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Ferrari - F1-Technik - GP Ungarn 2017 - Formel 1
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F1-Technik-Updates GP Ungarn 2017 + Testfahrten

Ferrari testet neuen Diffusor für Spa

Ungarn bot das perfekte Verwöhnungsprogramm für Technik-Fans. Erst rüsteten 9 von 10 Teams für den Grand Prix auf. Dann folgten noch zwei Testtage voller Experimente. Wir haben die Technik-Upgrades in der Galerie gesammelt.

Auf die Teams wartete in Ungarn eine ganz andere Herausforderung als noch in England. Die Traditionsbahn in Silverstone gehört zu den schnellsten Strecken im Kalender. Und fordert den Kompromiss zwischen Anpressdruck und Luftwiderstand. Für diesen Spagat war der Mercedes W08 wie geschaffen.

Zwei Wochen später änderte sich das Bild. Auf dem Hungaroring sind Autos schnell, die maximal auf der Straße kleben. Top-Speed, Motorleistung und ein gesundes Verhältnis zwischen Abtrieb und Luftwiderstand rücken in den Hintergrund. Plötzlich war Ferrari ähnlich dominant wie die Silberpfeile in Silverstone.

Ferrari mit mehr Neuteilen als Mercedes

Die Technikabteilung in Maranello arbeitet unter Hochdruck. Die Ingenieure haben Ideen, die Upgrades fruchten. Das war in den letzten Jahren häufig anders. In Ungarn umfasste das Technikpaket für den SF70H die Bargeboards, den Unterboden und Heckflügel. Mercedes entwickelte in kleinerem Rahmen. Man brachte nur einen leicht modifizierten Heckflügel, der von dem Exemplar abgeleitet war, das schon in Barcelona und Monte Carlo zum Einsatz gekommen war.

Ferrari - F1-Technik - GP Ungarn 2017 - Formel 1
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Der geänderte Ferrari-Heckflügel für den GP Ungarn 2017.

Red Bull macht seit Spanien ständig Fortschritte. Auch in Budapest. Der RB13 zeigte sich mit leicht modifiziertem Frontflügel, neuen Luftleitelementen rund um die Spiegel und anders geformten Einlässen an den Seitenkästen. Trotzdem hatten Ferrari und Mercedes wieder das schnellere Auto. Ferrari in beiden Disziplinen. Mercedes auf jeden Fall im Qualifying. Im Rennen hätte Red Bull die Silberpfeile schlagen können. Wenn Max Verstappen seinem Teamkollegen nicht ins Auto gefahren wäre.

Renault etabliert sich als vierte Kraft. In Ungarn bestätigte sich der Trend. Das gelb-schwarze Auto ist in den Händen von Nico Hülkenberg jetzt auf schnellen und langsamen Strecken gut aufgestellt. Aus Enstone kam ein neuer Frontflügel. Aber mit Verspätung. Renault probierte ihn nur im dritten Training am Samstagmorgen aus. Dann wanderte der Flügel wieder in den Karton. „Der neue Frontflügel ist besser als der alte. Aber es ist das Risiko nicht wert, ihn ohne ausreichend Trainingszeit ans Auto zu schrauben. Wir haben auch so das viertschnellste Auto“, berichtete Einsatzleiter Alan Permane.

Aber McLaren war im Qualifying ein zäher Gegner. Im Rennen holten Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne die dickste Punktausbeute des Jahres. Der MCL32 harmonierte mit dem Hungaroring. Die Technikabteilung bestückte das Auto mit einem monströsen T-Flügel, einem überarbeitete Diffusor und einem neuen Unterboden.

Toro Rosso und Sauber finden ein paar Zehntel

Ein großes Update hatten auch Toro Rosso und Sauber entwickelt. „Es bringt uns ein paar Zehntel“, erklärte Toro Rossos Technikchef James Key. Sauber verbesserte sich um rund 3 Zehntelsekunden mithilfe neuer Bargeboards und Verkleidungsteilen. Das Kühlpaket ist nun ein anderes. In Spa soll ein neuer Unterboden das Technik-Paket ergänzen. „Wenn wir weitere 3 bis 4 Zehntel finden, können wir zufrieden sein“, heißt es aus dem Team.

Bis auf HaasF1 karrten alle Rennställe neue Teile nach Ungarn. Auf das Rennen folgte ein zweitägiger Test, indem die Teams weitere Upgrades ausprobierten. Wie zum Beispiel Ferrari und Red Bull. An beiden Autos entdeckten Spione einen neu gestalteten Diffusor.

In unserer Galerie finden Sie die Technik-Updates vom Rennen und von den Testfahrten in Budapest.

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