F1 Jerez Test 2015 (Ergebnis Tag 3)

Sauber-Neuling fährt Tagesbestzeit

Felipe Nasr - Sauber - Formel 1-Test - Jerez - 3. Februar 2015 Foto: Stefan Baldauf 138 Bilder

Mit der Bestzeit von Felipe Nasr am dritten Testtag in Jerez hat Sauber seinen guten Eindruck fortsetzen können. Die meisten Runden drehte wieder einmal Mercedes. Auch am Ende der Kilometerwertung änderte sich nichts. Wieder Probleme bei McLaren.

Am Dienstag (3.2.2015) sorgte zunächst das Wetter für erschwerte Bedingungen. Nach nächtlichen Regenfällen präsentierte sich das 4,428 Kilometer lange Asphaltband in der Früh noch in feuchtem Zustand. Mangels Sonne und frischer Temperaturen um die 13°C-Marke dauerte es relativ lange, bis endlich die Slicks aufgezogen werden konnten.

Nasr erst mit Abflug dann mit Bestzeit

Das erste Opfer der Bedingungen hieß Felipe Nasr. Der brasilianische Sauber-Neuzugang warf sein Auto in Kurve 9 ins Kies und musste geborgen werden. Der C34 blieb zum Glück unbeschädigt und war nach einer kurzen Säuberung schnell wieder einsatzfähig. Trotz einer weiteren kleineren Verzögerung wegen der Anlieferung frischer Update-Teile aus der Schweiz fuhr Nasr sogar in 1:21.545 Minuten noch die Tagesbestzeit.

Bevor die Sauber-Fans in Euphorie verfallen müssen wir allerdings anmerken, dass Nasr bei seinem Bestzeit-Run auf den schnellen, weichen Reifen unterwegs war. Außerdem war bei keinem Team ein besonderes Bestreben zu erkennen, auf Zeitenjagd zu gehen. Auch für die Sauber-Ingenieure dürfte die Zahl der erreichten Runden (108) wichtiger sein als die Platzierung im Tableau.

Den Tagesbestwert in der Kilometerwertung sicherte sich wieder einmal Nico Rosberg. Der Deutsche hatte bei seinem ersten Auftritt am Sonntag schon 157 Runden abgespult. Am Dienstag kamen noch einmal 151 dazu. Da konnte kein anderer Pilot mithalten. Dabei musste selbst der Mercedes am Mittag kurz die Hilfe des Abschleppers in Anspruch nehmen. Ein Motorsensor hatte einen Fehler erkannt und das Aggregat vorsichtshalber abgeschaltet. Offenbar nur ein kleiner Schluckauf.

McLaren von Wasserleck gestoppt

Einen größeren Schluckauf hatte mal wieder McLaren zu verkraften. Auch am dritten Testtag konnten die Ingenieure nur wenige Punkte vom Testplan abhaken. Nur am Vormittag lief der Honda-Motor mal für ein paar Runden am Stück. Nach dem 32. Umlauf war dann aber wieder vorzeitig Schluss für Fernando Alonso. Um einem Leck im Kühlwasserkreislauf auf die Spur zu kommen, mussten die Mechaniker den Motor ausbauen. Das war in den verbleibenden 5 Stunden nicht zu schaffen.

In den ersten beiden Sessions war der neue McLaren MP4-30 schon nur auf insgesamt 12 Runden gekommen. Insgesamt steht der Rundenzähler nun also bei 44. Alonso feierte die Steigerung nach seinem letzten Auftritt der Woche jedoch euphorisch als "großen Schritt nach vorne". Ob die spanischen Fans an der Strecke mit der Magerkost ebenfalls zufrieden sind, darf bezweifelt werden.

Besser lief es bei Alonsos Ex-Team Ferrari. Nach den beiden Vettel-Bestzeiten zum Start der Jerez-Woche fand sich Kimi Räikkönen bei seinem ersten Auftritt im SF15-T am Ende auf Rang 2 wieder. Er erzielte seine Bestzeit auf dem Medium-Reifen, der laut Pirelli 1,5 Sekunden langsamer ist. Auch die Zuverlässigkeit passt. Trotz eines kleinen Telemetrie-Problems zum Start in den Tag kam das rote Auto am Ende immerhin auf 92 Runden.

Red Bull muss Motor wechseln

Von dieser Zahl konnte Red Bull nur träumen. Nach dem Frontflügel-Malheur von Daniil Kvyat am Tag zuvor verbrachte Daniel Ricciardo am Dienstag wegen einer defekten Wasserpumpe viel Zeit in der Garage. Bis der gesamte Renault-Motor gewechselt war, vergingen fast 5 Stunden. Später sorgte ein Sensorproblem für weitere Standzeit. Erst mit ein paar Longruns am Ende des Tages schraubte Ricciardo sein Rundenkonto noch auf 48.

Einen besseren Eindruck hinterließ Lotus. Beim zweiten Auftritt mit dem neuen Auto startete man wegen der feuchten Bedingungen freiwillig etwas später mit dem Programm. Das Risiko eines Abflugs von Pastor Maldonado wollte man mangels Ersatzteilen nicht eingehen. Nachdem auch ein kleines Telemetrie-Problem behoben war, kam das schwarz-goldene Auto immerhin auf 96 Runden und die fünftbeste Zeit.

Etwas schneller als Maldonado war noch Valtteri Bottas im Williams auf Rang 4, der viel Zeit des Tages mit Aerodynamik-Runs und Setup-Tests verbrachte. Direkt hinter Maldonado in der Zeitentabelle landete Carlos Sainz im Toro Rosso auf Rang 6. Der Lokalmatador sicherte sich mit 136 Runden Platz 2 in der Kilometerwertung.

Den ganzen Testtag können Sie nochmal in unserer Fotogalerie Revue passieren lassen.

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