Sebastian Vettel - Ferrari - Halo 2 - Heiligenschein - Cockpitschutz - GP England 2016 sutton-images.com
Sebastian Vettel - Ferrari - Halo 2 - Heiligenschein - Cockpitschutz - GP England 2016
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Sebastian Vettel - Ferrari - Halo 2 - Heiligenschein - Cockpitschutz - GP England 2016
Sebastian Vettel - Ferrari - Halo 2 - Heiligenschein - Cockpitschutz - GP England 2016 65 Bilder

F1 Strategiegruppe beschließt

Halo kommt frühestens 2018

Die Formel 1-Strategiegruppe hat die Einführung des Cockpitschutzes „Halo“ für 2017 abgelehnt. Nun kommt es auf die FIA an, ob der Bügel doch noch durchgedrückt wird. Auch zu den Themen Funkverbot und Streckenbegrenzungen haben die F1-Bosse Entscheidungen getroffen.

Die Mehrheit der Fans dürfte aufatmen. Der unförmige Heiligenschein wird nun doch nicht 2017 eingeführt – zumindest wenn es nach dem Willen der Strategiegruppe geht. Die Versammlung der 6 Formel 1-Top-Teams konnte sich nicht einstimmig auf eine Einführung des Halos einigen.

Als Begründung wurde der enge Zeitrahmen angegeben. Es seien weitere Praxistests auf der Strecke notwendig, die im Laufe der bleibenden Saison und zu Beginn der nächsten Saison in diversen Trainingssitzungen durchgeführt werden sollen. Ob der Cockpitschutz mit Verspätung 2018 kommt, soll zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal diskutiert werden.

Damit ist aber noch nicht ganz sicher, dass die Autos 2017 auch wirklich ohne das Metallgestell über dem Cockpit unterwegs sind. Die FIA könnte den Halo mit dem Hinweis auf eine notwendige Sicherheitsmaßnahme auch ohne die Unterstützung der Teams durchdrücken. Ob Jean Todt diesen mutigen Schritt gehen wird, ist aber noch völlig unklar.

Vettel enttäuscht von Fahrerkollegen

In Hockenheim hatten sich noch am Donnerstag (28.7.2016) einige Fahrer kritisch zum Halo geäußert – darunter zum Beispiel Nico Hülkenberg und Lewis Hamilton. Darüber zeigte sich Sebastian Vettel enttäuscht. Der Heppenheimer gilt als einer der größten Fürsprecher. „Ich bin etwas überrascht über die Kommentare. Es klingt so, als wüssten wir nicht, was wir in Zukunft wollen. Dabei haben 90-95 Prozent der Fahrer dafür gestimmt.“

Vettel ist enttäuscht, dass die Piloten beim Thema Sicherheit nicht mit einer Stimme sprechen: „Das hinterlässt einen falschen Eindruck. Die Mehrheit gibt zwar zu, dass der Look nicht besonders gut ist. Aber es gibt nichts, das Todesfälle rechtfertigt. Wir haben immer aus Unfällen der Vergangenheit gelernt und die Sicherheit verbessert. Es wäre also das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass wir eine Lektion gelernt, aber nichts verändert haben. Ich denke, es liegt an uns, dass es kommt. Anderenfalls wären wir ja dumm.“

Unregulierter Funk und Track-Limits

Neben dem Halo wurden auch noch 2 weitere Themen diskutiert, die zuletzt unter den Fans für Streit gesorgt haben. So soll das Funkverbot fast komplett aufgehoben werden. Es gilt in Zukunft nur noch in der Formationsrunde, damit die Fahrer keine Anweisungen zur Startprozedur bekommen. Sobald die Ampeln ausgehen, sollen die Kommandostände wieder ohne Einschränkungen mit den Fahrern reden dürfen.

Neu ist, dass künftig alle Funksprüche offengelegt werden müssen. Die Teams haben bisher immer besonders delikate Informationen verschlüsselt an die Fahrer gesendet. Die Nutzung des sogenannten „Privacy Buttons“ soll nun untersagt werden. Diese Änderung soll so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Das gilt auch für das Streitthema Streckenbegrenzung. Hier haben die Mitglieder eine einfache Meinung: Die Fahrer sollen künftig fahren dürfen wo sie wollen – auch neben der Strecke – ohne dass es eine Strafe gibt. Offenbar scheint das Ausnutzen von Auslaufzonen durch die Fahrer weniger Schaden anzurichten als die Diskussionen über die sogenannten „Tracklimits“.

In der Galerie zeigen wir noch einmal die Bilder von den bisherigen Halo-Tests in Silverstone und Barcelona.

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Beim Thema Sicherheit spielt der Look keine Rolle. Daran gewöhnt man sich.
Motorsport Aktuell Sebastian Vettel - Ferrari - Halo 2 - Heiligenschein - Cockpitschutz - GP England 2016 Halo-Entscheidung vor Hockenheim 17 Prozent bessere Überlebenschance

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