Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP USA - Austin - 1. November 2019 Motorsport Images
Romain Grosjean - GP USA 2019
Romain Grosjean - GP USA 2019
Romain Grosjean - GP USA 2019
Romain Grosjean - GP USA 2019 54 Bilder

Erster Test mit 2020er Reifen

Weniger Grip, mehr Konstanz

Die 20 Fahrer bekamen in Austin einen ersten Vorgeschmack auf die neuen Reifen für die kommende F1-Saison. Das Feedback der Piloten war nicht nur positiv. Pirelli zeigt sich aber nicht besorgt.

Für die beiden Trainingssitzungen hatte Pirelli pro Fahrer zwei Sätze der neuen 2020er Reifen mit nach Texas gebracht. Leider herrschten am Freitag so niedrige Temperaturen, dass die Erfahrungen der Piloten nicht ganz repräsentativ waren. Vor allem das Problem des Überhitzens sollte mit den neuen Reifen reduziert werden. Doch an Überhitzen war bei 8°C Außentemperatur nicht zu denken.

Das Fazit der meisten Fahrer fiel danach verhalten aus. Nico Hülkenberg hatte bemerkt, dass sich die Balance etwas verschoben habe. Andere, wie Kimi Räikkönen, stellten dagegen kaum einen Unterschied fest. Manche sahen im neuesten Produkt von Pirelli aber auch eine Änderung zum Schlechten. „Ich sage lieber nichts, sonst sage ich am Ende noch etwas Falsches“, gab sich Lewis Hamilton wortkarg.

Kritik der Fahrer berechtigt

Auch andere Fahrer äußerten sich hinter vorgehaltener Hand negativ. Die neuen Reifen produzierten nicht den Grip der aktuellen Generation, lautete der größte Kritikpunkt. Pirelli-Sportchef Mario Isola zeigte Verständnis: „Wir haben Anzeichen gesehen, dass der neue Reifen etwas weniger Grip in der Spitze liefert, dafür ist er über den ganzen Stint konstanter. Fahrer wollen immer maximalen Grip. Deshalb kann ich verstehen, wenn sie nicht begeistert sind.“

Pirelli-Reifen - Formel 1 - GP USA - Austin - 1. November 2019
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Ob die anderen Ziele mit dem neuen Reifen erreicht wurden, konnte Isola noch nicht sagen. Neben der Verhinderung des schnellen Überhitzens, vor allem beim dichten Folgen eines anderen Autos auf der Strecke, sollte auch das Arbeitsfenster vergrößert werden. „Wir müssen zunächst die Daten genau analysieren. Und dann müssen wir das Bild mit dem Feedback der Fahrer vergleichen. Erst dann können wir eine verlässliche Aussage treffen“, so Isola.

Autos passen nicht zu Reifen

Mercedes zeigte sich besonders aktiv bei der Evaluation der neuen Gummis. Valtteri Bottas fuhr in der Früh einen Vergleichstest – zwölf Runden mit dem neuen und zwölf Runden mit dem alten Reifen. „Dabei muss man aber bedenken, dass der 2020er Reifen eine andere Konstruktion und ein anderes Profil aufweist. Um ihn perfekt zum Arbeiten zu bringen, muss man eigentlich das Setup des Autos komplett umbauen“, gibt Isola zu Bedenken.

Mercedes, Renault und Williams nutzten den Austin-Test, um erste Aerodynmik-Daten zu sammeln. Durch die veränderten Eigenschaften der Reifen ändert sich auch das Strömungsbild um die Gummis herum. „Das war heute nur ein Vorgeschmack. Den richtigen Test sehen wir dann nach der Saison in Abu Dhabi. Immerhin sollten nun alle Teams gut darauf vorbereitet sein und sie wissen ungefähr, was sie erwartet“, so Isola.

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