Formel 1-Sound bald wieder lauter?

Todt und Dennis kritisieren Vettel-Kritik

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Bahrain 2014 Foto: xpb 77 Bilder

Sebastian Vettel musste in Bahrain negative Reaktionen wegen seiner Sound-Kritik einstecken. Sowohl FIA-Präsident Jean Todt als auch McLaren-Boss Ron Dennis waren mit der Art der Meinungsäußerung nicht einverstanden. Aber in der Sache tut sich immerhin etwas.

Das Rennen in Bahrain ließ Kritiker der neuen Formel 1 verstummen. Die Action mit den neuen Autos stimmte. Der Speed beim Wüsten-Grand Prix lag fast auf Vorjahresniveau. Und die Auto zeigen bereits nach 3 Rennen eine erstaunliche Zuverlässigkeit. Von einer gemütlichen "Taxi-Fahrt", wie es Ferrari-Boss Luca di Montezemolo zuletzt so gern bezeichnet, war nichts zu erkennen.

Formel 1-Sound soll wieder lauter werden

Bleibt nur noch ein offenes Thema, das vielen Fans am Herzen liegt: der Sound. Doch auch hier wird hinter den Kulissen hart gearbeitet. Die Formel 1-Teamchefs haben sich in Bahrain darauf verständigt, dass man diesbezüglich nach einer gemeinsamen Lösung sucht. Eine Arbeitsgruppe soll Vorschläge einbringen, wie man die Turbo-Motoren lauter machen kann.
 
Schon bei den zweitägigen Testfahrten nach dem Rennen in Barcelona sollen erst Maßnahmen präsentiert und getestet werden. "Wir müssen schauen, dass wir kurz-, mittel- oder langfristig Maßnahmen für mehr Lautstärke einführen können – und das mit Zustimmung aller Teams", forderte FIA-Boss Jean Todt am Rande des Bahrain-Wochenendes.

Todt hätte sich direkten Draht gewünscht

Obwohl der Präsident des Weltverbands mit seiner Sound-Kritik auf einer Linie mit Sebastian Vettel liegt, reagierte er mit Unverständnis über die deutliche Meinungsäußerung des Heppenheimers zuletzt in Malaysia. Der Red Bull Pilot hatte den Sound klipp und klar als "scheiße" bezeichnet.
 
"Bei einer Ikone und einem Botschafter dieses Sports, wie es der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel ist, haben solche negativen Aussagen natürlich große Auswirkungen. Wenn er einfach zu mir gekommen wäre und gesagt hätte: 'Ich denke wir sollten das Problem des Sounds angehen', dann hätte ich das bei einer wichtigen Person wie ihm natürlich ernst genommen."

Vettel-Kritik unwürdig und unangebracht?

Auch McLaren-Chef Ron Dennis kritisierte in Bahrain die Vettel-Kritik. "Als Weltmeister sollte man eine würdevolle Einstellung zu allen Dingen haben. Selbst wenn man die Wortwahl mal für einen Moment außen vor lässt, dann war die Meinungsäußerung unangebracht", wird der Brite im Daily Telegraph zitiert.
 
Red Bull-Teamchef Christian Horner lobte seinen Piloten nach dem Rennen von Bahrain dagegen noch einmal für die offenen Worte: "Unsere Fahrer haben die Freiheit zu sagen, was sie wollen. Vielleicht war die Wortwahl nicht ganz ideal. Aber ich denke nicht, dass ihm viele bei diesem Thema wiedersprechen würden. Der Sound der Autos könnte besser sein. Das ist seine Meinung und er kann das natürlich auch frei ausdrücken. Wenn wir solche Äußerungen nicht erlauben würden, dann fahren wir am Ende mit Robotern."

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