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F1-Saisonauftakt 2020 in Spielberg

Zweites Rennen am Mittwoch?

So langsam werden die Pläne für den Formel-1-Saisonstart konkreter. Die Verantwortlichen in Spielberg wollen unbedingt das erste Rennen veranstalten – und das zweite gleich hinterher. Allerdings leider wohl ohne Zuschauer.

Corona ist in weiten Teilen Europas auf dem Rückzug. So langsam lässt sich abschätzen, wann das Ende der Krise erreicht sein könnte. Formel-1-Sportchef Ross Brawn hegt große Hoffnung, dass es im Juli wieder losgeht mit dem Rennbetrieb in der Königsklasse. Sowohl in Spielberg als auch in Silverstone haben die Organisatoren bereits Interesse signalisiert, sofern es die staatlichen Vorgaben zulassen.

Die Behörden in Österreich befinden sich schon seit einiger Zeit in Gesprächen mit den Verantwortlichen vom Red-Bull-Ring. Der Virus konnte sich in der Alpenrepublik dank des strikten Shutdowns nicht so stark ausbreiten wie in anderen Ländern. Mittlerweile haben die Politiker die Anti-Corona-Maßnahmen sogar schon wieder etwas gelockert.

Spielberg-Auftakt ohne Zuschauer

Red-Bull-Sportchef Helmut Marko ist zuversichtlich, dass in gut zweieinhalb Monaten eine Rennveranstaltung in der Steiermark durchgeführt werden kann. Unwahrscheinlich ist allerdings, dass die Richtlinien bis dahin so weit gelockert werden, dass zu dem Event auch Zuschauer zugelassen werden.

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Dieses Bild werden wir dieses Jahr in Spielberg wohl nicht sehen. Ohne Zuschauer wird der Pitwalk wohl abgesagt.

"Dort wird jetzt einmal ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, unter welchen Voraussetzungen ein Grand Prix – ein Grand Prix ohne Publikum wohlgemerkt, ein sogenanntes Geisterrennen – stattfinden könnte", erklärte Marko gegenüber dem ORF. "Wir alle hoffen. Die Vorzeichen deuten darauf hin, dass die Chancen sehr hoch sind."

Sportminister Werner Kogler hatte bereits vergangene Woche signalisiert, dass man dem Vorhaben nicht im Weg stehen wolle. Es scheint, als könne aktuell nur noch ein plötzlicher Anstieg der Corona-Zahlen den Saisonauftakt in Spielberg gefährden.

Corona-Tests rund um den Red-Bull-Ring

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, sollen am Red-Bull-Ring bereits großflächig Corona-Tests durchgeführt worden sein, um die Lage vor Ort besser einschätzen zu können. Demnach seien Mitarbeiter der Rennstrecke und der Security-Truppe sowie Angestellte der umliegenden Hotels und Restaurants – insgesamt 400 Personen – untersucht worden.

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Rund um den Red-Bull-Ring wurden großflächige Corona-Tests durchgeführt.

Wie von auto motor und sport schon Anfang April berichtet wurde, plant man in Spielberg nicht nur mit einem Rennen sondern gleich mit zweien. Nach Auskunft von Helmut Marko könnte schon drei Tage nach dem regulären Auftakt am Sonntag (5.7.) Grand Prix Nummer zwei unter der Woche an selber Stelle folgen.

Für das Rennen am Mittwoch (8.7.) müsste man dann aber laut Marko den Zeitplan etwas ändern. Die Trainings, das Qualifying und das Rennen würden an nur zwei Tagen durchgezogen. Um mehr Zuschauer vor die TV-Geräte zu bekommen, soll der Start des Grand Prix nach aktuellen Plänen auf den späten Nachmittag oder den Abend nach hinten verlegt werden.

Marko hofft auf Werbeeffekt

Die Verantwortlichen arbeiten bereits Pläne aus, wie der gesamte Formel-1-Tross isoliert von der Außenwelt anreisen und arbeiten könnte. So müssen sich wohl alle 2.500 Angestellten, die für die Durchführung eines Grand Prix notwendig sind, einem Corona-Test unterziehen. Die Teams könnten mit eigenen Charter-Maschinen anreisen und direkt auf dem kleinen Flugplatz in Zeltweg landen.

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In Spielberg hofft man auf einen großen Werbewert für das Land und natürlich für Red Bull.

Wer nicht getestet werden kann, muss wohl vor der Veranstaltung eine Zeit lang in Österreich in Quarantäne verbringen. Noch nicht klar ist, ob auch normale Journalisten vor Ort von dem Event berichten dürfen. "Der Fokus liegt auf der Fernsehübertragung", erklärte Marko dazu lediglich.

Der 76-Jährige hofft, auf einen großen Publicity-Coup für die Region und natürlich auch für Red Bull. Laut Marko lechzen die Fans bereits nach der Formel 1: "Es wäre das erste internationale Großereignis, das stattfinden würde. Es wäre ein unbezahlbarer Werbeeffekt und zum anderen auch ein Zeichen, wie effizient unsere Regierung arbeitet."

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