Formel 1-Motor für 2021

Mercedes warnt vor hohen Kosten

Mercedes - V6 Hybrid - Formel 1-Motor 2015 Foto: Mercedes 11 Bilder

Die FIA und das F1-Management haben ihre Vision vom Motor der Zukunft präsentiert. Doch die Hersteller sind skeptisch. Mercedes fürchtet, dass eine Neukonstruktion des Motors nötig ist. Die Hersteller wollen nun das ganze Konzept sehen.

Der Motorengipfel von Paris ist gelaufen. Und schon gibt es die ersten Reaktionen dazu. Oberflächlich betrachtet scheint die vorgestellten Richtlinien für den Formel 1-Motor ab 2021 an den bestehenden Motor-Regeln nicht viel zu ändern. Es bleibt beim 1,6 Liter V6-Turbo mit einem Turbolader. Die MGU-H, das komplizierteste Teil des Pakets, fällt weg.

Die MGU-K soll mehr Leistung rekuperieren. Der Fahrer soll bestimmen, wie die Leistung abgerufen wird. Die Drehzahl geht um 3.000/min rauf. Batterie und Leistungselektronik werden standardisiert genauso wie einige Innereien in den Triebwerken. Benzin-Entwicklung soll eingeschränkt, die Durchflussmenge möglicherweise erhöht werden, um die Leistung zu halten.

Neuer Motor verursacht hohe Kosten

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Mercedes ist skeptisch, ob der Vorschlag wirklich wie versprochen die Kosten reduziert. „Das Konzept klingt ähnlich, bedeutet aber eine komplette Neuentwicklung. Das würde bedeuten, das wir zwischen 2018 und 2020 an zwei Motoren gleichzeitig arbeiten müssten“, wirft Mercedes-Teamchef Toto Wolff ein.

Ins Detail will man noch nicht gehen, doch mögliche Kostentreiber kann man auch selbst ausmachen. Höhere Drehzahlen bedeuten mehr Belastung für die Teile. Der Turbolader ohne die MGU-H muss neu gebaut werden. Auch die Elektromaschine, die Strom aus kinetischer Energie bezieht.

Bei der zunehmenden Vereinheitlichung von Teilen oder gar einer Offenlegung der Motor-Technologie nach Nascar-Vorbild regt sich in den Kreisen von Mercedes, Ferrari, Renault und Honda ebenfalls Widerstand.

Widerstand der Hersteller

Wolff legt Wert darauf, dass der in Paris gezeigte Entwurf vorerst nur das Konzept von FIA und des neuen F1-Managements sei. „Es ist eine Vision und noch kein Reglement, das in Kürze abgesegnet wird und 2021 in Kraft tritt. Und es ist ausschließlich deren Vision und nicht die der Hersteller.“

„Es ist wichtig, gemeinsam zu definieren, was die Formel 1 in 2021 repräsentieren und welche Attribute ein Motor haben soll. Das muss dann eine Zielvorgabe sein an der wir alle arbeiten. Es ist höchstens der Startpunkt eines Dialogs, und nichts, dem wir in der Form zugestimmt haben. Gewisse Dinge sind richtig, aber nicht voll getroffen.“

Bevor Mercedes und die anderen Hersteller sich mit dem Weltverband und dem Rechteinhaber an einen Tisch setzen, wollen sie die nächste Sitzung am kommenden Dienstag abwarten. Dort werden Chase Carey und Ross Brawn ihre Pläne zur Budgetdeckelung und zur künftigen Entscheidungsfindung in Reglementfragen ab 2021 vorstellen.

„Es ist wichtig zu wissen, wie die Formel 1 ab 2021 generell weitergeht“, betont Wolff. „Nur über ein spezifisches Reglement wie den Motor zu sprechen, ist nicht genug. Vorher muss es ein Verständnis dessen geben, wie wir die Formel 1 in Zukunft sehen.“

Wolff will sich in der Frühphase der Umstrukturierung der Königklasse nicht auf ein Pingpong-Spiel mit FIA und F1-Management einlassen: „Ich will nur klarstellen, dass es da unterschiedliche Meinungen gibt. Es war eine Präsentation von Seiten des F1-Managements, nicht der Hersteller. Wir werden jetzt abwarten, was nächste Woche auf den Tisch gelegt wird, und von dort mit einem Dialog starten.“

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