Haas - Formel 1 - GP Ungarn 2019 Motorsport Images
Haas F1 VF-19 - Formel 1 - 2019
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Haas beendet Vergleichstest

Beide Autos in Spa mit neuem Paket

In den letzten Rennen waren die Haas-Piloten mit unterschiedlichen Konfigurationen unterwegs, um Vergleichsdaten zu sammeln. Dieses Experiment wird nach der Sommerpause beendet.

Die Ingenieure von Haas standen in der ersten Saisonhälfte oft ratlos da. Der VF-19 verhielt sich regelmäßig wie eine Diva. Schnell im Qualifying, langsam im Rennen – dazu auch noch unzuverlässig. Das größte Problem liegt in den Reifen. Kein anderes Team kämpft so damit, die heiklen Pirelli-Gummis in ihr Arbeitsfenster zu bekommen, wie der US-Rennstall.

„Wir müssen extreme Kompromisse beim Setup eingehen, damit es einigermaßen klappt“, schimpfte Teamchef Guenther Steiner zuletzt. Weil sich das Problem partout nicht lösen lassen wollte, entschieden sich die Ingenieure für eine drastische Maßnahme. Beide Autos wurden in unterschiedlichen Konfigurationen ins Rennen geschickt.

Haas-Experiment für drei Rennen

Weil nicht klar, wie sich die letzten Aero-Upgrades auf die Reifentemperaturen und den Verschleiß auswirken, musste Romain Grosjean noch einmal mit dem Auto vom Stand Melbourne fahren. Kevin Magnussen sammelte mit der aktuellsten Spezifikation Vergleichsdaten.

Eigentlich sollte das Experiment nur beim GP England durchgeführt werden. Doch in Silverstone fuhren sich beide Haas-Piloten schon in der ersten Runde in die Kiste und schieden früh aus. In Hockenheim verhinderte zwei Wochen später der Regen, dass die Techniker endlich die erhofften Daten sammeln konnten. Das klappte erst im dritten Anlauf in Budapest.

Haas - Formel 1 - GP England 2019
Wilhelm
In Silverstone waren die beiden Haas-Piloten erstmals mit unterschiedlichen Aero-Paketen unterwegs.

Nun erklärte Teamchef Steiner das Experiment für beendet: „In Spa werden wir nur mit dem Upgrade-Paket fahren, dass wir in Hockenheim gebracht haben. Wir haben viel darüber gelernt und haben ein paar Teile noch einmal modifiziert. Beide Autos werden in der gleichen Spezifikation antreten. Hoffentlich lernen wir dann noch einmal etwas mehr.“

Weiterentwicklung fast beendet

Die Ingenieure des Teams aus North Carolina sind aber nicht nur mit dem aktuellen Auto beschäftigt. Auch am VF-20 wird bereits fleißig gearbeitet: „Wir haben unseren Fokus in der Entwicklung zum Teil schon auf 2020 verlagert. Wir werden jetzt die Ergebnisse im Windkanal abwarten, ob wir überhaupt noch Upgrades für das alte Modell bringen. Das wissen wir aktuell noch nicht.“

Durch die erwähnten Probleme mit den Reifen und die langwierige Fehlersuche ist Haas mittlerweile auf den vorletzten Platz in der Teamwertung abgerutscht. Steiner übt sich in Durchhalteparolen: „Es ist noch alles möglich. Aber es ist schwierig, wenn man ein Auto hat, das im Rennen nicht funktioniert. Denn da werden die Punkte vergeben.“

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