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Formel 1 Kalender 2017

Ecclestone sieht GP Brasilien in Gefahr

Bei der Präsentation von Partner Heineken sprach Bernie Ecclestone auch über den F1-Kalender 2017. Er gibt einem GP Deutschland eine Chance, droht aber Brasilien damit, dass die Formel 1 dieses Jahr dort zum letzten Mal antritt.

Bernie Ecclestone hält immer noch alle Fäden in der Hand. Eine seiner mächtigsten Waffen ist der WM-Kalender. Bernie bestimmt, wo in Zukunft gefahren wird, und wo nicht. Oder soll man besser sagen: Wer das Geld hat, sich einen Grand Prix leisten zu können.

F1-Kalender 2017 mit GP Deutschland?

Deutschland ist seit Jahren ein Wackelkandidat. Den neuen Besitzern am Nürburgring ist die Formel 1 zu teuer. Deshalb fand 2015 auch kein Rennen in Deutschland statt. Hockenheim hat noch einen Vertrag für 2016 und 2018. Doch wenn in diesem Jahr nicht mindestens 55.000 Zuschauer kommen, ist laut Hockenheim-Chef Georg Seiler selbst das 2018er Rennen in Gefahr.

Bernie Ecclestone überraschte bei der Heineken-Präsentation in Montreal mit der Aussage: „Ich kann mir vorstellen, dass es sogar 2017 ein Rennen in Deutschland gibt.“ Auf Details wollte der Formel 1-Chef nicht eingehen.

Es kursieren aber Gerüchte, dass die Rechteinhaber im nächsten Jahr bei Traditionsrennen selbst als Promoter auftreten wollen. Das könnte auch den GP Italien in Monza retten. Es ist kein Zufall, dass Heineken dieses Jahr in Monza als Event-Sponsor auftritt.

Ecclestone will F1-Kalender mit 21 Rennen

Dafür wurde Ecclestone beim GP Brasilien konkret. „Es könnte sein, dass der Grand Prix in Brasilien dieses Jahr zum letzten Mal stattfindet.“ Es wäre das Ende einer Ära, die 1973 in Interlagos begann.

Das Problem ist altbekannt. Brasilien kann die von Ecclestone geforderte Summe nicht mehr aufbringen, weil der nationale TV-Sender Globo wegen eines rigiden Sparkurses im Haus das Rennen nicht mehr unterstützen kann. Ecclestones Drohung ist auch als Säbelrasseln zu verstehen. Demnächst stehen Verhandlungen mit dem Veranstalter in Sao Paulo an.

Trotz der Sorgen um Brasilien, Deutschland und Italien will Ecclestone auch 2017 bei 21 Rennen bleiben. Doch wo sind neue Grand Prix in Sicht? Argentinien? „Ich fürchte, die haben das Geld nicht dazu“, verzieht Bernie das Gesicht. Südafrika? „Wäre gut, aber Kyalami ist als Strecke zu klein für uns.“ Las Vegas? „Die Amerikaner reden viel, aber es passiert nichts.“

Dann erzählt der 85-jährige Engländer noch von seinen spektakulärsten Deals in der Vergangenheit. Als er 1986 die Formel 1 hinter den Eisernen Vorhang nach Ungarn brachte. Ein kapitalistischer Sport mitten im Kommunismus. „Ich verhandelte damals mit dem KGB“, erinnert sich Bernie. Und was war sein schwierigster Deal? „Am längsten habe ich an einem Grand Prix in Russland gearbeitet.“

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Wer die Formel 1 immer noch für langweilig hält, soll sich eine andere...

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