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Formel 1-Meeting in Valencia

Kostensparplan braucht acht Stimmen

In Valencia fand am Donnerstag (21.6.) das zweite Meeting der Formel 1-Teams zum Thema Kostenreduktion statt. Acht der zwölf Rennställe müssen zustimmen, damit der Sparplan zum FIA-Gesetz wird. Am 30. Juni wird per Fax abgestimmt. An dem Tag könnte sich die Zukunft der Formel 1 entscheiden.

Der 30. Juni könnte für die Zukunft der Formel 1 ein entscheidender Tag werden. Dann müssen die zwölf Teams darüber abstimmen, ob die FIA ab 2013 die Kosten kontrollieren und bei Verletzung der Vorschriften die betreffenden Teams auch bestrafen soll.

FIA-Präsident Jean Todt und Bernie Ecclestone hatten sich am Montag nach dem GP Monaco mit den Teamchefs und Technikdirektoren bereits einmal zu dem Thema besprochen. Herausgekommen ist, dass die Mehrheit der Teams eine Kostenkontrolle auf der Basis des so genannten "Singapur Abkommens" wünscht.

Ressourcen in der Formel 1 werden begrenzt

In diesem Vertragswerk wurde festgehalten, dass die Teams nicht mehr als 315 Mitarbeiter für den Bau und den Einsatz der Autos beschäftigen und Fremdleistungen im Gegenwert von 30 Millionen Euro einkaufen dürfen. Es ist allerdings möglich, das eine gegen das andere zu verrechnen. Pro 100.000 Euro weniger Fremdleistung dürfen zwei zusätzliche Mitarbeiter angestellt werden. Pro Jahr sind fünf Millionen Euro Investitionen gestattet.

Auch bei den Windkanalstunden (60 pro Woche), Computerkapazitäten (40 Terabyte), Windkanalversuchen mit dem Originalauto (4 Tage) und Aerodynamiktests (4 Tage) darf man auf das eine zu Gunsten des anderen in einem bestimmten Rahmen verzichten oder aufstocken. Ferrari hätte in diese Formel gerne auch noch richtige Testtage auf der Rennstrecke eingeschlossen.

Teams diskutieren in Valencia übers Sparen

Am Donnerstag (21.6.) fand in Valencia eine zweite Sitzung zu diesem Thema statt. Danach sollte die FIA einen Plan ausarbeiten, welche Maximalwerte erlaubt werden, was untereinander verrechnet werden darf, wie das alles kontrolliert werden soll, und wie hoch die Strafen bei Nichteinhaltung ausfallen. Von diesem Vorschlag hängt es ab, ob am 30. Juni der Kostenreduzierungsplan offiziell in das Reglement übernommen wird.

Die Teams werden in einer Fax-Abstimmung über ihr eigenes Schicksal entscheiden. Die FIA braucht acht von zwölf Stimmen, um den Kostenreduzierungsplan ab 2013 zum Gesetz zu machen. Sollte der Termin ohne Ergebnis verstreichen, wird es praktisch unmöglich, für 2013 das Reglement zu ändern. Danach ist Einstimmigkeit nötig.

Red Bull und Toro Rosso gegen Sparpläne

Prinzipiell sind nur Red Bull und Toro Rosso dagegen. Es könnte aber in letzter Minute noch ein paar Umfaller geben. Zum Beispiel weil Druck ausgeübt wird. Da gibt es viele Möglichkeiten. Ferrari beliefert Sauber und Toro Rosso mit Motoren. Renault hat gleich vier Kunden. Red Bull stellt Caterham sein Kers zur Verfügung. Force India und Marussia hängen bei McLaren am Windkanal- und Simulatortropf.

Es könnte aber auch sein, dass der FIA-Vorschlag einigen der Befürworter zu weit oder zu wenig weit geht. Ferrari zum Beispiel ist für eine strikte Reduzierung der Kosten, will aber nicht, dass die Formel 1 auf GP2-Niveau abrutscht. Und es ist Maranello wichtig, dass es mehr Freiheiten bei den Testfahrten gibt.

Red Bull verlangt, dass auch die Motorenhersteller an die Zügel gelegt werden und die Aerodynamik nicht zu weit beschnitten wird. Unter dieser Voraussetzung wäre der Titelverteidiger sogar zu Konzessionen beim Kostenreduzierungsplan bereit.

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Motorsport Aktuell Mark Webber Red Bull GP Monao 2012 Druck auf Red Bull nimmt zu Formel 1 Kostengrenze

Am Montag (28.7.) haben die F1-Teams über eine Kostenbremse diskutiert.

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