Renault - Formcheck - GP Italien 2017 ams
Force India - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017
Force India - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017
Force India - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017
Force India - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017 105 Bilder

Kein neues Strafen-System

Strafen besser erklären

Nach dem GP Italien hagelte es Kritik. Neun Strafen hatten aus der Startaufstellung eine Doktorarbeit gemacht. Doch in einem Briefing der FIA mit den Teammanagern kam heraus: Das System wird nicht geändert – mit einer kleinen Anpassung.

Red Bull-Teamchef Christian Horner nannte es eine Farce. Gemeint war die Startaufstellung zum GP Italien. Neun Strafen haben aus der Ermittlung der Startaufstellung eine Doktorarnbeit gemacht. Und viele der Startaufstellungen, die am Samstag veröffentlicht wurden, stellten sich am Sonntag als falsch heraus. Selbst Ross Brawn, einer der neuen Formel 1-Chefs, forderte: „Wir brauchen ein transparenteres System.“

Die FIA und die Experten in den Teams hatten 2 Wochen Zeit, sich etwas Besseres auszudenken. Mit dem Ergebnis, dass es nichts Besseres gibt. Geldstrafen laden die Hersteller dazu ein, für einen extra Motor mit mehr Leistung siebenstellige Summen zu opfern. „Wenn das Gewinnen so wichtig ist, bezahlen die Autokonzerne auch das“, unkt einer im Fahrerlager.

Mehrfach-Straftäter müssen hinten stehen

Bei einer Sitzung zwischen FIA-Rennleiter Charlie Whiting und den Teammanagern in Singapur kam heraus, dass alles beim Alten bleibt. „Wir praktizieren das seit Jahren so, und es hat sich bewährt. In Monza kam per Zufall alles zusammen. Normalerweise sind es nur ein oder zwei Strafen, die jeder versteht“, erklärte Force India-Teammanager Andy Stevenson. Charlie Whiting gab zu bedenken: „Ohne die durchgemischte Startaufstellung in Monza hätte es die Aufholjagd von Ricciardo nie gegeben.“

Die FIA will das Strafensystem in Zukunft besser erklären. Eine Hilfe könnte sein, wenn alle Fahrer, die mehr als 20 Startplätze zurück müssen, automatisch am Ende des Feldes starten. Und zwar in der Reihenfolge der Startplätze, die sie verlieren oder bei Gleichstand in der Reihenfolge, zu der die Strafe ausgesprochen wird. „Das wäre verständlicher für die Zuschauer. Dann kann sich jeder seine Startaufstellung selbst ausrechnen“, verrät Stevenson.

40 Superlizenz-Punkte nicht gut für Freitagstraining

Die Sitzung mit den Teammanagern dauerte diesmal zwei Stunden. Neben den Strafen standen auch die Superlizenz-Punkte auf der Agenda. Nach der jüngsten FIA-Regel darf ein neuer Fahrer im Freitagstraining nur antreten, wenn er mindestens 6 Formel 2-Rennen gefahren ist.

Das könnte zu einem kuriosen Konflikt führen. Ein Fahrer, der die notwendigen 40 Superlizenz-Punkte hat, aber keine Formel 2-Rennen gefahren ist, dürfte an einem Grand Prix teilnehmen, nicht aber als Ersatz bei einem Freitagstraining. Die Teammanager wiesen auf den Missstand hin. Sie fordern, dass 40 Punkte genug sein sollten.

Auch über die Re-Starts nach Safety-Car-Phasen wurde lange diskutiert. Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass bei einem Regenstart hinter dem Safety-Car der eigentliche Start stehend erfolgen wird. Die FIA will sich die Option eines fliegenden Starts offenhalten, sollte sich das Wetter nicht verbessern. Nach Unterbrechungen wird dagegen sicher stehend gestartet. Die Forderung eines stehenden Starts nach jeder Safety-Car-Phase ist dagegen vom Tisch.

Motorsport Aktuell Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Italien - Monza - 1. September 2017 Problem der Startplatzstrafen Gibt es ein besseres System?

Neun Startplatzstrafen in Monza verfälschten die Startaufstellung.

Das könnte Sie auch interessieren
Nico Hülkenberg - Renault - GP Singapur 2019 - Qualifying
Aktuell
Max Verstappen - Red Bull - GP Singapur 2019 - Qualifying
Aktuell
Leclerc - Hamilton - GP Singapur 2019 - Qualifying
Aktuell