klasse Leistung gezeigt. Er war das ganze Wochenende schon schnell unterwegs. Er war einfach besser heute“, gratulierte Hamilton anschließend fair. „Meine letzten Runden waren leider nicht perfekt. Da habe ich einfach keinen guten Job gemacht.“

Bottas strahlte dagegen über beide Ohren: „Das hat heute richtig Spaß gemacht. Mit meinem Dreher im dritten Training habe ich mir das Leben natürlich nicht leichter gemacht. Aber am Ende habe ich es doch hinbekommen. Ich fühle mich einfach immer wohler im Auto und freue mich schon auf das Rennen morgen.“

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2019
xpb
Für Vettel reichte es wieder nur zum dritten Platz hinter der silbernen Mauer.

Rang 3 für Vettel das Maximum

Obwohl Hamilton keine gute Runde hinbekam, konnte Ferrari nicht davon profitieren. Vettel fehlten am Ende 0,866 Sekunden – eine echte Klatsche. „Der letzte Sektor ist unsere Achillesferse. Der schmeckt den Mercedes irgendwie besser“, analysierte der Heppenheimer. „Das Auto fühlt sich eigentlich ganz gut an. Die Balance passt, aber der Grip ist nicht da.“

Für Charles Leclerc im Schwesterauto lief es sogar noch schlechter. Bei einem Fahrfehler im Q2 beschädigte sich der Monegasse den Unterboden. So konnte er im Q3 nur einmal rausgehen. Es reichte für Leclerc am Ende nur für Startplatz 5, weil sich Max Verstappen mit einer guten Runde noch ins Ferrari-Sandwich schob. Leclerc muss sich die dritte Startreihe mit dem zweiten Red Bull von Pierre Gasly teilen.

Aus Startreihe vier gehen die beiden Haas ins Rennen. Das hatte sich nach den starken Trainingsleistungen schon angedeutet. Romain Grosjean gewann das teaminterne Duell im entscheidenden Versuch gegen Kevin Magnussen mit 11 Tausendstel Vorsprung. Dahinter geigte Daniil Kvyat im Toro Rosso auf Startplatz 9 groß auf.

Hülkenberg nach Crash früh raus

Boxentafel - Hamilton - GP Aserbaidschan 2018
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Für Nico Hülkenberg war schon nach der ersten Quali-Runde Schluss. Der Rheinländer hatte sich gleich in seinem ersten Anlauf einen Ausrutscher geleistet. In Kurve 4 ging es durchs Kiesbett in die Bande, wobei er sich den Frontflügel abriss. Hülkenberg konnte zwar noch einmal an die Box zurückkehren, nach der kurzen Reparatur reichte es aber im teaminternen Duell gegen Daniel Ricciardo nicht zum Weiterkommen. Der Unterschied der beiden Teamkollegen in der entscheidenden Runde betrug 19 Tausendstel.

„Der Verbremser war natürlich ausschlaggebend für das frühe Aus. Das war ganz klar mein Fehler und ich habe den Preis bezahlt“, gab Hülkenberg unverblümt zu. „Ich habe mir bei dem Ausrutscher leider einen neuen Frontflügel beschädigt und musste dann auf eine alte Version zurückrüsten. Damit habe ich sofort gemerkt, dass mir Abtrieb auf der Vorderachse fehlt.“

Ricciardo schaffte es mit einer Klasse-Runde im zweiten Quali-Abschnitt am Ende sogar noch ins Top-Ten-Finale, wo er dann die zehntschnellste Zeit fuhr. Wegen seiner Kollision mit Daniil Kvyat in Baku geht es für den Australier am Start aber drei Plätze zurück auf Rang 13. Dadurch rutscht McLaren-Pilot Lando Norris noch in die Top Ten.

GP Spanien 2019: Ergebnis Qualifikation

  Fahrer Team Q1 Q2 Q3 Runden
1 Valtteri Bottas Mercedes 1:16.979 1:15.924 1:15.406 18
2 Lewis Hamilton Mercedes 1:17.292 1:16.038 1:16.040 17
3 Sebastian Vettel Ferrari 1:17.425 1:16.667 1:16.272 18
4 Max Verstappen Red Bull 1:17.244 1:16.726 1:16.357 12
5 Charles Leclerc Ferrari 1:17.388 1:16.714 1:16.588 19
6 Pierre Gasly Red Bull 1:17.862 1:16.932 1:16.708 17
7 Romain Grosjean Haas 1:18.042 1:17.066 1:16.911 16
8 Kevin Magnussen Haas 1:17.669 1:17.272 1:16.922 15
9 Daniil Kvyat Toro Rosso 1:17.914 1:17.243 1:17.573 20
10 Daniel Ricciardo* Renault 1:18.385 1:17.299 1:18.106 19
11 Lando Norris McLaren 1:17.611 1:17.338   14
12 Alexander Albon Toro Rosso 1:17.796 1:17.445   14
13 Carlos Sainz McLaren 1:17.760 1:17.599   12
14 Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:18.132 1:17.788   14
15 Sergio Perez Racing Point 1:18.286 1:17.886   12
16 Nico Hülkenberg Renault 1:18.404     7
17 Lance Stroll Racing Point 1:18.471     9
18 Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.664     8
19 George Russell** Williams 1:19.072     8
20 Robert Kubica Williams 1:20.254     9
* +3 Startplätze        
  ** +5 Startplätze          
  Fahrer Team Q1 Q2 Q3 Runden
1 Valtteri Bottas Mercedes 1:16.979 1:15.924 1:15.406 18
2 Lewis Hamilton Mercedes 1:17.292 1:16.038 1:16.040 17
3 Sebastian Vettel Ferrari 1:17.425 1:16.667 1:16.272 18
4 Max Verstappen Red Bull 1:17.244 1:16.726 1:16.357 12
5 Charles Leclerc Ferrari 1:17.388 1:16.714 1:16.588 19
6 Pierre Gasly Red Bull 1:17.862 1:16.932 1:16.708 17
7 Romain Grosjean Haas 1:18.042 1:17.066 1:16.911 16
8 Kevin Magnussen Haas 1:17.669 1:17.272 1:16.922 15
9 Daniil Kvyat Toro Rosso 1:17.914 1:17.243 1:17.573 20
10 Daniel Ricciardo* Renault 1:18.385 1:17.299 1:18.106 19
11 Lando Norris McLaren 1:17.611 1:17.338   14
12 Alexander Albon Toro Rosso 1:17.796 1:17.445   14
13 Carlos Sainz McLaren 1:17.760 1:17.599   12
14 Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:18.132 1:17.788   14
15 Sergio Perez Racing Point 1:18.286 1:17.886   12
16 Nico Hülkenberg Renault 1:18.404     7
17 Lance Stroll Racing Point 1:18.471     9
18 Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.664     8
19 George Russell** Williams 1:19.072     8
20 Robert Kubica Williams 1:20.254     9
* +3 Startplätze        
  ** +5 Startplätze          
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