Bernd Mayländer - Safety Car - Mercedes-AMG GT R - GP Eifel 2020 - Nürburgring xpb
Lewis Hamilton - Mercedes
Pierre Gasly - Carlos Sainz - Lance Stroll - GP Italien 2020 - Monza
Sergio Perez - Racing Point - GP Sakhir 2020 - Bahrain
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Russland 2020 - Sotschi 60 Bilder

Verrückte Zahlen/Statistiken zur F1-Saison 2020

Verrückte Zahlen zur Formel 1-Saison 2020 423 Führungskilometer für Mayländer

Der siebte WM-Titel für Lewis Hamilton, 13 Siege für Mercedes, der Boxenstopp-Rekord für Red Bull: Alles bekannt. Wir haben für Sie die Zahlen der Formel 1-Saison 2020 rausgesucht, die Sie noch nicht kennen.

Bilder sagen mehr als Worte. Zahlen manchmal auch. Um die Überlegenheit von Lewis Hamilton zu demonstrieren, reichen die Daten eigentlich aus. Der siebte WM-Titel, elf Saisonsiege, zehn Pole Positions, sechs schnellste Runden, 3.162 Führungskilometer, kein einziger Ausfall. Der Weltmeister führt alle Wertungen an. Das gleiche gilt für Mercedes im Wettbewerb der Konstrukteure. Die Zahlen und Rekorde sind bekannt. Wir werden sie hier nicht noch einmal thematisieren.

Eine Formel 1-Saison produziert mehr als nur harte und offensichtliche Fakten. Es gibt auch solche, die nicht gleich ins Auge fallen, die kurios, überraschend, abwegig sind, aber trotzdem die Geschichte eines Jahres erzählen. Wir haben für Sie für die Saison 2020 die 20 Zahlen herausgesucht, die Sie vielleicht noch nicht kennen.

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Toskana 2020 - Mugello
Wilhelm
Mugello war vom Volllastanteil her die schnellste Strecke im F1-Kalender 2020.

Kürzeste F1-Saison 1951

161 Tage dauert die 71. GP-Saison der Geschichte. Das ist bekannt. Aber wussten Sie, dass nur fünf Mal in der Geschichte weniger Tage zwischen dem ersten und dem letzten Grand Prix lagen? Hier sind sie: 154 Tage 1966 und 1951, 147 Tage 1961, 113 Tage 1950 und 112 Tage 1951.

97,9 Prozent aller möglichen Rennkilometer hat Mercedes abgespult. Exakt 10.241 von 10.457 Kilometern. 2019 war Mercedes noch besser. Mit 12.641 von 12.762 möglichen Kilometern schaffte man eine Quote von 99,0 Prozent.

360,8 km/h war der höchste Topspeed des abgelaufenen Jahres. Valtteri Bottas stellte ihn beim GP Italien in Monza auf.

81 Prozent war der höchste Vollgasanteil auf einer Rennstrecke im abgelaufenen Jahr. Nein, nicht in Monza, sondern in Mugello.

423,2 Kilometer oder 85 Runden lang führte Safety Car-Fahrer Bernd Mayländer das Feld an. Er musste 20 Mal seinen Dienst antreten und lag in der Rangliste der Führungskilometer auf Rang vier hinter Lewis Hamilton, Valtteri Bottas und Max Verstappen.

9 Fahrer lagen 2020 irgendwann einmal in Führung: Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Max Verstappen, George Russell, Lance Stroll, Pierre Gasly, Sergio Perez, Carlos Sainz und Alexander Albon. Mehr waren es zuletzt 2014. Damals sammelten zehn Piloten Führungskilometer. Der Rekord mit 15 stammt aus den Jahren 1954, 1956, 1957, 1975, 1980 und 2008.

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Türkei 2020 - Istanbul
xpb
Der Weltmeister bekam im abgelaufenen Jahr die meisten Strafsekunden aufgebrummt.

Hamilton der Strafbankkönig

47 Strafsekunden bekam Lewis Hamilton in vier Fällen aufgebrummt. Drei mal fünf Sekunden, eine Boxendurchfahrt mit Stop and Go, die knapp 32 Sekunden dauerte. Damit ist er der Strafbankkönig. Alexander Albon wurde am häufigsten für Vergehen bestraft. Vier Mal in vier unterschiedlichen Rennen à fünf Sekunden.

