Offizielle FIA-Ausschreibung für F1-Reifenausrüster

Reifenentscheidung verzögert sich weiter

Bridgestone Reifen Foto: xpb 19 Bilder

Pirelli meldete am Donnerstag (10.6.), dass man ab 2011 die Formel 1 ausrüsten wird. Das soll noch vor dem GP Europa in Valencia bekanntgegeben werden. Das könnte sich allerdings noch verzögern. Die FIA schreibt nun den neuen Reifenvertrag öffentlich aus.

Obwohl das Problem seit November 2009 bekannt ist, hat sich die FIA erst jetzt entschlossen, die Bewerbung für den neuen Reifenaustrüster der Formel 1 offiziell auszuschreiben. Im Winter befürchteten Vertreter des Weltverbandes, dass sich bei einer Ausschreibung keiner melden würde. Die Blamage wollte man sich ersparen. Obwohl das Rennen nun eigentlich zugunsten von Pirelli entschieden schien, geht die FIA den offiziellen Weg. Das verzögert die endgültige Entscheidung, wer ab 2011 die Reifen für die Formel 1 liefert.

Pirelli meldete am Donnerstag (10.6.): "Wir werden der neue Reifenausrüster der Formel 1 sein. Die Bekanntgabe erfolgt vor dem GP Europa in Valencia am 27. Juni." Der italienische Hersteller hat mit Bernie Ecclestone bereits einen Vertrag über die Bandenwerbung und die Nutzung des Paddock Clubs abgeschlossen. Doch die FIA, die lieber Michelin im Boot der Formel 1 sehen wollte, geht jetzt den offiziellen Weg. Der Ausrüstervertrag wird zur Ausschreibung freigegeben.

Alleinausrüster soll Reifen liefern

Jeder, der sich bewirbt, muss sich an das geltende Sportgesetz halten. Und das besagt, dass es keinen Wettbewerb auf dem Reifensektor geben darf. Und dass 2011 mindestens so viele Reifen geliefert werden müssen, wie in diesem Jahr. Das sind 44 Reifen pro Auto und GP-Wochenende. Oder 209 Satz pro Auto pro Saison. Außerdem müssen pro Grand Prix zwei unterschiedliche Mischungen angeboten werden.

Michelin wird diese beiden Pillen kaum schlucken. Die Franzosen wollen sich die Hintertür offenhalten, eines Tages wieder gegen Konkurrenz anzutreten. Und sie wollen nur 90 Satz Reifen pro Fahrer in der gesamten Saison bereitstellen, um damit das neu entdeckte Umweltbewusstsein der Reifenhersteller zu dokumentieren. Pirelli hat sich in Abstimmung mit den Teams bereiterklärt, die Anzahl der Reifen pro Fahrer und GP-Wochenende von 44 auf 28 zu senken.

Verzichtet Michelin auf Bewerbung?

Experten rechnen damit, dass sich Michelin gar nicht bewerben wird. Die Hoffnung der Michelin-Clique, dass Pirelli wegen der weiteren Verzögerung vielleicht die Lust vergeht, scheint sich nicht zu erfüllen."Der Aufschub macht uns keine Sorgen. Unter Zeitdruck stehen allenfalls die Teams", hieß es aus Italien.

Der relativ deutliche Wortlaut lässt vermuten, dass da Bernie Ecclestone die Feder geführt hat. Der Formel 1-Zampano hat auch das letzte Wort, sollten sich bei einer Ausschreibung mehrere Kandidaten melden. Gerüchtweise war zu hören, dass sich auch Kumho und Hankook für die Formel 1 interessieren. Ecclestone muss dann den finanziell attraktivsten Deal auswählen.

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