Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain - Mittwoch - 19.4.2017
Mercedes - V6 Hybrid - Formel 1-Motor 2015
Mercedes - V6 Hybrid - Formel 1-Motor 2015
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Mercedes - V6 Hybrid - Formel 1-Motor 2015 11 Bilder

Notstand bei den Motoren

Ferrari braucht dritten Turbolader

Der GP Russland ist erst das vierte Rennen im Jahr, doch viele Motorenhersteller kommen bereits an die Grenzen ihres Kontingents. Bei Ferrari, Honda und Renault wird nachgerüstet. Nur Mercedes hat noch eine reine Weste.

Die Formel 1 fährt im vierten Jahr der Hybrid-Ära. Man sollte meinen, die gröbsten Probleme mit den Antriebseinheiten seien gelöst. Das Gegenteil ist der Fall. Im vierten Rennen des Jahres kommen Ferrari und Honda schon verdächtig nah an das Limit von maximal vier Einheiten pro Antriebskomponente. Was zeigt, wie komplex diese Höllenmaschinen sind.

Alle vier Motorenhersteller haben praktisch neue Motoren auf Kiel gelegt. Und einige bezahlen jetzt dafür. Auch Ferrari. Dabei verlief die Saison für die WM-Spitzenreiter bis jetzt relativ problemlos. Doch der Eindruck täuschte.

Dritter Turbo für Vettel und Räikkönen

Der Turbolader-Schaden von HaasF1-Pilot Romain Grosjean in Melbourne ging unter im Jubel um den Sieg von Sebastian Vettel. Kimi Räikkönens Turbo-Problem in Bahrain passierte im ersten Training. Da schaute kaum einer zu. Ferrari tauschte in Bahrain bei beiden Autos die Turbolader und die MGU-H, bei Räikkönen sogar den Verbrennungsmotor.

Vor dem vierten Rennen des Jahres werden alle vier Autos mit 2017er Ferrari-Motor wieder mit neuen Turbolader und der Elektromaschine im Auspufftrakt (MGU-H) bestückt. HaasF1 bekommt sogar neue Motoren. Offenbar musste Ferrari bei der Standfestigkeit der Lader nachrüsten. Bei Vettel und Räikkönen steht nun bereits eine „3“ im FIA-Motorenreport. Die noch funktionstüchtigen alten Lader sind nicht verloren. Sie bleiben im Pool und werden bei den Freitagstrainings eingesetzt.

Honda mit neuen Turboladern und MGU-H

Bei Honda wird es schon eng. Beide McLaren-Fahrer bekommen neue Turbolader und MGU-H. Damit steht Stoffel Vandoorne bei vier, Fernando Alonso bei drei Einheiten. Honda hatte nach dem MGU-H Debakel in Bahrain kleine Änderungen im Antrieb der Elektromaschine vorgenommen. Die Welle zwischen MGU-H und Turbolader ist im Vergleich zum Vorjahr länger. Möglicherweise haben Schwingungen die Lager zerstört.

Die Modifikation zeigte Zeichen der Besserung. Vandoorne drehte am zweiten Testtag von Bahrain 88 Runden ohne Probleme. Alonso sprach von „leichten Fortschritten“.

Red Bull und Palmer bekommen neuen Motor für Russland

Auch bei Renault brennt schon der Baum. Es sind nicht mehr die Probleme mit der MGU-K wie bei den Winter-Testfahrten, die den Motorentechnikern Kopfzerbrechen bereiten, sondern angeblich Resonanzen beim Verbrennungsvorgang. Beide Toro Rosso-Fahrer und Nico Hülkenberg haben bereits ihren zweiten Motor im Auto.

In Sotschi trifft es nun auch Red Bull und Jolyon Palmer. Die drei Autos bekommen das komplette Set mit Motor, Turbolader und MGU-H. Nur Mercedes hat noch eine weiße Weste. Einzige Meldung im FIA-Report: Die Autos von Esteban Ocon und Felipe Massa werden mit einer neuen Batterie bestückt.

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Am 24. April trifft sich die Strategiegruppe.

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