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F1-Technik-Trends 2020

Woran arbeiten die Ingenieure?

Wir können Ihnen nicht versprechen, dass es in den nächsten 12 Monaten viele spektakuläre Neuentwicklungen an den Autos zu sehen gibt. Wir verraten Ihnen aber jetzt schon mal, welche Bereiche die Ingenieure besonders im Fokus haben werden.

Auf Technik-Fans warten harte Zeiten. Die Saison 2020 wird für alle Beteiligten zum Übergangsjahr. Die Ingenieure werden die Weiterentwicklung an den Autos deutlich frühzeitiger stoppen als gewöhnlich. Der Grund ist die große Regelreform in der Saison 2021, für die Rennwagen mit ganz anderen Dimensionen gebaut werden müssen.

„2020 werden wir wohl nicht so viele Updates sehen. Aber bei den Restriktionen des neuen 2021er Reglements werden sich die Autos auch danach nicht mehr viel verändern“, spottete ein Technik-Chef beim Blick auf die eingeschränkten Entwicklungsmöglichkeiten.

Manche Teams wie Renault haben angedeutet, jetzt schon große Teile der Ressourcen auf die 2021er Generation zu setzen und die kommende Saison praktisch abzuschreiben. Das wiederum schafft für die Konkurrenz die Möglichkeit, mit einer konstanten Weiterentwicklung ein paar Plätze in der WM-Tabelle nach oben zu klettern und damit wertvolle Prämien-Millionen einzusacken.

Entwicklung im Detail

Doch in welchen Bereichen des Autos lässt sich überhaupt noch ein Unterschied machen? Sind die Rennwagen im vierten Jahr eines relativ stabilen Reglements nicht praktisch schon ausentwickelt? Die Vergangenheit zeigt, dass solche Sorgen unbegründet sind. Zwar wird die Entwicklung immer verstärkter im Detail betrieben, doch auch bei stabilen Reglements sind die Ingenieure immer wieder auf innovative Ideen gekommen.

Alfa Romeo - Technik - Barcelona - F1-Test 2019
Stefan Baldauf
Den Luftstrom vom Frontflügel über den Vorderbau der Autos versuchen die Ingenieure immer wieder mit neuen Tricks zu dirigieren.

Man hat es erst im letzten Jahr gesehen. Bei den Testfahrten in Barcelona verließ der Alfa-Sauber plötzlich mit kleinen Finnen auf der Nase die Garage. Diese Idee hat sich mittlerweile beim halben Formel-1-Feld durchgesetzt. Die Kopier-Fraktion umfasst Mercedes, Red Bull, Racing Point und Renault. Wir erwarten, dass in diesem neuen Feld 2020 noch weiter geforscht wird.

Ingenieure lassen sich nicht einschränken

Das gleiche gilt auch für die Außenspiegel. Zwar hat die FIA die Abmessungen und Design-Vorschriften der Spiegel und ihrer Halterungen noch einmal etwas eingeschränkt, dennoch werden die Designer wie schon im Vorjahr die Grenzen bis aufs Äußerste ausloten. Ein F1-Ingenieur lässt sich bekanntlich nur ungern einschränken.

Die größte Umstellung für die Techniker betraf letztes Jahr den Frontflügel. Hier haben wir im Laufe der Saison viele verschiedene Entwicklungen gesehen. Weil der Teil des Autos, auf den die Luft als Erstes trifft, die ganze Strömung dahinter beeinflusst, wird hier sicher auch 2020 weiter intensiv geforscht.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch ein paar weitere Bereiche, die bei den Technikern in den Fabriken besonders im Fokus stehen werden.

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