Toro Rosso - Licht-Sensor - GP Bahrain 2017 Red Bull
Toro Rosso - Licht-Sensor - GP Bahrain 2017
Toro Rosso - Licht-Sensor - GP China 2017
Toro Rosso - Licht-Sensor - F1 Test Barcelona 2017
Toro Rosso - Licht-Sensor - F1 Test Barcelona 2017 10 Bilder

Formel 1-Technik Rätsel

Was macht das Licht am Toro Rosso?

Wer beim Nachtrennen in Bahrain genau hingeschaut hat, dem dürfte ein seltsames Licht unter der Nase der beiden Toro Rosso aufgefallen sein. Wir erklären, warum die Ingenieure den Asphalt während der Fahrt beleuchten.

Manchmal werden Technik-Tricks erst enthüllt, wenn die Sonne untergeht. Vielen unserer Leser ist beim Nachtrennen in Bahrain aufgefallen, dass der Asphalt unter der Frontpartie des Toro Rosso auf einem Punkt hell erleuchtet ist. Es scheint fast so, als hätten die Mechaniker eine Taschenlampe unter dem Auto montiert. Doch wozu das Ganze?

Toro Rosso misst Längs- und Querbeschleunigung

Die Erklärung ist relativ einfach: Hierbei handelt es sich um einen optischen Sensor, der die Geschwindigkeit des Autos über dem Asphalt misst. Im Gegensatz zu den Staudruck-Sensoren („Pitot-Rohren“), die sich oben auf der Frontpartie befinden, können die optischen Messgeräte nicht nur die Bewegung des Autos in der Längsachse erfassen, sondern auch Daten über die Querbeschleunigung sammeln.

Das heißt: Der Sensor misst auch, wie stark das Auto in den Kurven rutscht. Kombiniert mit anderen Fahrzeugdaten können schlaue Programme errechnen, wie sich der Grip auf dem Asphalt im Laufe eines Wochenendes verändert. Und wie sich Änderungen am Setup oder der Reifenmischung auf die Haftungsgrenze auswirken.

Toro Rosso - Licht-Sensor - F1 Test Barcelona 2017
Nur wenn die Sonne nicht direkt auf den Asphalt scheint, ist das Licht unter dem Toro Rosso zu erkennen.

Ziel der Ingenieure ist es natürlich immer, dass das Auto so wenig wie möglich auf dem Asphalt rutscht, um den Reifenverschleiß so gering wie möglich zu halten. Bei einem Team wie Toro Rosso, das normalerweise eher auf junge und unerfahrene Piloten setzt, ist es besonders wichtig, dass die Ingenieure verlässliche Daten von den Runs auf der Strecke bekommen und nicht nur auf das Feedback der Fahrer angewiesen sind.

Kleiner und leichter Sensor

Der optische Sensor ist übrigens nicht erst seit Bahrain installiert. Schon bei den Testfahrten in Barcelona konnte man das Licht unter der Frontpartie erkennen. Damals hatten wir noch vermutet, dass die Technik zum Saisonstart wieder ausgebaut wird. Bahrain hat aber gezeigt, dass beide Fahrer auch im Rennen damit unterwegs sind. Das beweist, dass der Sensor sehr kompakt und leicht sein muss und keine negativen Auswirkungen auf die Performance des Autos hat.

Falls Sie das Licht nicht gesehen haben, zeigen wir es Ihnen in der Galerie noch einmal.

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In der Formel 1 gehört Geheimhaltung zum Spiel dazu.

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