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F1 Power Ranking GP Bahrain 2019

Zuverlässigkeit rettet Mercedes

Ferrari erreichte in Bahrain endlich Normalform. Die roten Raketen sind nun schneller als die Mercedes. Doch das Hightech-Paket aus Maranello ist technisch noch zu anfällig. Das rettet Mercedes Platz 1 in unserem Power Ranking.

Zweiter Doppelsieg für Mercedes. Das klingt auf den ersten Blick nach der Fortsetzung der Langeweile. Mitnichten. Ferrari ist wirklich so stark, wie es die Testfahrten vermuten ließen. Eigentlich sind sie noch stärker. Weil sie bei den Wintertests in Barcelona die wahre Qualität ihres Wunder-Motors verschleiert haben. Und in Melbourne wegen technischer Probleme nicht zeigen konnten.

Wenn das Paket rund läuft, dann nimmt Ferrari seinem WM-Gegner je nach Strecke allein auf den Geraden drei bis fünf Zehntel ab. Doch es geht nicht alles gut. In Barcelona gab es in der zweiten Testwoche eine Serie von Defekten. In Melbourne liefen die Motoren zu kalt. Die Ferrari-Piloten mussten im Rennen dramatisch mit der Power runter. In Bahrain ließen Charles Leclerc und Sebastian Vettel die Katze aus dem Sack und schockten die Konkurrenz.

„Wie in Spa letztes Jahr“, staunte Red Bull-Stardesigner Adrian Newey. „Viel schlimmer“, sagt Mercedes. „So ein Rückstand ist schwer wettzumachen.“ In den langsamen Kurven holte Mercedes nur ein Zehntel auf. Ferrari zeigte sich auch da im Vergleich zu Melbourne verbessert. Mercedes spielte die Zuverlässigkeit den Doppelsieg in die Hände. Bei Leclerc meldete sich ein Zylinder ab. Doch wehe, wenn der Ferrari das einmal abgestellt hat.

Power Ranking GP Bahrain: Alle 10 Teams im detaillierten Formcheck

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Red Bull kämpft mit Aero-Problem

Wer hätte das gedacht, dass Red Bull einmal sein Chassis in die Schusslinie nehmen muss. Der RB15 ist schwer abzustimmen, und er nutzt nicht den Vorteil der weichen Gummimischungen. Die Ingenieure wollen ein Aerodynamik-Problem entdeckt haben. Das kann eigentlich nur heißen, dass der Abtrieb zu instabil ist.

Red Bull muss das Problem schnell lösen. In Bahrain spürte der WM-Dritte im Training schon den heißen Atem von Haas und McLaren. Renault wäre auch in diesen Bereich gefahren, hätte nicht wieder ein Technikproblem den wahren Speed des R.S.19 verschleiert. Diesmal lag der Fehler in der Software. Im Rennen stoppte die Hardware beide Autos. Bei Daniel Ricciardo die MGU-K, bei Nico Hülkenberg der Motor.

Das kann Renault im eng gestaffelten Mittelfeld teuer zu stehen kommen. Weil auch Alfa Romeo immer stärker wird. Während McLaren im Rennen seine gute Form bestätigte, stürzte Haas ab. Kevin Magnussen fand keinen Grip. Das verhalf Toro Rosso und Racing Point in die Punkte. Die beiden Teams liegen derzeit am hinteren Ende des Mittelfelds. Williams bleibt einsames Schlusslicht. Es fehlen weiter 1,5 bis zwei Sekunden. Und ständig fallen Teile vom Auto ab.

Power Ranking GP Bahrain:

  1. Mercedes (1)
  2. Ferrari (3)
  3. Red Bull (2)
  4. McLaren (8)
  5. Haas (4)
  6. Alfa Romeo (6)
  7. Renault (5)
  8. Toro Rosso (9)
  9. Racing Point (7)
  10. Williams (10)

*in Klammern Position nach dem GP Australien

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