F1-Test Bahrain 2

Elektronik spielt Heidfeld Streiche

Jarno Trulli Foto: dpa 25 Bilder

Bei besten Bedingungen in Bahrain haben Ferrari, BMW-Sauber und Toyota am Dienstag (17.2.) ihre Testfahrten fortgesetzt. Für Nick Heidfeld wurde es dabei kurz etwas ungemütlich im Auto.

Auch wenn sich nur drei Fahrzeuge auf der Strecke befanden, konnten sich die wenigen Zuschauer auf den Tribünen des Sakhir Circuits nicht über mangelnden Betrieb beklagen. Insgesamt umrundeten Kim Räikkönen, Nick Heidfeld und Jarno Trulli die Strecke zusammengerechnet 360 Mal. Im Vergleich: Beim Rennen im April muss jeder Fahrer nur 57 Mal die Ziellinie kreuzen.

Trulli fährt 800 Kilometer

Die meisten Kilometer hatte am Dienstag Jarno Trulli auf dem Tacho. Die 149 Runden des Italieners entsprechen einer Gesamtstrecke von 800 Kilometern - oder mehr als zweieinhalb Grand Prix-Distanzen. "Das war wirklich ein guter Test für uns", lautete das positive Fazit des Toyota-Piloten. "Ich habe nun deutlich mehr als 2.000 Kilometer in den letzten drei Testtagen zurückgelegt und ich fühle mich sehr wohl mit dem Auto."
 
In der Vorwoche waren die drei Teams im arabischen Königreich noch von heftigen Sandstürmen aufgehalten worden. Erst seit vergangenem Freitag (13.2.) herrschen ideale Testbedingungen. "Die zweite Testwoche verläuft weiterhin sehr erfolgreich für uns", erklärte Toyota-Designer Pascal Vasselon. "Unser Tagesprogramm beinhaltete Abstimmungs- und Fahrwerkstests sowie einen Reifenvergleich. Wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben."

Ferrari-KERS läuft heiß

Bei Ferrari lief dagegen nicht alles nach Plan. Das Hybrid-System KERS überhitzte wegen Problemen mit dem Kühlaggregat. Drei Stunden dauerte die Reparatur an Räikkönens Boliden. Trotzdem konnte der Iceman in 1:32.102 noch die schnellste Zeit des Tages fahren. Der Finne war dabei ein gutes Zehntel schneller als Trulli.
 
Eine gute halbe Sekunde dahinter sortierte sich Nick Heidfeld im BMW-Sauber ein. "Heute habe ich den F1.09 das erste Mal bei warmen Temperaturen fahren können. Dabei musste ich erst einmal herausfinden, wie sich das Auto überhaupt verhält", erklärte der Mönchengladbacher.

Heidfeld wird abgelöscht

Dabei hatte auch BMW-Sauber mit technischen Problemen zu kämpfen. Am Morgen hatte ein Problem mit dem Not-Aus-Schalter zum Ausfall der elektronischen Steuereinheit geführt und versehentlich die Feuerlöschanlage ausgelöst. Erst nachdem ein paar Kabel getauscht wurden und das Auto gereinigt war, konnte es für Heidfeld weitergehen.
 
Trotzdem gab sich der 31-Jährige nach dem Test zufrieden: "Insgesamt war es ein guter Tag. Ich konnte viele verschiedene Setup-Einstellungen testen und bin jetzt schon zufrieden damit, wie das Auto auf Veränderungen reagiert." Nach seinen 104 Runden am Dienstag wird Heidfeld auch am Mittwoch wieder am Steuer sitzen.

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