Was kostet die Formel 1 2019?

Neue Cargo-Boxen für neue Flügel

Haas - Frontflügel - F1 - 2019 Foto: xpb

Red Bull beklagt, dass die Flügeloperation durch die neuen FIA-Regeln 15 Millionen Euro extra kostet. Haas hat die Rechnung bereits aufgemacht. Es wird teurer, aber nicht um so viel.

Für Haas bricht 2019 eine neue Zeitrechnung an. Zum ersten Mal seit dem Debüt 2016 fährt der US-Rennstall mit externen Sponsoren-Logos auf dem Auto. Hauptsponsor Rich Energy gibt dem US-Renner seinen neuen schwarz-goldenen Anstrich.

Der Kühlmittel- und Schmierstoff-Hersteller Peak steht prominent auf den Heckflügel-Endplatten. Die Finanzspritze wird zu einem Teil dazu verwendet, die Eigen-Investitionen von Teambesitzer Gene Haas zu reduzieren, zum anderen um das Budget zu erhöhen. Der Etat steigt um rund 9 Prozent. Die Mannschaft um 10 Mitarbeiter.

Die Formel 1 ist wieder einmal teurer geworden. Nicht nur wegen des Wettbewerbs. Man hat das Gefühl, die Teams geben noch einmal so richtig Geld aus, bevor ihnen eine Budgetdeckelung droht. Ferrari hat zum Beispiel gleich vier Simulatorfahrer für die kommende Saison engagiert.

Neue Regeln ohne Wirkung?

Bei Red Bull wurden 15 Millionen Euro extra investiert, um die Aerodynamik den neuen Regeln anzupassen. Haas-Teamchef Guenther Steiner gibt zu: „Die neuen Regeln kosten mehr Geld, aber bei uns ist es nicht so viel. Entscheidend ist ja das Delta zwischen dem, was du sowieso für eine normale Weiterentwicklung ausgegeben hättest und dem, was der zusätzliche Entwicklungsaufwand kostet.“

Steiner gibt zu, dass die neuen Flügeldimensionen und Formen das Aero-Konzept auf den Kopf gestellt haben. Es ist nicht damit getan, den Frontflügel um 20 und den Heckflügel um 10 Zentimeter zu verbreitern. In Bezug auf die Rundenzeiten wird sich nicht viel ändern: „Jeder versucht auf den Stand von 2018 zu kommen. Ich glaube, die meisten sind schon da“, meint Steiner.

Und wird dann wenigstens mehr überholt? Großes Schweigen. Dann die Antwort: „Ich fürchte, dass es mit dem Überholen nicht viel einfacher wird.“ Weil es die Konstrukteure trotz der neuen Beschränkungen geschafft haben, die schlechte Luft doch wieder außen um das Auto herum zu leiten. Genau das, was man eigentlich verhindern wollte.

Force India - Formel 1 - Frontflügel 2019 Foto: ams
Die neuen Frontflügel sind vom Aufbau her einfacher gestaltet. Aber ihre Breite erhöht sich um 20 Zentimeter.

Neue Transportkisten für 3.000 bis 4.000 Euro

Die zusätzlichen Entwicklungs-Investitionen sind nicht der einzige Kostenpunkt, den die neuen Regeln verursachen. „Wir brauchen für Front- und Heckflügel jeweils acht neue Transportkisten, weil sie in die alten nicht mehr reinpassen“, erzählt Steiner. Eine dieser Leichtgewicht-Boxen kostet zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Weil sie mehr Platz wegnehmen, steigen auch die Cargo-Kosten. Dort wird nicht nur nach Kilogramm, sondern auch nach Volumen kassiert.

Immerhin sind die Flügel selbst ein bisschen billiger. Sie sind nicht mehr so kompliziert wie ihre Vorgänger und bestehen aus weniger Elementen. „Die Komplexität ist weg. Wir sparen hauptsächlich an den Werkzeugen“, so Steiner. Der Spareffekt kann aber schnell aufgefressen werden. Teamchefs und Fahrer erwarten mehr Flügelschrott bei Zweikämpfen.

Und weil eine Frontflügel-Modifikation jetzt schneller in die Realität umgesetzt werden kann, werden wir wahrscheinlich auch einen höheren Durchsatz an unterschiedlichen Variationen erleben. Es sind zwar nur fünf unterschiedliche Flügelprofile erlaubt, doch das wird die Konstrukteure nicht davon abhalten, sich hier bis zum Gehtnichtmehr auszutoben.

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