Flügeltürer als Formel 1 Safety-Car 2010

Mercedes SLS AMG sorgt für Sicherheit

Safety Car Mercedes SLS AMG Foto: Mercedes 31 Bilder

In der kommenden Saison soll der neue Mercedes SLS AMG in der Formel 1 für Sicherheit sorgen. Mit 571 PS ist der Flügeltürer das stärkste Safety-Car aller Zeiten. Und das Beste: Der orange blinkende Silberpfeil darf nicht überholt werden.

Alles neu bei Mercedes in der Formel 1: Ein neues Werksteam gegründet, Michael Schumacher und Nico Rosberg verpflichtet und nun auch ein neues Safety-Car vorgestellt. Ab der kommenden Saison wird der Sportwagen Mercedes SLS AMG das Feld anführen, wenn das Tempo aus Sicherheitsgründen verlangsamt werden muss.

Mercedes SLS AMG mit 571 PS und 650 Nm

Der neue SLS setzt damit eine lange Tradition von Safety-Cars aus dem Hause AMG Mercedes fort. Die silbernen Boliden sind bereits seit dem Jahr 1996 auf den Formel 1-Rennstrecken rund um den Erdball im Einsatz. So schnell wie in der kommenden Saison war Safety-Car-Pilot Bernd Mayländer allerdings noch nie unterwegs.

Mit 571 PS verfügt der Flügeltürer über so viel Leistung wie keiner seiner Vorgänger. Sein 6,3 Liter V8-Triebwerk stellt ein Drehmoment von 650 Newtonmetern zur Verfügung. Die 100 km/h-Marke knackt der Silberpfeil bereits nach 3,8 Sekunden. Über die Höchstgeschwindigkeit gibt es keine Angaben. Der SLS soll schleßlich für Sicherheit sorgen und keine Rundenrekorde brechen.

Flügeltürer mit Rennsporttechnik

Dabei steckt in dem Flügeltürer pure Rennsporttechnik. AMG Sportschalensitze mit Sechspunktgurten, konsequenter Leichtbau, ein spezielles Sportfahrwerk und Keramik-Bremsen in den Dimensionen 402x39 Millimetern vorne und 360x32 Milimetern hinten sprechen eine deutliche Sprache. Auch die 10-Speichen Aluräder mit Reifen im Format 265/35 R19 vorne und 295/30 R20 hinten sind gewichtsoptimiert.

Zum Safety-Car wird der SLS allerdings erst durch die markanten Formel 1-Logos und den riesigen Leuchtbalken auf dem Dach. Damit der Heckflügel trotz des Aufbaus noch ausreichend angeströmt wird, sitzt die aerodynamisch ausgefeilte Festbeleuchtung auf einer neu entwickelten Karbon-Hutze.

LED-Technik sorgt für Sicherheit

Erstmals wurde in der Leuchteinheit auf Glühlampen verzichtet. In grün und orange strahlende LEDs signalisieren den Piloten, wann das Rennen wieder freigegen wird. Zusätzlich dazu befinden sich in den Scheinwerfern und den Rückleuchten Stroboskop-Blitzlichter. Ein spezielles Nummernschild am Heck sorgt mit 700 LEDs für zusätzliche Sicherheit vor allem bei Regen oder Dunkelheit.

Mercedes stellt allerdings nicht nur das Safety- sondern auch das Medical Car. Wie schon in den beiden Vorjahren wird FIA-Chefarzt Dr. Gary Hartstein in einem C63 AMG T-Modell an den Unfallort chauffiert. Genau wie der SLS verfügt das Medical Car über die aufwändige Signaltechnik. Auf den Rücksitzen nehmen außerdem noch zwei assistierende Mediziner Platz. Im Kofferraum befindet sich die Notfallausrüstung inklusive Defibrillator und Beatmungsgerät.

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