F1 Technik

Schnorchel an der Felge

McLaren MP4-24 Foto: Wolfgang Wilhelm 13 Bilder

An die verkleideten Vorderräder haben sich die F1-Fans bereits in der vergangenen Saison gewöhnen können. In der Winterpause hat McLaren-Mercedes die Idee nun weiterentwickelt.

Die Form der neuen Autos hat sich verändert. Kein Zusatzflügel regelt nun mehr den Luftstrom über dem Boliden, das Reglement hat die Aerodynamiker einiger Waffen beraubt. Doch wer denkt, dass die hochbezahlten Designer nun Däumchen drehen, liegt falsch.

Neben den üblichen Spielwiesen wie Frontflügel, Heckflügel und Diffusor hat die McLaren-Kreativabteilung einen weiteren Weg gefunden, Luftströme in die gewünschten Bahnen zu lenken. Die vorderen Felgenabdeckungen am neuen Silberpfeil wurden in der Winterpause zu wirksamen Aerodynamikelementen umfunktioniert und haben mit den vergleichsweise simplen Radkappen aus der Vorsaison nicht mehr viel zu tun.

Zusammenspiel zwischen Flügel und Radkappe

Als deutlich sichtbares Merkmal weisen die futuristisch gestylten Abdeckungen nun einen nach vorne über den Reifen herausragenden Schnorchel auf. Der vordere Teil fängt die von den Frontflügelendplatten nach außen geleitete Strömung ein und versucht sie zu kanalisieren. So will man verhindern, dass rund um den Vorderreifen störende Wirbel entstehen, die hinter dem Reifen Richtung Fahrzeugmitte abbiegen könnten.

Bereits im Vorjahr hat McLaren mit den neuen Abdeckungen experimentiert, sie aber noch nicht im Rennen eingesetzt. Mit den stark verbreiteterten Frontflügeln des 2009er Reglements lassen sich die Schnorchel allerdings noch effizienter anströmen. Wenn es wie gewünscht funktioniert, dürfte es nicht lange dauern, bis die Idee von der Konkurrenz kopiert wird.

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