HaasF1 - GP Monaco - Formel 1 - 14. Mai 2017 ams
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Ferrari - GP Monaco - Formel 1 - 14. Mai 2017
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Formel 1 reagiert auf Monger-Crash

Neue Wagenheber-Stützen für alle Autos

Der tragische Unfall des britischen Formel 4-Piloten Billy Monger hat auch für die Formel 1 Konsequenzen. Zum GP Monaco mussten alle Autos mit neuen, nicht scharfkantigen Wagenheber-Stützen ausgerüstet werden.

Am Mittwoch nach dem GP Spanien bekamen alle Formel 1-Teams Post von FIA-Sicherheitsexperte Laurent Meckies. Inhalt: Die Teams mussten bis zum GP Monaco ihre Autos umrüsten. Es ging um die hintere Wagenheber-Stütze, die unter der Crash-Struktur sitzt. Sie war in den meisten Fällen in Form eines scharfkantigen Hakens oder als Metall-Zapfen angebracht, in den der hintere Wagenheber beim Boxenstopp einrasten konnte.

Genau dieses Teil war bei dem Unfall von Billy Monger beim Formel 4-Rennen am 16. April in Donington der Grund für die schweren Verletzungen, die am Ende zur Amputation beider Beine des 17-jährigen Engländers geführt hatte. Die Wagenheberstütze im Heck des vorausfahrenden Autos des Finnen Patrik Pasma hatte die Nase des Mygale-Ford von Monger wie eine Konservendose aufgeschlitzt und dabei die Funktion der Crashstruktur in der Nase außer Kraft gesetzt.

Metallstift schlitzt Nase auf

Die FIA hat den Formel 4-Unfall von Donington genau untersucht und dabei festgestellt, dass sich dieses Szenario auch in anderen Rennserien wiederholen könnte. Auch in der Formel 1, obwohl die Nasen deutlich höher sind als in der Formel 4. Damit liegen auch die Beine höher im Karbonrumpf und wären bei einem Aufprall in das Heck eines anderen Fahrzeugs einem geringeren Verletzungsrisiko ausgesetzt.

Der Weltverband will es trotzdem nicht darauf ankommen lassen. Deshalb wurden alle Teams gebeten ihre Wagenheber-Stützen in zwei Punkten zu modifizieren. Der Ankerpunkt darf nicht mehr über die hintere Crash-Struktur hinausstehen. Und er darf nicht mehr als 4,5 Zentimeter über den unteren Rand der Knautschtone hinausragen.

Technik-Kommissar Jo Bauer prüfte am Mittwoch alle Autos, ob sie der neuen Vorschrift entsprechen. Mercedes war aus dem Schneider. Dort wirdder Wagenheber von einer Mulde unter der hinteren Knautschzone aufgenommen. Die anderen Teams haben alle scharfkantigen Haken und Zapfen entfernt und die hintere Crashstruktur stattdessen mit einer Karbonschale geschützt. Dort setzen jetzt die Wagenheber an.

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