Lewis Hamilton - Mercedes - GP Singapur - Formel 1 - Freitag - 15.9.2017 sutton-images.com
Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Singapur - Formel 1 - Freitag - 15.9.2017
Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Singapur - Formel 1 - Freitag - 15.9.2017
Impressionen - GP Singapur - Formel 1 - Freitag - 15.9.2017
Esteban Ocon - Force India - GP Singapur - Formel 1 - Freitag - 15.9.2017 104 Bilder

Regeländerungen für 2018

Kein T-Flügel und kein Monkey-Seat

Die Formel 1-Autos werden 2018 die Haifischflosse im Heck behalten. Dagegen verschwinden der T-Flügel und Monkey-Seat. Der Halo kostet die Teams zwischen 13.000 und 23.000 US-Dollar pro Exemplar.

Force India hat für Singapur das optisch spektakulärste Upgrade aufgelegt. Der VJM10 trägt auf der Oberseite der Motorhaube 64 kleine Zacken. „Wir nennen die Lösung Stegosaurus“, witzelt Technikchef Andy Green. In Anlehnung an den Dinosaurier mit seinen vielen Zacken auf dem Rücken. Die neue Motorabdeckung entfacht in Verbindung mit einem geänderten T-Flügel und einem neuen Diffusor die gewünschte Wirkung. „Alle gewonnen Daten weisen darauf hin, dass die neuen Teile funktionieren. Wir werden sie deshalb für das restliche Wochenende am Auto lassen.“ Sergio Perez führte im ersten Training zum GP Singapur das Mittelfeld an. Im zweiten Training schafften es sowohl der Mexikaner als auch Esteban Ocon unter die besten zehn.

Force India - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017
Aktuell

Das Technikpaket für Strecken, die maximalen Anpressdruck erfordern, segnete Force India bereits vor der Sommerpause ab. Bevor die Fabriktore für zwei Wochen zugesperrt werden mussten. Der große Kamm auf der Oberseite sorgt dafür, dass der T-Flügel besser angeströmt wird. Die Zacken beruhigen laut Green die Verwirbelungen in Richtung des nur ein paar hundert Gramm schweren Miniflügels im Heck 95 Zentimeter über der Referenzebene.

Normalerweise fahren die Teams zu diesem Zeitpunkt der Saison das Entwicklungsprogramm schon zurück und konzentrieren sich auf das neue Auto. Nicht so 2017. Force India will den VJM10 weiter aufrüsten. „Weil das Reglement stabil bleibt und alles Gelernte ins 2018er Auto einfließt“, berichtet Green. In zwei Bereiche allerdings will Force India ab jetzt keine Ressourcen mehr stecken: den T-Flügel und den Monkey Seat oberhalb des Auspuffs.

FIA will den Monkey-Seat loswerden

Das technische Reglement wird kommende Saison sowohl den T-Flügel, den die Teams 2017 maximal 5 Zentimeter tief und 80 Zentimeter breit bauen dürfen, als auch die „Affenschaukel“ verbieten. Die Änderung soll bei der nächsten Sitzung der Strategie-Gruppe auf den Weg gebracht werden. „Die FIA will den Monkey-Seat loswerden, weil die Teams ihn unerlaubt durch spezielle Motoreinstellungen mithilfe der Auspuffgase anblasen könnten“, sagt Green. Eine Lösung, die wir von den angeblasenen Diffusoren aus der Vergangenheit kennen, und die zusätzlichen Anpressdruck im Heck erzeugt. Zwar verschwindet der T-Flügel, dafür soll die gestreckte Motorhaube bleiben. Die Teams wollen das Segel im Heck nutzen, um Sponsoren großflächig zu präsentieren. „Und dort sollen in Zukunft auch alle Teams große Startnummern für die Fahrer anbringen müssen.“

Dann wäre da noch der Halo, den die Teams 2018 über dem Cockpit verbauen müssen. Den Cockpitschutz kaufen sie bei der FIA ein. Zu einem Stückpreis zwischen 13.000 und 23.000 US-Dollar. „Das wird uns richtig Geld kosten“, stöhnt man bei Force India. „Bei jedem Crashtest beschädigt man den Halo automatisch und muss ihn austauschen.“ Ohne den Halo hätte Force India aller Voraussicht nach das 2018er Auto auf dem bestehenden Chassis aufgebaut. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Deshalb muss das Team tiefer in die Tasche greifen als gewünscht. Die Herstellung des ersten Chassis veranschlagt man mit einer Viertelmillion Dollar.

Motorsport Aktuell Toro Rosso - GP Singapur 2017 Motoren-Deals bestätigt Sainz nur ein Jahr bei Renault

Jetzt ist es offiziell.

Das könnte Sie auch interessieren
Charles Leclerc - Ferrari - Michael Masi - FIA - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - Donnerstag - 1.08.2019
Aktuell
Max Verstappen - Red Bull - Zandvoort - Showrun
Aktuell
Kevin Magnussen - Haas - 2019
Aktuell