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Formel 1-Präsentationen 2021: Alfa macht den Anfang

Formel 1-Präsentationen 2021 Alfa macht den Anfang

Alfa Romeo wird sein neues Auto am 22. Februar in Warschau präsentieren. Der 2021er Rennwagen der Schweizer Mannschaft mit italienischem Namen bekommt das Kürzel C41. Alfa-Sauber ist das erste Team, das sich aus der Deckung wagt.

Die Verschiebung der Wintertestfahrten räumt den Teams mehr Zeit ein. Eigentlich waren die dreitägigen Probeläufe für die erste März-Woche vorgesehen. Doch im Zuge einer Kalender-Umstellung wegen der weiter grassierenden Corona-Pandemie wurden die Testfahrten ans Ende der zweiten März-Woche (12.-14.03.) verlegt. Von Barcelona nach Bahrain. Zwei Wochen später soll dann im Wüstenstaat der Startschuss für die 72. Saison der Formel 1 erfolgen.

Den längeren Vorlauf bis zur ersten Ausfahrt können die Teams nutzen, um eine zusätzliche Schleife in der Entwicklungsarbeit einzulegen. Zehn Tage mehr lässt keiner einfach so verstreichen. Dabei müssen sie weiter den Spagat hinbekommen aus aktueller Entwicklung und zukünftiger. Seit dem 1. Januar ist es den Teams wieder gestattet, die 2022er Autos in den Windkanal zu stellen. Die große Regelrevolution wirft ihre Schatten voraus. Die Teams müssen genau abwägen, wie viel Zeit sie überhaupt noch dem 2021er Auto widmen. Wer zu wenig in 2022 investiert, könnte über Jahre hinterherfahren.

Kein C40 von Sauber

Trotz der späteren Testfahrten, und trotz des um eine Woche späteren Saisonstarts am 28. März in Bahrain, hat sich Alfa Romeo einen frühen Präsentationstermin für das neue Auto herausgesucht. Der C41 soll am 22. Februar in Warschau der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Wahl auf die polnische Hauptstadt fiel deshalb, weil dort einer der großen Teamsponsoren beheimatet ist. Test- und Ersatzfahrer Robert Kubica brachte den polnischen Mineralölkonzern Orlen mit zur Schweizer Mannschaft Sauber, die unter dem Namen Alfa Romeo in der Formel 1 antritt.

Bislang ist Alfa-Sauber der einzige Rennstall, der einen Präsentationstermin für das 2021er Modell verkündet hat. Wie genau die Vorstellung ablaufen wird, werden die Schweizer zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Beim Namen macht man einen Sprung. Der Vorgänger war der C39. Sauber gleicht die Bezeichnung nun an das Jahr an.

Wegen der Homologationsvorschrift, die 57 Fahrzeugkomponenten von 2021 auf 2022 einfriert, wird das neue Auto größtenteils eine Übernahme des alten. Jedes Team hat zwei sogenannte Entwicklungstoken, um einen oder zwei – je nach Größe – eingefrorenen Bereich zu aktualisieren. Sollte Alfa-Sauber auf das neue Ferrari-Getriebe umsatteln, wären beide Token verbraucht. Die Aerodynamikentwicklung ist von der Homologation nicht betroffen.

Einen großen Sprung kann man von Alfa-Sauber aufgrund der eingeschränkten Entwicklung in diesem Jahr nicht erwarten. Es sei denn, Ferrari legt beim Motor überproportional zu. In Hinwil werden die Uhren wohl sehr früh auf 2022 gestellt. Neues Regelwerk gleich bessere Chance weiter nach vorne zu kommen.