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Pläne zum restlichen F1-Kalender

Zweite Chance für Hockenheim

Die ersten acht Grand Prix der Formel 1-Saison 2020 sind unter Dach und Fach. Doch wo finden die restlichen Rennen statt? Nach den neuesten Plänen hat Hockenheim doch noch eine Chance. Wir haben die letzten Infos.

Die Hälfte ist geschafft. Anfang der Woche präsentierte die Formel 1 einen Kalender mit den ersten acht Rennen. Allesamt vermutlich ohne Publikum. Am 5. und 12. Juli geht es am Red Bull-Ring los. Dann folgen Ungarn, zwei Mal England, Spanien, Belgien und Italien. Die Grands Prix in Spa und Monza finden an ihrem ursprünglichen Terminen statt.

Für Hockenheim ist im Entwurf für die ersten beiden Monate kein Platz. Für die Verantwortlichen im Motodrom kam das nicht überraschend. "Uns war klar, dass wir erst einmal außen vor sind, für den Fall, dass in England die Beschränkungen aufgehoben werden. Das ist nun eingetreten", bedauert Jochen Nerpel, der den Hockenheimring zusammen mit Jorn Teske führt.

Hockenheim hätte liebend gerne einen Grand Prix ausgetragen – gegen eine Gebühr versteht sich. Nun plant man das Jahr ohne die Formel 1. Man hofft auf Veranstaltungen von DTM, ADAC GT Masters, Porsche Sports Cup und des inzwischen bekannten Dragster-Rennens Nitrolympx – sofern es die zuständigen Behörden freigeben.

Doch vielleicht gibt es doch noch eine Chance, dass die Königsklasse im Motodrom Station macht. Noch ist nicht klar, wie die WM nach dem Ende des ersten Teils am 6. September fortgeführt wird.

Red Bull - Pirelli 2017 Reifen Test - Mugello 2016
Red Bull
Der letzte offizielle Auftritt der Formel 1 im Mugello fand im Rahmen eines Pirelli-Reifentests 2016 statt.

Klar ist nur: Es muss noch etwas kommen, wenn man den WM-Status wahren und die TV-Gelder in voller Höhe kassieren will. Acht Rennen reichen zwar für eine Weltmeisterschaft, aber sie sollten auch auf mindestens drei Kontinenten stattfinden. So steht es zumindest in Artikel 2.4.3.b.i. des FIA-Sportcodes. Bis Monza fährt die Formel 1 nur in Europa.

Hinter den Kulissen wird bereits eifrig diskutiert, wie es nach dem GP Italien weitergeht. Da Überseerennen wegen der unterschiedlichen Reisebestimmungen schwer planbar sind, will die Formel 1 nun doch noch zwei weitere Rennen in Europa veranstalten, bevor sie in die Ferne reist.

Für diese zwei Rennen gibt es drei Kandidaten: Hockenheim, Imola und Mugello. Da Italien mit Monza bereits ein Rennen hat, ist es eher unwahrscheinlich, dass sowohl Imola als auch Mugello den Zuschlag bekommen. Hockenheim hat also eine gute Chance auf ein Rennen in der zweiten September-Hälfte.

Gibt es zwei Rennen in Sotschi?

Danach wird es schwierig. Das Finale im Mittleren Osten gilt als gesetzt. Bahrain wäre bereit, wie Österreich und England zwei Rennen innerhalb einer Woche zu veranstalten. Abu Dhabi will nur ein Finalrennen. Fehlen noch zwei Veranstaltungen um auf den angepeilten Wert von 15 Läufen zu kommen.

Singapur, Aserbaidschan und Japan sollen aus dem Rennen sein. Die beiden Stadt-Grand Prix funktionieren nur mit Zuschauern. Und weil heute noch keine Entscheidung über ein sicheres Austragungsdatum getroffen werden kann, wird die Vorlaufzeit zu knapp. Japan will sein Land nicht vor März 2021 für Reisende aus Europa und den USA öffnen.

Vietnam hat der Formel 1 signalisiert, dass man kein großes Interesse an einem Rennen im Herbst hat. Weil man 2021 im Frühjahr direkt schon wieder dran wäre. Damit läge nur ein halbes Jahr zwischen dem ersten und zweiten Grand Prix in Hanoi.

F1-Tagebuch - GP Russland 2018 - Sotschi
ams
Gibt es nach Spielberg und Silverstone einen weiteren Doppelschlag in Sotschi?

Dafür diskutiert die Formel 1 über zwei Rennen in Sotschi. Russland ist zwar von der Corona-Krise schwer betroffen, doch Brennpunkt ist hauptsächlich Moskau. Sotschi wäre von der Infrastruktur her ideal. Die stadionähnliche Anlage ist einfach abzusperren. Sämtliche Hotels liegen in Gehweite. Damit sind die Hygienebestimmungen der Formel 1 leicht einzuhalten.

Bliebe noch das Problem mit dem dritten Kontinent. Brasilien und Mexiko verkünden zwar tapfer, dass sie ihre Grands Prix an den geplanten Daten stattfinden lassen wollen, doch wer den Zuwachs der Infektionszahlen in den Mega-Städten Sao Paulo und Mexico-City sieht, muss daran zweifeln.

In den USA hat die NASCAR-Meisterschaft bereits bewiesen, dass man Geister-Rennen veranstalten kann. Am kommenden Wochenende startet die IndyCar-Serie auf dem Texas Motor Speedway ihre Saison.

Doch in den USA gibt es mit dem Standort Austin ein Problem. Die finanzielle Lage des Circuit of the Americas soll angespannt sein. Wegen der Corona-Krise fanden zuletzt gar keine Veranstaltungen statt, auch nicht die gewinnbringenden Konzerte.

IndyCar hat Austin bereits vom Kalender gestrichen. Eine mögliche Alternative für die Formel 1 wäre eine Rückkehr nach Indianapolis. Der Speedway wäre gerüstet. Dort finden am 23. August das Indy 500 und am 4. Juni und am 3. Oktober die beiden Straßen-Grand Prix der IndyCar-Serie statt.

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