F1-Lenkräder

Hebelsalat

Foto: McLaren F1

Kein Verbot kann die Formel 1-Ingenieure bremsen. Längst haben sie sich Ersatzsysteme ausgedacht, um den Verlust von Motorbremse und Traktionskontrolle zu kompensieren.

Je besser sie die Standardelektronik verstehen, umso schlauere Ersatzlösungen finden sie. Da die Systeme nicht mehr automatisch reagieren dürfen, ist der Fahrer gefordert. Er darf zwischen je fünf Gaspedal- und Drehzahleinstellungen wählen, die dann in das dreidimensionale Motorkennfeld eingespeist werden.

Voreinstellungen einfach anwählbar

Über die Übersetzung zwischen Gaspedal und Drosselklappe wird das Ansprechverhalten des Motors gesteuert und somit eine Traktionshilfe geschaffen. Die Verschiebung des Drehzahllimits nach unten beeinflusst das Schleppmoment des Triebwerks. Der Fahrer kann zwischen fünf Abstufungen der Motorbremse wählen.

Wichtig ist eine einfache Bedienbarkeit. Drehknöpfe oder Schalter auf der Lenkradkonsole sind ungeeignet. Die McLaren-Piloten können bereits seit Saisonbeginn die Motorcharakteristik mit einer zusätzlichen Wippe am Lenkrad schnell verändern. Da sie direkt in der Nachbarschaft der Schaltung liegt, müssen Hamilton und Kovalainen nur parallel an den zwei Hebeln ziehen, um mit dem Gangwechsel auch ein anderes Kennfeld einzustellen.

Konkurrenz zieht nach

Honda hat in Spa nachgezogen, Ferrari wollte mit sechs Lenkradhebeln in Monza an den Start gehen. Letzte Tests verliefen zuvor erfolgreich: Mit den zusätzlichen Wippen oberhalb der Schaltung verändern Massa und Räikkönen wahlweise das Motorkennfeld oder wie bei Renault Differenzialeinstellungen.

Der Fahrassistent von Renault bietet in vier Abstufungen für Kurveneingang und Kurvenausgang unterschiedliche Differenzialsperren an. Schiebt das Auto zu stark über die Vorderachse, können Alonso und Piquet bequem durch Ziehen des Hebels die Sperrwirkung reduzieren.

Zur Startseite
Die neue Ausgabe als PDF
Oberklasse Honqi L5 Chinas Staatslimousine Honqi (Red Flag) L5 V8 im Check Rote Flagge für Chinas Mächtige und Reiche Erlkönig Audi RS7 Erlkönig Audi RS7 (2019) Mit 650 PS aus einem Biturbo-V8
Sportwagen Porsche 922 Carrera 4S, Exterieur Porsche 911 (992) Carrera 4S Neue Lichtgestalt in der 911-Geschichte Chevrolet Corvette ZR1, Chevrolet Camaro ZL1 1LE, Exterieur Chevrolet Corvette ZR1 und Camaro ZL1 1LE im Test Zwei Extrem-V8 im Infight
SUV Rivian R1T Rivian R1T im ersten Check Dieser Elektro-Pickup ist eine echte Wundertüte Erster Check Mercedes GLS Erster Check Mercedes GLS 2019 Mercedes Maximus
Anzeige