6 Mal jeweils hatten Alexander Albon und Max Verstappen die schnellste Boxendurchfahrt und damit auch den schnellsten Boxenstopp. Red Bull war beim Reifenwechsel unschlagbar.

52,874 Sekunden dauerte die längste Boxendurchfahrt. Es war der missglückte Boxenstopp von Valtteri Bottas beim GP Sakhir. 28 Sekunden davon musste der Finne warten, bis seine Reifen gefunden und montiert waren.

24 Bestzeiten hat Lewis Hamilton in allen 63 Trainingssitzungen des Jahres abgeräumt. Knapp vor Teamkollege Valtteri Bottas, der es auf 22 Bestzeiten brachte.

29 Dreher oder Unfälle legte Sebastian Vettel im Verlauf der Saison auf die Bahn. Daniel Ricciardo war mit nur acht Ausrutschern die sicherste Bank. Den meisten Schrott produzierte Max Verstappen. Sechs seiner insgesamt 23 Ausflüge sorgten für Schäden am Auto.

5.345 Testkilometer spulte Ferrari im Verlauf des Jahres ab. Mehr als jedes andere Team. Fleißigster Fahrer war Neuling Nicholas Latifi mit 2.202 Testkilometern.

2:59.47,515 Stunden dauerte der längste Grand Prix des Jahres. 81 Minuten davon herrschte Stillstand. Es handelt sich um den GP Bahrain, der wegen des schweren Unfalls von Romain Grosjean in der Startrunde für die Dauer eines Grand Prix unterbrochen werden musste. Das drückte den Schnitt auf 102,864 km/h.

Pierre Gasly - Alpha Tauri - GP Italien 2020 - Monza
Wilhelm
Pierre Gasly beendete in Monza die Siegesserie von Mercedes, Ferrari und Red Bull.

Monza nicht schnellstes Rennen

6 Führungswechsel waren der Rekord der Saison. Beim GP Türkei wechselten sich Lewis Hamilton, Lance Stroll, Sergio Perez, Alexander Albon und Max Verstappen in der Führungsarbeit ab. Insgesamt kam es bei den 17 Rennen zu 31 Führungswechseln. Das hat der GP Italien 1965 in Monza ganz allein geschafft. Da wurden 45 Führungswechsel gezählt. Bei fünf der 17 Rennen 2020 führte der Sieger vom Start bis ins Ziel.

230,513 km/h lautete die Durchschnittsgeschwindigkeit des schnellsten Rennen des Jahres. Diesmal ausnahmsweise nicht Monza, sondern der zweite Grand Prix in Silverstone. In Monza drückte die 28 minütige Pause nach dem Unfall von Charles Leclerc auf den Speed.

146 Rennen lang hatten nur Mercedes, Ferrari oder Red Bull einen Grand Prix gewonnen. Dann beendete Alpha Tauri-Pilot Pierre Gasly in Monza die Serie. Der letzte andere Sieger davor war Kimi Räikkönen auf Lotus beim GP Australien 2013.

1,88 beträgt der durchschnittliche Startplatz von Lewis Hamilton. Der Engländer schlug Teamkollege Valtteri Bottas, der es im Mittel auf Startplatz 2,29 brachte.

5.228,5 Kilometer war die Wegstrecke der 17 Grand Prix. Lando Norris schaffte mit 5.112,2 Kilometer die größte Distanz. Aber nur weil Hamilton ein Rennen lang wegen Corona pausieren musste.

31 Grad herrschten beim GP Spanien. Damit fand in Barcelona der heißeste Grand Prix des Jahres statt. Das kälteste Rennen sicherte sich der Nürburgring mit 8 Grad.

83,7 Prozent aller Fahrer kamen durchschnittlich ins Ziel. Damit weist die Saison 2020 die dritthöchste Ankunftsquote nach 2019 (85,7 %) und 2013 (84,2 %) auf. Das Jahr mit den häufigsten Ausfällen war 1985. Damals kamen im Schnitt nur 36,6 Prozent der Teilnehmer ins Ziel.

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Auch in dieser Saison müssen wir uns wieder an neue Namen gewöhnen.