Toto Wolff - Mercedes - Mattia Binotto - Ferrari Wilhelm

Kein Job für Teamchefs im F1-Management

Keine Unterstützung für Wolff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff wird in der Szene als Nachfolger von Formel 1-Chef Chase Carey gehandelt. Doch der neue Formel 1-Vertrag beinhaltet eine Klausel, wonach ein Ex-Teamchef drei Jahre warten muss, bis er im F1-Management eine Rolle übernehmen darf. Ferrari würde wahrscheinlich ein Veto einlegen.

Für die Formel 1 beginnt 2021 ein neues Zeitalter. Viele im Fahrerlager glauben, dass Formel 1-Chef Chase Carey den Staffelstab an einen Nachfolger weitergibt, wenn das Projekt mal auf die Reise gebracht hat. Also spätestens Ende 2021. Mercedes-Teamchef Toto Wolff wird als einer der Kandidaten für seine Nachfolge gehandelt. Wenn es so wäre, müsste sich Wolff gedulden. In den Formel 1-Vertrag ist eine Klausel eingearbeitet, wonach ein Ex-Teamchef drei Jahre warten muss, bevor er eine führende Rolle im F1-Management übernimmt.

Bernie Ecclestone und sein Auftraggeber CVC Capitals haben sich früher auf eine andere Weise abgeschottet: „Bei uns hatte Ferrari ein Veto-Recht über die Besetzung des Vorstandes. Hätte sich ein Chef eines anderen Teams um den Posten beworben, hätte Ferrari damals bestimmt sein Veto eingelegt.“

Ferrari fürchtet Interessenskonflikt

Das ist noch immer so, auch wenn das neue Veto-Recht von Ferrari eher Symbolcharakter hat. „Wir sind der Meinung, dass eine Person, die in den letzten Jahren ein aktiver und wichtiger Drahtzieher in einem Team war, in leitender Funktion in der Formel 1 automatisch einen Interessenskonflikt verursachen würde“, mahnt Ferrari-Präsident Louis Camilleri. „Persönlich denke ich, dass es keine gute Sache wäre, wenn eine solche Person die Formel 1 führen würde.“

Camilleri lobt die Arbeit von Chase Carey und sieht auch keinen Grund, den Amerikaner auszuwechseln. „Chase hat einen ziemlich guten Job gemacht: Er kommt aus der Unterhaltungsbranche ohne einen Formel 1-Hintergrund. Liberty braucht als börsennotiertes Unternehmen einen Geschäftsführer, und es macht Sinn, dass der aus der Welt der Unterhaltung kommt.“

Ferraris Präsident will das nicht nur auf die Personalie Wolff beziehen. „Wenn wir Mattia Binotto vorschlagen würden, wäre der Rest des Fahrerlagers auch nicht happy damit. Das ist doch nur logisch.“ Ob Ferrari tatsächlich sein Veto geltend machen würde, lässt Camilleri offen: „Das ist unsere letzte Zuflucht. Sagen wir es so: Wir würden Liberty unseren Standpunkt deutlich machen. Es würde ein konstruktives Gespräch geben.“

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